Die Altkatholische Kirche der Niederlande hat unter den Altkatholischen Kirchen als Sitz des Erzbischofs und erste Alt-Katholische Kirche eine besondere Bedeutung. Etwa 7000 Niederländer bekennen sich altkatholisch.
Die Utrechter Kirche hat zwischen 1723 und 1889 immer wieder versucht, eine Verständigung mit Rom zu erzielen. Dass man sich nicht völlig von Rom trennen wollte, kam auch im offiziellen Namen der Kirche zum Ausdruck, in dem explizit betont wurde, dass man sich als Teil der westlichen, lateinischen Kirche sah: "Römisch-katholische Kirche der alt-bischöflichen Klerisei zu Utrecht". Des weiteren wurde als Zeichen guten Willens jede Weihe eines neuen Bischofs (Deventer und Haarlem) bzw. Erzbischofs (Utrecht) Rom mitgeteilt und eine Bestätigung erbeten (die aus Rom jedoch jedesmal verweigert wurde). Nach dem Zusammenschluss mit den anderen alt-katholischen Kirchen gab man dies auf. Erst seit dem Zweiten Vaticanum werden im Zeichen der Ökumene Wahl und Weihe wieder nach Rom gemeldet, was vom Vatikan nun immer mit einem Glückwunschschreiben beantwortet wird.
Die Altkatholische Kirche der Niederlande war von 1889 bis heute auch maßgeblich an der Gründung und Weiterentwicklung der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen beteiligt. Diese Verbindung mit den anderen alt-katholischen Kirchen hat auch in der niederländischen Kirche, welche zuerst dem Vorgehen der 'radikaleren' Alt-Katholiken im deutschsprachigen Raum skeptisch gegenüber stand, zu weitgehenden Reformen geführt: Aufhebung des Pflicht-Zölibats für Priester, durchgehender Gebrauch der Volkssprache im Gottesdienst, Annäherung an das synodale Prinzip, Anerkennung der anglikanischen Weihen.
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"Altkatholische Kirche der Niederlande".
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