Die Alster ist ein 53 km langer Nebenfluss der Elbe in Schleswig-Holstein und Hamburg.
Wenn ein Hamburger von der Alster redet, ist meistens der Alstersee gemeint. Außenalster und Binnenalster prägen das Bild der Hamburger Innenstadt. Die Bebauung um die Binnenalster herum hat in weißen Fassaden und kupfergedeckten Dächern zu erfolgen.
In Hamburg ist die Alster seit etwa 1190 aufgestaut, um eine Mühle zu betreiben. 1235 wurde ein weiterer Damm für eine zweite Mühle gebaut, der die Alster zum Alstersee staute. Die Oberalster-Niederung zwischen Wakendorf II im Kreis Segeberg und Tangstedt im Kreis Stormarn ist aus der Verlandung eines in der Weichsel-Kaltzeit gebildeten flachen Eisstausees entstanden. Die Oberalster wurde im 15. Jahrhundert während des Baus des Alster-Beste-Kanals kanalisiert.
Danach erreicht die Alster kurz nach der Wulksfelder Schleuse und dem Gut Wulksfelde das Hamburger Stadtgebiet mit den Stadtteilen Duvenstedt und Wohldorf-Ohlstedt. An der Wohldorfer Schleuse mündet die von Osten kommende Ammersbek ein. Der weitere Flussverlauf windet sich durch die Endmoränenlandschaft des Alstertals. Bis zur Mellingburger Schleuse in Lemsahl-Mellingstedt münden noch Drosselbek, Bredenbek, Rodenbek, Horstbek und Saselbek ein. In Poppenbüttel folgt die Poppenbütteler Schleuse. Die Alster erreicht Wellingsbüttel, führt am Herrenhaus Wellingsbüttel vorbei und erreicht in Ohlsdorf die Fuhlsbütteler Schleuse als letzte Schleuse vor der Außenalster.
Der Abschnitt der Alster von Ohlsdorf bis zur Einmündung in die Außenalster wird gelegentlich auch als Streek oder Alsterstreek bezeichnet.
Der Verlauf ist ab hier künstlich begradigt. Der alte Flußverlauf führt durch den heutigen Brabandkanal und den Leinpfadkanal. Parallel führen der Skagerrakkanal und der Inselkanal.
Bei Eppendorf mündet die Tarpenbek und an der Grenze zu Harvestehude der Isebekkanal ein. Die Krugkoppelbrücke ist die letzte Brücke vor der Außenalster.
Die beiden Becken des Alstersees entstanden durch einen Mühlenstau im Verlauf des Reesendamms .
Die heutige Trennung von Binnen- und Außenalster gibt es seit dem Bau der Wallanlagen (1616 bis 1625), die Lombardsbrücke und die Kennedybrücke überbrücken den Fluss und trennen Binnen- und Außenalster.
Die Außenalster, die bis 164 ha groß und 2,50 m tief ist, ist der größere, nördliche Teil des Alstersees. Sie wird von der Alster im Norden sowie der Osterbek und Wandse im Osten gespeist. Sie fließt im Süden in die Binnenalster ab.
AussenalsterLuf.jpg Das Ufer der Außenalster ist vollständig begrünt. Rund um den See ziehen sich Fußwege und Radwege, die bei Hamburgern zur Erholung und zum Joggen sehr beliebt sind. Die Außenalster selbst wird viel zum Segeln und Rudern genutzt. Als Segelrevier gilt sie als nicht ganz einfach, da hier stark wechselnde Windbedingungen auftreten.
An der Außenalster liegen einige der begehrtesten Wohngegenden Hamburgs, unter anderem Harvestehude im Westen und die Straßen Bellevue (Winterhude) und Schöne Aussicht (Uhlenhorst) im Nordosten. Auch das bekannte Hotel Atlantic (St. Georg) liegt hier.
