article

Wappen Karte
Wappen_Altoetting.png Altötting-pt.png
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Geografische Lage:
Höhe: 403 m ü. NN
Fläche: 23,43 km²
Einwohner: 12.811 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 551 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84503
Vorwahlen: 08671
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindekennzahl: 09 1 71 111
Stadtgliederung: 40 amtlich benannte Gemeindeteile
Adresse der Stadtverwaltung: Kapellplatz 2a
84503 Altötting
Website: www.altoetting.de
Politik
Bürgermeister: Herbert Hofauer (Freie Wähler)
Karte_altoetting_in_aoe.gif

Altötting ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern und liegt etwa 90 Kilometer östlich von München. Überregionale Bedeutung erfährt die Stadt als Wallfahrtsort (Schwarze Madonna).

Geografie


Gliederung des Stadtgebiets


Für die Stadt Altötting sind 40 amtlich benannte Gemeindeteile ausgewiesen.

Geschichte


Kelten, Römer, Bajuwaren

Anfänge einer Siedlung lassen sich durch Funde in die Zeit der Urnenfelderkultur (ca. 1250 bis 750 v. Chr.) einordnen, wobei für die Anlage der Siedlung das umliegende Weidegebiet, die fischreichen Gewässer und der angrenzende Wald mit seinen Jagdmöglichkeiten die wichtigsten Voraussetzungen bildeten. Die Grabfunde der Urnenfelderzeit im Norden der Stadt und die bajuwarischen Reihengräber im Süden begrenzen einen Platz, der sich im Laufe eines Jahrtausends weniger durch seine Siedlungskontinuität als vielmehr durch seine Bedeutung als möglicher Kultort auszeichnet. Die fast quadratische Form des alten Kapellplatzes mit seiner hölzernen Umfriedung und die in der Mitte stehende Linde verweisen entweder auf eine Keltenschanze mit Kultbedeutung oder auf einen altgermanischen Dingplatz als Versammlungsort und Gerichtsstätte.

Neben dieser Kultgewichtigkeit wuchs aber auch die wirtschaftliche Bedeutung mit dem Ausbau der Salzausfuhr aus Hallein und Reichenhall in der Keltenzeit und der Anlage eines Kunststraßennetzes durch die Römer. Die Nähe zum alten Innübergang bei Ehring-Töging und zum dortigen Kreuzungspunkt der Verbindungsstraßen Juvavum (Salzburg) - Castra Regina (Regensburg) und Augusta Vindelicum (Augsburg) Ovilava (Wels) bzw. Batavis (Passau) rückte den alten Kultort mit seiner bescheidenen Siedlung auch mehr und mehr in das Blickfeld strategisch-militärischer Überlegungen. Diese Entwicklung, verbunden mit der geographischen Lage genau in der Mitte des sich ausbildenden agilolfingischen Herzogtums in Altbayern, führte zur ersten urkundlichen Erwähnung von Ötting als »villa publica« im Jahre 748 mit der Bezeichnung »Autingas«.

Mittelalter

Im frühen Mittelalter erscheint Autingas als Bezeichnung für die heutige Stadt. Erst seit der Gründung Neuöttings (wohl im Jahr 1224), verwendet man die Bezeichnung Altötting. Bereits 748 war der Ort eine Pfalz der Agilolfinger Herzöge von Baiern.
Vierzig Jahre später wurde Altötting karolingische Königspfalz. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch der älteste Bau der heutigen Wallfahrtskirche.
In den Jahren 876/877 stiftete König Karlmann ein Kloster in Altötting, in dem er auch begraben wurde. Unter den Wittelsbachern wurde ein Chorherrenstift in Altötting gegründet. Als Anfang des 13. Jahrhunderts die Salzstraße von Venedig nach Nürnberg nach und nach an den Inn verlegt wurde, gründeten die Wittelsbacher Neuötting mit Stadt- und Münzrecht.

