| Wappen | Karte |
|---|---|
| Altenburg coa.png | Altenburg in Deutschland.png |
| Leitspruch | |
| Altenburg reizt | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Altenburger Land |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 227 m ü. NN |
| Fläche: | 45,60 km² |
| Einwohner: | 38.203 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 838 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 04600 |
| Vorwahl: | 03447 |
| Kfz-Kennzeichen: | ABG |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 77 001 |
| Stadtgliederung: | 3 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 04600 Altenburg |
| Website: | www.stadt-altenburg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Michael Wolf (SPD) |
Die Skat- und ehemalige Residenzstadt Altenburg ist eine über 1.000 Jahre alte Stadt im Osten des Freistaates Thüringen und gehört zur Metropolregion Sachsendreieck. Seitdem die beiden Landkreise Altenburg und Schmölln durch die Gebietsreform 1994 zusammengefasst wurden, ist die Stadt Altenburg die Kreisstadt des heutigen Landkreises Altenburger Land. Die Stadt mit ihren rund 38.000 Einwohnern hat den Status Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums. Bekannt geworden ist die Stadt vor allem durch das hier um 1820 erfundene Kartenspiel Skat.
Altenburg befindet sich fast in der Mitte des Städtedreiecks Leipzig-Chemnitz-Gera, am südlichen Rand der Leipziger Tieflandsbucht und in der Nähe des Flusses Pleiße. Die Stadt liegt 36 km nordöstlich von Gera, 55 km südlich von Leipzig und etwa 45 km nordwestlich von Chemnitz.
Das Stadtgebiet in Altenburg ist in mehrere Stadtteile unterteilt. Die größten Stadtteile sind dabei die Neubaugebiete Südost und Nord sowie das Zentrum. Ferner gibt es noch kleinere Stadtteile wie zum Beispiel Rasephas, Kauerndorf und Drescha. Während alle die Stadtteile direkt von der Stadt Altenburg verwaltet werden, besitzen die Ortsteile Ehrenberg, Kosma und Zetscha noch eine eigene Verwaltung sowie einen Bürgermeister.
Um 700 n. Chr. entstanden die ersten Siedlungen durch slawische Stämme. Erstmals erwähnt wurde Altenburg durch Kaiser Otto II. im Jahre 976. Neben der Siedlung am Brühl gab es noch eine weitere Siedlung um den Nikolaikirchturm, der damals noch als Wehrturm diente bevor man an ihn die Nikolaikirche baute. Dieses Gebiet kam erst in der Zeit unter Kaiser Friedrich I. zu Altenburg. Die Stadtgrenze war danach großzügig angelegt so dass lange Zeit keine Erweiterung vorgenommen werden musste. Zudem besaß Altenburg fünf Tore durch die man in die Stadt gelangen konnte. Die Kaiserpfalz (Castrum Plysn), die das erste Mal 1132 erwähnt wurde, hielt sich Kaiser Friedrich I. zwischen 1165 und 1188 mindestens sechsmal auf, weshalb Altenburg den Beinamen „Barbarossastadt“ erhielt. Im Jahre 1172 weihte Kaiser Friedrich I. Barbarossa das Augustiner-Chorherren-Stift „Unserer lieben Frauen St. Marien“ auf dem Berge (Rote Spitzen), ein. Vom meißnischen Markgrafen Heinrich der Erlauchte erhielt Altenburg 1256 das Stadtrecht. Im Jahr 1307 gingen Altenburg und das Pleißenland nach der Schlacht bei Lucka, bei der König Albrecht I. gegen Friedrich den Gebissenen verlor, in wettinischen Besitz über. 1356 erneuerte Friedrich der Strenge das Altenburger Stadtrecht, und 1430 belagerten die Hussiten Altenburg, wobei fast die halbe Stadt niedergebrannt wurde. Durch diese und andere Ereignisse verlor Altenburg an Bedeutung in Westsachsen und Leipzig übernahm die Vorreiterschaft. 1455 raubte Ritter Kunz von Kaufungen die beiden Prinzen des Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Ernst und Albrecht, aus dem Altenburger Schloss, um seine Forderungen gegenüber dem Kurfürsten durchzusetzen (Altenburger Prinzenraub). Bei der Leipziger Teilung des Jahres 1485 zwischen dem Kurfürsten Ernst und Herzog Albrecht kam Altenburg an Kurfürst Ernst.
