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Ein Alternativkörper ist ein Körper (im mathematischen Sinn), in dem weder das Kommutativgesetz noch das Assoziativgesetz gelten müssen. Stattdessen wird gefordert, dass die Multiplikation die Eigenschaft der Alternativität hat.

Definition


Eine Menge M mit zwei Verknüpfungen + und * ist ein Alternativörper, wenn gilt:

  • (M,+) ist eine Abelsche Gruppe, deren neutrales Element als 0 bezeichnet wird;
  • (M\{0},*) ist eine Quasigruppe mit neutralem Element, das als 1 bezeichnet wird;
  • Für die Verknüpfung * gilt die Alternativität: o · ( o · p ) = ( o · o ) · p und o · ( p · p ) = ( o · p ) · p.
  • es gilt das Distributivgesetz a*(b+c) = a*b + a*c.

Beispiel


Das bekannteste Beispiel eines Alternativkörpers sind die Oktonionen.

Eigenschaften


Aus der Alternativität folgt weiterhin das Flexibilitätsgesetz

  • o · (p · o) = ( o · p ) · o.

In einem Alternativkörper gelten ferner die Moufang-Identitäten für die Verknüpfung *

und

Ruth Moufang zeigte 1934 dass drei beliebige Elemente a, b, c aus einem Alternativkörper, die der Relation (a * b) * c = a * (b * c) genügen, einen Schiefkörper erzeugen. Dies ist eine Verschärfung des Satzes von Artin. Der Satz von Artin entsteht für den Spezialfall c = 1.

Algebra

 

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