Andros2005-2006.jpg: Fiat Stilo (mit Allradantrieb) bei einem Eisrennen der französischen ''Trophée Andros]] Über eine Allradlenkung verfügen normalerweise nur Spezialfahrzeuge, die alle Räder zur Manövrierfähigkeit auf engstem Raum einsetzen müssen. Während bei den meisten Fahrzeugen einzig die Frontachse lenkbar ist, bei einigen wenigen aber auch mehr als nur eine Achse, erhöht die Allradlenkung bei Spezialfahrzeugen, wie beispielsweise bestimmten Schwertransportern, die Fähigkeit, auch unter schwierigen bzw. stark eingeschränkten räumlichen Verhältnissen zu rangieren.
Eine Allradlenkung bei Pkw ist meist ein System, bei dem eine Lenkbewegung vorne durch die Einwirkung von Sensoren fliehkraftabhängig auch auf die hinteren Räder übertragen wird. An der Hinterachse sind dann vier Querbeschleunigungssensoren angebracht. Diese registrieren die auftretenden Fliehkäfte, die beim Fahren in Kurven grundsätzlich entstehen. Die Sensoren arbeiten mechanisch-elektronisch. Über bewegliche Massen wird eine Kraft erfasst, die in elektrische Impulse umgerechnet wird. Über die Umrechnung werden dann die Hinterräder ebenfalls gelenkt. Je stärker diese Impulse ausfallen, desto größer wird der Lenkeinschlag.
Beispiel: Fährt ein Auto eine Linkskurve, wirken Fliehkräfte (vom Mittelpunkt der Kurve radial weg) nach rechts. Über die Allradlenkung werden die hinteren Räder auch eingelenkt, um diese Fliehkräfte entsprechend zu kompensieren.
Siehe auch: Knicklenkung
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