Die Reformation in Altenburg vollzog sich recht schnell, da viele Mönche schon vorher die Stadt verlassen hatten, als Gabriel Didymus seine ersten evangelischen Predigten hielt. Martin Luther war 1519 das erste Mal in Altenburg, er besuchte die Stadt in den folgenden Jahren noch mehrere Male. Im Schmalkaldischen Krieg blieb die Stadt von 1547 bis 1554 in den Händen der Albertiner. Als 1603 das Herzogtum Sachsen-Altenburg gegründet wurde, wurde Altenburg wieder Residenzstadt. Im Dreißigjährigen Krieg kam der größte Teil der Einwohner ums Leben. Von den 1.650 Altenburgern mit Bürgerrechten (Einwohnerzahl insgesamt: ca. 5.000) im Jahre 1618 lebten 1632 nur noch 650. Ein Jahr später sank die Zahl noch einmal rapide. Mit dem Tode Friedrich Wilhelm III. von Sachsen-Altenburg 1672 erlosch die älteste Linie des Herzoghauses. Das Land fiel an Herzog Ernst den Frommen von Sachsen-Gotha. Im Jahre 1806 trat das Doppelherzogtum Gotha und Altenburg dem Rheinbund bei und wurde damit Verbündeter Napoléons. In der Stadt wurden alsbald auch Franzosen einquartiert. Zwischen 1810 und 1818 entwickelte sich hier das Skatspiel. Nach dem Aussterben des Herzogshauses Gotha-Altenburg kam das Herzogtum Sachsen-Altenburg durch den Teilungsvertrag von Hildburghausen 1826 an den bisherigen Herzog Friedrich III. von Sachsen-Hildburghausen, der als Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg fortan in der Stadt residierte. Die Industrialisierung zog auch an Altenburg nicht spurlos vorbei. Vor allem profitierte Altenburg durch die Nähe zum Braunkohlerevier Meuselwitz-Rositz. Besonders der Maschinenbau boomte. In der Produktion von Nähmaschinen waren die Altenburger führend. 1832 wurde die Spielkartenfabrik der Gebrüder Bechstein gegründet, aus der später die Marke ASS hervorgeht. Am 19. September 1842 erfolgte der Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz (Sächsisch-Bayrische Eisenbahn nach Leipzig). Altenburg verfügte mit dem Leipziger Bahnhof zunächst über einen Kopfbahnhof in der heutigen Fabrikstraße, der 1876 durch den heute noch vorhandenen Bahnhof ersetzt wurde. Zwischen 1873 und 1875 wurde das Lindenau-Museum erbaut. Lindenaumuseumalt.jpg Am 13. November 1918 dankte Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg als letzter deutscher Monarch ab. Am 1. Mai 1920 ging der Freistaat Sachsen-Altenburg im neuen Freistaat Thüringen auf. In den Jahren 1935 und 1936 entstand die Altenburger Spielkartenfabrik. Im Zweiten Weltkrieg erlebte Altenburg zwischen 1940 und 1945 mehrere Fliegerangriffe. Zwischen 1. August 1944 und 12. April 1945 befand sich in dem heutigen Gewerbegebiet „Poststraße“ ein Außenlager des KZ Buchenwalds. In der Zeit arbeiteten rund 13.000 Häftlinge für den Rüstungskonzern Hasag. Am 15. April 1945 marschierten amerikanische Truppen ein, die schließlich am 1. Juli 1945 die Region Altenburg an die Rote Armee übergaben. 1952 wurde Altenburg im Zuge der Auflösung der Länder in der DDR dem Bezirk Leipzig zugeordnet. In den nächsten Jahrzehnten wuchs Altenburg weiter und bekam die Neubaugebiete Lerchenberg, Nord und Süd-Ost. Nicht ohne Kontroversen kam Altenburg nach dem Beitritt der DDR zur BRD 1990 wieder an den Freistaat Thüringen. Die Einwohner hatten sich in einer vorher durchgeführten Volksbefragung mehrheitlich für Sachsen entschieden. Seit 1994 ist Altenburg eine Große kreisangehörige Stadt.
