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Täschalpe (Wallis) mit Kuh.jpg im Wallis]] Eine Alm (Bairisch/Österreichisch, in der Schweiz, Schwaben, Vorarlberg, Allgäu Alp oder Alpe und im Gebiet des Wechsel Schwaig genannt) ist ein während der Sommermonate beweidetes Berggebiet.

Geschichte und Wortherkunft


Die Einrichtung von Almen ist seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. bekannt.

Die Etymologie des Wortes ist neben der ungeklärten Beziehung zum Gebirge Alpen auch auf Allmende „was allen gemein“ ist zurückzuführen

Almwirtschaft


Man unterscheidet Niederleger (die unteren Almen, Maiensäss) und Oberleger (Hochalm), die später im Jahr und oft nur kurze Zeit beweidet werden, ehe man nach dem Abweiden der Hochalm nochmal einige Wochen die Niederleger beweidet.

Der jährliche Beginn der Almbewirtschaftung ist abhängig von Witterung und Höhenlage, meist um Pfingsten, und wird Almauftrieb genannt, am Ende der Almzeit, meist im September, findet der Almabtrieb oder Viehscheid statt.

Bei Almenwirtschaften können verschiedene Besitzverhältnisse auftreten.

  • Privatalm
  • Genossenschaftsalm
  • Gemeinschaftsalmen (Allmende) mit Eigentums- und Nutzungsrechten z.B. eines gesamten Dorfes oder mehrerer Einzelpersonen. Das Personal wird hier von den einzelnen Eigentümern getrennt gestellt, lediglich Käser und Putzer werden gemeinschaftlich engagiert. Anhand einer Einung werden die Rechte und Pflichten festgelegt.
  • Die Servitutsalm, im Eigentum des Staates oder Herrschers, mit Nutzungsrechten einer umgrenzten Nutzergruppe.

Die Almwirtschaft prägt das Landschaftsbild großer Teile der Hochgebirge in Europa, der Alpen und Pyrenäen: der überwiegende Teil der Nordalpen und westlichen französischen Pyrenäen wäre ohne Almwirtschaft bis auf ca. 1500 Meter durchgehend bewaldet. Während früher für die Schaffung neuer Weidefläche viel und unkontrolliert gerodet wurde, ist die Pflege vorhandener Almflächen wie auch die Rodung von Bergwald in den gesamten Alpen heute streng reglementiert.

Dennoch werden Almen teils sehr kritisch betrachtet. Vor allem in Nationalparks oder Schutzgebieten kommt es zum Konflikt zwischen Naturschutz auf der einen, und Viehwirtschaft auf der anderen Seite. Allerdings gehen mit den auf Grund einer Unwirtschaftlichkeit aufgelassene Almen wertvolle Kulturlandschaften verloren und drohen zu verwildern.

Statistik


1997 bestanden in Österreich mehr als 12.000 bewirtschaftete Almen, auf denen von rund 70.000 Almbauern zirka 500.000 Stück Almvieh gehalten wurden. Auf Almen und Bergmähder entfiel in Österreich 1997 eine Fläche von 851.128 Hektar (rund ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche). Das größte zusammenhängende Almgebiet der österreichischen Alpen ist die Region Teichalm-Sommeralm im Grazer Bergland.

In Bayern bestanden 1.384 bewirtschaftete Alpen und Almen mit einer Lichtweidefläche von 40.329 Hektar, jeweils die Hälfte davon in Oberbayern und im Allgäu. Dazu kommen noch rund 54.000 Hektar Waldweiderechte. Insgesamt wurden die bayrischen Alpen und Almen mit 47.840 Rindern, davon 4445 Kühe, 640 Pferden und 4.470 Ziegen und Schafen bestoßen. *.

Siehe auch


Weblinks


Połoniny | Viehwirtschaft | Alm

 

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