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Der Alstom LHB Coradia LINT ist eine Familie von Nahverkehrs-Dieseltriebwagen. Das Akronym „LINT“ steht dabei für „Leichter Innovativer Nahverkehrstriebwagen“. Der LINT wurde von der Firma Linke-Hofmann-Busch (LHB) entworfen und wird nach Übernahme von LHB durch Alstom innerhalb der ALSTOM-Coradia-Familie vertrieben.

Die Typenbezeichnung gibt durch eine angehängte Zahl die ungefähre Länge in Metern an. Der einteilige Typ mit einer Länge von 27,26 m heißt LINT 27. Bei der Deutschen Bahn AG wird er als Baureihe 640 geführt. Der zweiteilige Typ mit einer Länge von 41,89 m heißt LINT 41. Bei der Deutschen Bahn AG wird er als Baureihe 648 geführt.

Andere Konfigurationen mit elektrischem Antrieb und darüber hinaus bis zu zwei Mittelwagen werden ebenfalls angeboten, das wären dann LINT 51, 56, 71 und 80. Diese sind jedoch noch nicht hergestellt worden.

Die LINT zeichnet vor allem ihre hohe Flexibilität (Flügelung) aus, da im Betrieb bis zu drei Einheiten über automatische Mittelpufferkupplungen zu einem Zug zusammenkuppelbar sind. Die Bremsausrüstung von Mannesmann-Rexrodt Pneumatik ist eine Druckluft-Scheibenbremse, an den Triebdrehgestellen befinden sich zusätzlich Magnetschienenbremsen. Als Feststellbremse sind Federspeicher vorhanden.

Das Fahrgastinformationssystem kann, neben dem nächsten Halt, auch die Position des Bahnsteigs ansagen. Die Durchsage „Nächster Halt: ...“ wird mit „Ausstieg in Fahrtrichtung links/rechts“ ergänzt. All dies erleichtert Blinden oder sehbehinderten Menschen den Ausstieg. Darüber hinaus wird innen „Ausstieg links/rechts“ angezeigt.

LINT 27


DreiLänderBahn Finnentrop.jpg in Finnentrop]]

Die einteiligen Triebwagen haben eine Leistung von 315 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Ein Zug bietet 52 Sitzplätze in der 2. Klasse, acht Sitzplätze in der 1. Klasse, sowie 13 Klappsitze im Mehrzweckabteil.

Die Fahrzeuge werden vor allem auf nicht elektrifizierten Nebenstrecken in Nordrhein-Westfalen von der DB Regio NRW eingesetzt. Sie sind auf den Strecken FinnentropOlpe, SiegenBad Berleburg und DillenburgAu (Sieg) unterwegs. Als erste Privatbahn Deutschlands bestellte vectus Ende 2004 zehn LINT 27.

LINT 41


RB95_AuSieg.jpg 95 in Au (Sieg)]] LINT41 2.jpg | Eurobahn-050522 P1010597.JPG VT 4.05 (LINT 41) in Hildesheim Hbf]]

Der LINT 41 besteht aus zwei Wagenhälften, die sich in der Zugmitte auf ein Jakobsdrehgestell stützen.

Die Fahrzeuge haben vier Außentüren, ein WC pro Triebwagen und einen Traglastenbereich. Bei einigen Verkehrsunternehmen befinden sich im Türbereich auch Fahrkartenautomaten. Im Hochflurteil zwischen Triebdrehgestell und Einstiegsbereich beider Wagen sind unterflur die je 315 kW leistenden Motoren eingebaut und treiben jeweils die Achsen des End-Drehgestells über Kardanwellen und Achsgetriebe an.

Die LINT-41-Triebzüge werden von verschiedenen Eisenbahngesellschaften vor allem im nördlichen Deutschland eingesetzt. Die DB Regionalbahn Schleswig-Holstein setzt unter der DB-Baureihe 648 von Kiel aus sechs dieser Züge auf der Strecke Kiel - Flensburg ein. Seit 2005 setzt DB Regio NRW 29 Fahrzeuge ein. Diese sind auf den Strecken Dortmund HbfWinterberg, Dortmund Hbf–Iserlohn, Dortmund Hbf–Lüdenscheid und UnnaNeuenrade unterwegs. Außerdem sind weitere für das Harz-Weser-Netz bestellt. Weitere Bahngesellschaften sind: Abellio Rail, AKN, Arriva, EVB, eurobahn (ERB), MecklenburgBahn (MeBa), nordbahn (NBE), Nord-Ostsee-Bahn (NOB), NordWestBahn (NWB) Schleswig-Holstein-Bahn (SHB), Syntus und vectus.

Weblinks



Triebfahrzeug (Deutsche Bahn AG) | Triebfahrzeug (Deutsche Privatbahnen) | Triebfahrzeug (Niederlande)

Alstom LHB Coradia LINT | LINT

 

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