Der ostdeutsche Schriftsteller und ehemalige Dramaturg am Altenburger Landestheater Ingo Schulze (*1962) setzte der Stadt und ihren Einwohnern in seinen Romanen „Simple Storys“ (1998) und „Neue Leben“ (2005) ein literarisches Denkmal.
| Jahr | Orte | Einwohnerzahl | Fläche |
| 01.07.1831 | Frauenfels, Oberpauritz, Unterpauritz, Neue Sorge, Unterm Berge, Unterm Schloss, Hinterm Schloss, Vorm Johannistor | 4230 | --- |
| 01.10.1922 | Drescha | ca. 200 | 0,60 |
| 01.10.1938 | Poschwitz | ca. 80 | 0,98 |
| 04.01.1953 | Steinwitz | ca. 24 | 0,98 |
| 14.07.1993 | Gemeinde Ehrenberg (mit den Ortschaften Ehrenberg, Greipzig, Lehnitzsch, Mockzig, Modelwitz, Paditz, Stünzhain, Zschaiga und Zschechwitz) | 1121 | 14,10 |
| 11.02.1994 | Gemeinde Zetscha (mit den Ortschaften Oberzetscha, Unterzetscha, Knau und Rautenberg) | 492 | 4,73 |
| 31.12.1996 | Gemeinde Kosma (mit den Ortschaften Kosma Altendorf und Kürbitz) | 371 | 6,43 |
| 1831 bis 1939 | 1946 bis 1996 | 1997 bis 2004 |
Die FDP erhielt bei 4,4 % keinen Sitz im Stadtrat. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,7 %.
Das Schloss- und Spielkartenmuseum befindet sich im Altenburger Schloss. Die Sammlung besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Spielkarten aus aller Welt und verschiedenen Jahrhunderten. Des Weiteren gibt es eine militärhistorische Sammlung, eine Porzellansammlung und weiter Ausstellungen. Das Lindenau-Museum beherbergt die größte Sammlung frühitalienischer Tafelbildmalerei nördlich der Alpen. Das Naturkundemuseum Mauritianum zeigt das weltweit größte Exemplar eines Rattenkönigs. Zusätzlich gibt es noch zwei kleinere Museen, das Brauereimuseum und das Mordmuseum.
Am Rande des Stadtkerns befindet sich auf einem Porphyrfelsen die Anlage des Schlosses Altenburg. Das Schloss selber zeigt heute weitestgehend den Zustand des 18. Jahrhunderts, wogegen die benachbarte Altenburger Schlosskirche ihr ursprüngliches Erscheinungsbild des 15. Jahrhunderts bewahrt hat.
Die Roten Spitzen sind Altenburgs Wahrzeichen. Sie gehörten einst zur Marienkirche des Augustinerklosters „Unser Lieben Frauen auf dem Berge vor Altenburg“, das aber nur kurz Bergkloster genannt wurde. Das Kloster wurde von Friedrich I. Barbarossa gestiftet und wurde mit Backstein gebaut, so wie es zu der Zeit in Italien modern war. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster aufgelöst. Ein paar Jahre nach der Auflösung stürzte das Hauptschiff der Kirche ein. 1570 wurden die Türme mit der spitzen Form gedeckt. Durch einen Blitzschlag brannte einer der Türme aus. Er erhielt darauf hin 1618 seine heutige barocke runde Form. In den Jahren 1871/72 wurden die beiden Türme renoviert. Der Baumeister Friedrich Sprenger entfernte dabei nachträgliche Um- und Anbauten, so dass sie wieder ihre ursprüngliche Gestalt bekamen.
Am Brühl, dem ältesten Marktplatz in Altenburg, befindet sich das einzige Denkmal für ein Kartenspiel, der 1903 erbaute Skatbrunnen. Entworfen wurde er vom Münchner Professor Ernst Pfeifer. Viele Skatspieler kommen zu den Brunnen um ihre Karten im Wasser zu taufen, man sagt, dass es dem Spieler Glück bringen soll.
Die Bartholomäkirche ist die älteste Kirche in Altenburg; um 1125 wurde an der Stelle eine romanische Saalkirche gebaut, von der heute noch die Krypta und die tonnengewölbte Unterkirche vorhanden ist. Während des Angriffs der Hussiten auf Altenburg brannte die Kirche mit Ausnahme der zwei Türme nieder. Ende des 15. Jahrhunderts baute man eine spätgotische Hallenkirche an die Türme an. Im Jahr 1659 stürzte einer der beiden Türme ein. Der andere wurde daraufhin abgerissen und durch den 1668 gebauten Kirchenturm ersetzt. In ihm befindet sich auch eine Wohnung für einen Türmer. Die heute in der Kirche befindliche Orgel stammt von 1881 und wurde von Friedrich Ladegast gebaut.
Das Rathaus wurde zwischen 1562 und 1564 im Renaissancestil gebaut. Der Bau war aber so teuer, dass noch 1593 nicht alle Darlehen zurückgezahlt waren. In dem Ratsaal mit seiner prächtig bemalten Balkendecke und dem großen Kamin tagt heute noch der Stadtrat, jedoch ist er wochentags auch für Besucher zugänglich. Reich verziert ist auch die Außenfassade des Rathauses. Der achteckige Rathausturm besitzt zudem eine Monduhr, die die genaue Mondphase anzeigt.
Die Brüderkirche in ihrer heutigen neogotischen Form stammt aus dem Jahr 1905 und ersetzte den alten Kirchenbau. Dieser wurde um 1270 gebaut und gehörte zum benachbarten Franziskanerkloster. Diese gotische Kirche besaß keinen Glockenturm und wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Die heute in der Kirche befindlichen Fenster an der Orgelempore zeigen den schwedischen König Gustav II. , Martin Luther und Johann Sebastian Bach.
Auf dem mittelalterlichen Nikolaikirchhof befindet sich der Nikolaikirchturm. Er ist ein Überbleibsel der Nikolaikirche. Die Nikolaikirche wurde 1223 erstmals urkundlich erwähnt. Jedoch ist nicht genau bekannt wann die Kirche gebaut wurde. Die Kirche stand an der höchsten Stelle des alten Stadtgebietes. In ihr befanden sich bis zur Reformation ein Hochaltar und sechs Nebenaltäre. 1528 wurde die Kirche wegen Einsturzgefahr geschlossen und später abgerissen. Der Turm blieb stehen und diente der alten Brüderkirche als Glockenturm. Das heutige Aussehen bekam der Turm im Jahr 1609. Der 45 Meter hohe Turm kann bestiegen werden.
Der Pohlhof ist ein Mittelalterlicher Freihof. Das Hauptgebäude ist wahrscheinlich schon um 1400 gebaut worden. Bernhard August von Lindenau wohnte in diesem Gebäude. Das Gebäude in dem er seine Sammlung ausstellte ist heute nicht mehr vorhanden. Es wurde bereits 1876 nach der Eröffnung des Lindenau-Museums abgerissen. Besonders auffallend am Hauptgebäude ist der Südgiebel, durch seinen geschmückten Renaissance-Treppengiebel. Heute befindet sich in dem Hauptgebäude das Altenburger Standesamt.
Auf dem Brühl befindet sich außerdem das Seckendorffsche Palais, das 1724 erbaut wurde. Das Relief aus Porphyr im Giebeldreieck zeigt Kanonen, Kugeln und Kesselpauken, was auf das Gewerbe des Generalfeldmarschall Reichsgraf Friedrich Heinrich von Seckendorff hinweist. Der berühmteste Bewohner des Hauses war Friedrich Arnold Brockhaus. Der von 1810 bis 1817 in Altenburg tätig war und hier den Grundstein für seinen Verlag legte. Heute werden die Räume vom Theater genutzt.
Sehenswert sind ferner die Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche, das Magdalenenstift, das Bahnhofsgebäude, die Villen in der Wettinerstraße und Lindenaustraße, das Landratsamt (1895 erbaut, beinhaltet neben dem Sitz des Landkreises auch gelegentlich Sonderausstellungen) und der „Große Teich“ mit „Inselzoo“. Ebenfalls erwähnenswert ist der Kunstturm, der 1844/45 im Stile eines italienischen Campanile errichtet wurde und bis 1878 der Wasserversorgung der Stadt diente.