Der Mythos um die Gnadenkapelle

Der Grund für die weltweite Bekanntheit Altöttings als Marienwallfahrtsort liegt in einer Begebenheit aus dem 15. Jahrhundert. Im Jahr 1489 soll sich dort folgendes Wunder ereignet haben: Ein dreijähriger Knabe war in den Mörnbach gefallen, von der Strömung mitgetragen worden und ertrunken. Die verzweifelte Mutter brachte das leblose Kind nach seiner Bergung in die der Heiligen Maria geweihten Kapelle und legte es auf den Altar. Dort begann sie mit anderen Gläubigen für die Rettung ihres Kindes zu beten. Nach kurzer Zeit kehrte das Leben zurück in den Körper des toten Kindes. Die Legende sagt, dass der gerettete Knabe später zum Priester geweiht wurde. Seitdem wurde es populär, zur Gnadenkapelle zu pilgern und die Heilige Maria um Hilfe anzuflehen. Die unzähligen Bilder(sogenannte Votivtafeln), die an den Außenwänden ebenso wie im Inneren der Kapelle zu finden sind, wurden aus Dankbarkeit für die angeblich von Maria getätigten Wunder angebracht. Die Pilger umrunden die Kapelle, oft mit extra dafür bereitgelegten Holzkreuzen, und beten um Hilfe für ihre Sorgen und Nöte.

Papstbesuche

Als bedeutender Wallfahrtsort wurde Altötting von den Päpsten Pius VI. 1782 und Johannes Paul II. 1980 besucht. Ein weiterer Papstbesuch ist durch den im 11 km entfernten Marktl geborenen Benedikt XVI. für den 11. September 2006 angekündigt.

Verkehr


Altötting ist mit dem Auto am besten über die B 12 zu erreichen, ferner besteht Anschluss zur noch nicht komplett fertig gestellten A 94.

Mit der Bahn erreicht man die Stadt über die Eisenbahnstrecke Mühldorf - Burghausen.

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen München Franz Josef Strauß sowie der Flughafen Salzburg Wolfgang Amadeus Mozart.

Städtepartnerschaften


In der Zusammenarbeit „Shrines of Europe“ist Altötting seit 1996 mit fünf anderen Marienwallfahrtsorten verbunden. Diese sind:
{|
|||Mariazell (Österreich) Częstochowa (Polen) Fátima (Portugal) Loreto (Italien) Lourdes (Frankreich)

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

Altoetting-1-WJP.jpg
  • Wallfahrts- und Heimatmuseum am Kapellplatz
  • Schatzkammer und Goldenes Rössl
  • Bruder-Konrad-Museum über Leben und Wirken des Hl. Konrad von Parzham
  • Altöttinger Stadtgalerie mit Wechselausstellungen bildender Kunst
  • Mechanische Krippe von 1926-1928 mit 130 Figuren
  • Dioramenschau Altötting zur Geschichte Altöttings mit über 5.000 Figuren
  • Jerusalem-Panorama Kreuzigung Christi von 1902-1903, Panorama von Gebhard Fugel in einem eigens erbauten Panoramagebäude

Bauwerke

  • Kapellplatz (achteckige Anlage von Enrico Zuccalli) mit
    • Gnadenkapelle, im Kern von ca. 700, mit Gnadenaltar von 1670 und einem Umgang mit über 2.000 Votivbildern
    • Stiftspfarrkirche (gotische Hallenkirche, 1499-1511)
    • St. Magdalena-Kirche (barocke Wallfahrtskirche, 1697-1700)
    • Kongregationssaal der Marianischen Männerkongregation
    • Stiftspropstei (13. Jahrhundert, 1683 barockisiert, heute Berufsfachschule für Musik)
    • Alter Chorherrenstock
    • Neuer Chorherrenstock (von Zuccalli)
    • Stiftsdekanei (heute Pfarrhof und Wallfahrtsmuseum)
    • Hotel Zur Post (von Zuccalli)
    • Marienbrunnen (von Santino Solari 1635-1637, Stiftung des Erzbischofs Paris Lodron)
  • Basilika St. Anna (Bau 1910-1912)

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks


Ort in Bayern Altötting | Wallfahrtsort

Altötting | Altötting (stad) | Altötting | Altötting

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Altötting".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld