Der Begriff alles findet sich in der Alltagssprache, wird manchmal jedoch auch in metaphysischen Überlegungen angesprochen. Alles gilt als Gegenbegriff zu Nichts.
In der Alltagssprache wird alles heute in der Regel im Sinne einer größtmöglichen verfügbaren Anzahl verwendet. Das Alles kann so verstanden werden, dass sämtliche Dinge, die gerade von etwas vorhanden sind, bezeichnet werden und findet sich als Wortbestandteil in einigen Komposita (Alleskleber, Allesfresser).
Etymologie
Alles geht auf
all zurück, welches wiederum auf der
indogermanischen Wurzel
al- (wachsen) beruht. Früher existierte
alles auch als adverbialer Akkusativ, in der Bedeutung von
immer, oft jedoch zu einsilbigem
alls gekürzt. Dieses
alls oder
als diente bis in das 17. Jahrhundert hinein auch zur Bildung von Schelten und Flüchen.
Im 19. Jahrhundert dominierte die heutige Bedeutung und Hoffmann von Fallersleben dichtete 1841 Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt.
Philosophie und Religion
In der Philosophie und Logik existiert der Begriff der
Allaussage, der Versuch aufgrund vorhandener Erfahrungen und endlich vieler Beobachtungen durch
Deduktion zu Aussagen zu kommen, die sich nicht nur auf die bekannten, sondern auf
alle Fälle eines bestimmten Gebietes beziehen.
Die Alleinheit (gelesen: All-Einheit) – oder auch Einheit des Alles – bezeichnet einen zentralen Begriff in pantheistischen Religionen, wonach die Einheit der Welt in Gott bestehe und Gott nicht als außerhalb oder über der Welt stehend, sondern als in der Welt sich realisierend gedacht wird.
Alles über Alles
Recht häufig findet man den Ausdruck
Alles über Alles, in der Bedeutung, dass jede mögliche Kombination aller vorhandenen Dinge beschrieben oder bezeichnet werden soll. Es gibt zwar zahlreiche Bücher, die so heißen, aber aus logischen Gründen kann ein echte Enzyklopädie
Alles über Alles nicht existieren, da darin beispielsweise auch stehen müsste, dass Sie das hier gerade gelesen oder ob Sie Ihre Hand jetzt gerade an der
Maus haben.
Weblinks
Abstraktum