An der südlichen Grenze des Stadtzentrums befindet sich der Große Teich. Er entstand zusammen mit dem Kleinen Teich im 12 Jahrhundert durch die Aufstauung der Blauen Flut. Bei der Entstehung bildeten beide Teiche ein gemeinsames Gewässer. Erst 1594 wurde ein Damm aufgeschüttet der den Kleinen vom Großen Teich trennte. Der Große Teich umfasst eine Fläche von ca. 10 Hektar, er wurde und wird wieder zur Fischzucht genutzt. Die Insel in der Mitte des Großen Teiches wurde erst 1720/21 angelegt und diente zur Erholung des Herzogs Friedrich II. Im 18 Jahrhundert verfielen die Anlagen auf der Insel und wurden erst 1762 wieder hergestellt. 1874 wurde die Insel für alle Bürger der Stadt zugänglich gemacht. Seit 1954 befindet sich auf der Insel ein Zoo und ist damit der einzige Inselzoo in Deutschland.
1907 wurde der Herzog-Ernst-Wal-Verein gegründet, der sich zur Aufgabe gemacht hat den Süden Altenburgs aufzuforsten. Der durch den Verein entstandene Stadtwald erstreckt sich vom Großen Teich bis zum Stadtteil Südost. Im Stadtwald befindet sich der 1915 errichtete Bismarckturm. Während der Zeit in der DDR besaß er den Namen „Turm der Jugend“. Der Turm ist 37 Meter hoch und ist den Türmen der Stadtmauer nachempfunden.
Neben den großen Erholungsgebieten gibt es auch eine Vielzahl von kleinen Parks im Stadtgebiet. Ein Kleinod ist der 1997 sanierte Märchenbrunnen auf der Hellwiese.
Einen Eisenbahnanschluss bekam Altenburg schon im Jahr 1842, im Zusammenhang mit dem Bau der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn. Weitere Strecken folgten, so kam 1871 die Strecke Altenburg-Zeitz und 1901 die Strecke Altenburg-Narsdorf. Beide Strecken sind heute stillgelegt. Der Leipziger Bahnhof in Altenburg stieß schon wenige Jahre nach der Eröffnung an seine Kapazitätsgrenzen. 1871 wurde er durch einen Neubau ersetzt. Zurzeit verkehren von Altenburg nur noch Regionalbahnen, die die nächstgelegenen Großstädte anfahren. Ausnahme ist die Vogtlandbahn die mit ihrer Fernstrecke Berlin-Hof in Altenburg halt macht.
Gumpert Apollo Dubai.jpg Besonders bekannt war Altenburg auch in der Produktion von Nähmaschinen. Altenburg besaß gleich mehrere Unternehmen, die sich auf diesen Bereich spezialisiert hatten. Während der Zeit in der DDR arbeiteten viele Menschen für das VEB Nähmaschinenwerk Altenburg, das eines der größten Arbeitgeber in der Stadt war. Nach der Wende wurde der Betrieb unter den Namen Altin privatisiert. Jedoch, obwohl das Personal stark reduziert und die Produktionsgeräte erneuert wurden, überlebte der Betrieb nur wenige Jahre.
Heute sind zwei Branchenbereiche besonders stark in Altenburg vertreten. Das sind zum einen die Genuss- und Lebensmittelindustrie, hier wäre zu nennen die Altenburger Brauerei, der Fleischfabrikant Südost Fleisch, Altenburger Senf und die Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik. Zum anderen Firmen der Automobilindustrie. Meist sind es Zulieferer für die großen Automobilbauer, aber auch solche wie das für die Fahrzeugentwicklung zuständige Unternehmen Bertrandt AG. Zudem ist in Altenburg der Hauptsitz der Gumpert Sportwagenmanufaktur, die hier auch den Sportwagen Apollo fertigen lässt.
Altenburg ist Sitz zweier staatlicher Gymnasien und eines Gymnasiums in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen. Davon ist das Friedrichgymnasium das Älteste. Gegründet wurde es 1522 als städtische Lateinschule "Schola Altenburgienses", das wiederum 1713 in „Herzogliches Friedrichgymnasium“ umbenannt wurde. Zwischen 1946 und 1990 hieß die Einrichtung Karl-Marx Oberschule.
Zudem gibt es in der Stadt noch drei Regelschulen und fünf Grundschulen.
Altenburg | Ort in Thüringen | Ehemalige deutsche Landeshauptstadt | Ehemaliger Residenzort in Thüringen | Reichsstadt
Altenburg | Altenburg | Altenburg | Altenburg | Altenburg | Altenbourg | Altenburg | Altenburg | Altenburg (Thüringen) | Altenburg | Altenburg | Altenburg | Альтенбург
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