Der Alte Südfriedhof in München wurde 1563 als Pestfriedhof vor den Toren der Stadt angelegt. Er liegt etwa einen halben Kilometer südlich des Sendlinger Tors zwischen Thalkirchner und Pestalozzistraße. Unter allen Münchner Friedhöfen war nur er für eine gewisse Zeit die einzige und allgemeine Begräbnisstätte für die Toten aus dem gesamten Stadtgebiet, weshalb hier die Gräber einer ganzen Reihe prominenter Münchner zu finden sind.
1819 wurden Leichenhaus und Gruftarkaden nach den Grundsätzen des Campo Santo in Bologna durch Gustav Vorherr angelegt, mit Reihengräbern in klar definierter, geometrischer Anordnung und Arkadengruften entlang der Außenmauer des Friedhofs. Bereits 1818 regte der Mundartforscher Johann Schmeller erstmals an, auf dem Südfriedhof ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer des Bauernaufstandes von 1705 zu errichten. Nahe der südlichen Umfassungsmauer befand sich ein großer, ungepflegter Grabhügel ohne Stein oder Kreuz, unter dem der Überlieferung nach mehr als 500 Tote der Bauernschlacht begraben sein sollen, dieser wurde als Standort für das Denkmal gewählt. Der erste Entwurf dazu stammte von Franz Schwanthaler dem Älteren und wurde von Friedrich von Gärtner überarbeitet. König Ludwig I. spendete der Stadt für den Guss eine 234 kg schwere Kanone, welche eingeschmolzen und zu einer schlankfüßigen Brunnenwanne mit sechzehn Ecken umgearbeitet wurde. Das Denkmal wurde unter großem Andrang der Bevölkerung am 1. November 1831 feierlich enthüllt, es befindet sich heute noch im Originalzustand. 1844 wurde der Friedhof um einen Süddteil durch Friedrich von Gärtner erweitert, der im italienischen Stil angelegt wurde.
Der alte südliche Friedhof blieb Zentralfriedhof bis zur Eröffnung des alten nördlichen Friedhofs an der Arcisstraße in Schwabing im Jahre 1868. Zum 1. Januar 1944 wurden die Bestattungen am Südfriedhof eingestellt. In den Jahren 1944 und 45 erlitt das Gelände schwere Bombenschäden. 1954 - 55 wurde der Friedhof nach Plänen von Hans Döllgast umgestaltet. Heute steht das gesamte Areal unter Denkmalschutz.
Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts aus Wissenschaft, Politik, Kunst und Kultur fanden am Münchener Südfriedhof ihre letzte Ruhestätte, unter anderen:
Siehe auch: Grün- und Wasserflächen in München
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"Alter Südfriedhof (München)".
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