Die Lombardsbrücke markiert den alten Verlauf der Stadtbefestigung, die die Außenalster von der Binnenalster trennt. Da die Brücke den Straßenverkehr nicht mehr bewältigen konnte, kam bereits 1953 die Neue Lombardsbrücke nördlich der alten Konstruktion hinzu, die 1963 in Kennedybrücke umbenannt wurde. Auf der Kennedybrücke ist übrigens der 10. Meridian gekennzeichnet. Die beiden Brücken sind für den innerstädtischen Autoverkehr und für den Bahnverkehr von großer Bedeutung. Bei aller Schönheit soll nicht verhehlt werden, dass die Alster die Stadt in zwei Hälften teilt und auch ein Verkehrshindernis darstellt.
Rund um die Außenalster befindet sich ein Parkstreifen (Alsterpark). Mit Ausnahme an wenigen Bootshäusern hat man einen freien Blick auf den See.
Unilever-Haus,
US-Konsulat,
Radisson SAS Hotel
Rund um die Binnenalster liegen verschiedene Geschäftsgebäude, unter anderem der Firmensitz der Hapag-Lloyd AG, das Hotel Vier Jahreszeiten, das traditionsreiche Kaufhaus Alsterhaus sowie der nicht minder berühmte Alsterpavillon. Privater Motorschiffs-Verkehr ist auf der Binnenalster mit seltenen Ausnahmen nicht zugelassen. Im Südwesten, am Jungfernstieg, befindet sich aber die Hauptanlegestelle für Alsterdampfer, die von hier sowohl die Alster als auch die Hamburger Kanäle befahren.
[[Bild:Binnenalster Panorama.jpg|thumb|center|750px|Binnenalster aus Richtung Lombardsbrücke.
Ganz links das Hapag-Lloyd-Gebäude, rechts das Hotel Vier Jahreszeiten, dazwischen in der linken Bildhälfte die Türme von St. Petri, St. Katharinen sowie des Rathauses.]]
An der nordwestlichen Seite wird sie von den Alsterarkaden begrenzt, am gegenüberliegenden Ufer führt vom Reesendamm eine breite Treppe herunter zu einer Uferpromenade mit Anlegemöglichkeit für Boote. An den kurzen Enden wird die Kleine Alster durch die Reesendammbrücke zur Binnenalster und durch die Schleusenbrücke zum Alsterfleet hin eingefasst; unter der Schleusenbrücke befindet sich die Rathausschleuse. An der Schleusenbrücke steht das 1932 errichtete Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs mit einem Relief von Ernst Barlach.
Die Kleine Alster bildet zusammen mit dem Rathausmarkt und dem Rathaus ein städtebauliches Ensemble, das sich an den Markusplatz in Venedig anlehnt und allgemein als besonders gelungen angesehen wird. Es wurde nach dem Großen Brand von 1842 von dem Architekten Alexis de Chateauneuf gestaltet, der auch persönlich die Alsterarkaden und die damalige Schleusenbrücke entwarf.
Wegen der niedrigen Höhe der Brücken kann die Kleine Alster nicht von großen Schiffen befahren werden. Sie wird aber von Alsterdampfern auf dem Weg zur Elbe durchquert.
Das Alsterfleet beginnt an der Schleusenbrücke und mündet am Baumwall in die Elbe. An der Schleusenbrücke liegt die Rathausschleuse.
Die Schaartorschleuse liegt nahe der Mündung in die Elbe (am Baumwall). Sie wurde zum Schutz der Hamburger Innenstadt nach der Sturmflut 1962 angelegt. Um die Alster auch bei Elbehochwasser entwässern zu können, sind hier mehrere Pumpen eingebaut.
Man kann auf der Außen- und Binnenalster mit Alsterdampfern, Ruder- und Segelbooten fahren. Zwischen Poppenbüttel und der Außenalster gibt es einige Bootsverleihe für Kanus und Kajaks. Im Winter friert der Alstersee etwa alle 10 Jahre so stark zu, dass er gefahrlos betreten werden kann. Traditionell wird dann auf der Außenalster das Alstereisvergnügen gefeiert, mit vielen Buden und reichlich Glühwein.