Almería ist eine
spanische Hafenstadt in der
autonomen Region Andalusien im Süden
Spaniens. Die Stadt liegt auf dem
Schwemmgebiet des gleichnamigen Flusses in einer weiten
Mittelmeerbucht (
Golf von Almería). Das Stadtbild ist
nordafrikanisch geprägt: enge Gassen, alte, weiße Häuser, Gärten und
Palmenalleen.
Der Name der Stadt leitet sich ab von Al-Mariyya (arabisch für Spiegel des Meeres).
Allgemein
Almería liegt in Spanien, an der andalusischen Mittelmeerküste. Die einzeln Stadtviertel unterscheiden sich stark. Im Westen leben Zigeuner, insbesondere im Viertel La Chanca (Die Chance), in vom Staat extra errichteten Sozialwohnungen, teilweise in Höhlen in den Berghängen. Der Rest der Stadt ist relativ ruhig, abgesehen von Kleinkriminalität. Die Universität der Stadt ist 1993 gegründet worden mit einem komplett neu errichteten Campus außerhalb der Stadt. Durch die 15.000 Studenten ist die Stadt auch stark studentisch geprägt, die vor allem in den Viertel im Osten und im Zentrum der Stadt wohnen. Die Stadt, die am letzten
Zipfel Spaniens liegt, ist lange Zeit wirtschaftlich rückständig gewesen. Derzeit boomt diese Stadt aber auf Grund von verbesserten Verkehrsanbindungen, Subventionen, der Touristenorte
Roquetas de Mar,
Aguadulce,
Vera oder
Cabo de Gata, sowie der landwirtschaftlichen Produktion. Ein weitere Grund für diesen Boom sind die kürzlich ausgetragenen Mittelmeerspiele 2005 in der Stadt, die dieser Stadt ein neues und modernes Bild gaben.
Geschichte
Almería wurde im Jahr
955 von
Abd ar-Rahman III. als ein Haupthafen seines großen Reiches gegründet. Im Jahr
1489 eroberten die
Katholischen Könige (
Los Reyes Católicos)
Ferdinand und
Isabel im Zuge der Rückeroberung Spaniens (
Reconquista) die Stadt.
Das 16. Jahrhundert war für Almería ein Jahrhundert der Naturkatastrophen; es erlitt mindestens vier Erdbeben, von denen das im Jahr 1522 besonders viel Verwüstung anrichtete. Außerdem fanden in jenem Jahrhundert regelmäßige Angriffe durch Berber-Piraten statt, die noch bis in das 18. Jahrhundert anhielten. Hauptsächlich wurden dabei Bewohner der Küstengegenden in die Sklaverei nach Nordafrika verschleppt.
(siehe auch: Geschichte der Provinz Almería)
Klima
Almería ist die Stadt mit den meisten Sonnenstunden Spaniens im Jahr, knapp 3.000. Die jährliche
Durchschnittstemperatur liegt bei 18°C - 19°C; im
Winter ist die Wasser
temperatur sogar höher als die
Lufttemperatur. Häufig weht ein starker Wind.
Wirtschaft
Der
Hafen der Stadt Almería ist bedeutend für den
Export der landwirtschaftlichen Produkte aus der
Provinz, sowie der Mineralprodukte aus der
Sierra de Alhamilla. Die
El Ejido ist durch Gewächshäuser aus Plastikplanen geprägt, weshalb die Region auch den unrühmlichen Namen
Plastikküste trägt.
Persönlichkeiten
Kultur
Almería ist kulturell wenig bedeutend, da Großteile der Stadt im 16. Jahrhundert zerstört wurden.
- Die Alcazaba ist eine auf einem Hügel gelegene maurische Festung von der man die ganze Stadt überblicken kann. Sie ist im Laufe der Jahrhunderte von den jeweiligen Herrschern der Stadt immer weiter gebaut worden, so dass auch Teile der Alcazaba durch christliche Architektur geprägt sind.
- Der nahe gelegene Naturpark Cabo de Gato ist eine steinige Halbwüste, die einzige Wüste in Europa, mit spärlicher Vegetation und reizvollen Stränden.
- Die Kathedrale von Almería liegt in der Innenstadt.
- In der Stierkampfarena finden jedes Jahr einmal Stierkämpfe statt.
- 2005 war Almería Austragungsort der Mittelmeerspiele.
- Außerdem findet man in der Stadt zahlreiche aus dem Beginn der Industriezeit stammende Bauwerke, wie z.B. der alte Bahnhof der Stadt.
Siehe auch
Weblinks
Ort in Andalusien
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