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Skizze_Allerkanal.png Der 1863 nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellte Allerkanal ist ein 18 km langer Kanal, der zu Entwässerungszwecken gebaut wurde. Der Kanal zweigt kurz hinter Wolfsburg von der Aller ab und trifft hinter Gifhorn wieder auf den Fluss. Der Kanal leitet das Wasser der Aller schneller ab, als es dem Fluss in seinem stark mäandrierten Verlauf in diesem Abschnitt des Aller-Urstromtals möglich ist.

Verlauf


Allerkanal.jpg]] Der Allerkanal beginnt bei Weyhausen kurz hinter dem Stadtgebiet von Wolfsburg, wo sich die Aller in ihren natürlich Flussverlauf und den Kanal aufzweigt. Der Kanal führt fast schnurgerade durch das Feuchtgebiet Barnbruch bis nach Gifhorn, wobei er die Stadt südlich umgeht. 5 km westlich von Gifhorn bei Brenneckenbrück an der B 188 trifft er wieder auf die Aller. Ungefähr einen Kilometer vorher fällt das Kanalwasser etwa einen Meter tief über ein Wehr. Der Fluss fließt parallel einige Kilometer nördlich des Kanals und bildet in diesem flachen Bereich des Aller-Urstromtals engräumige Flussschleifen, die die Abflussgeschwindigkeit mindern.

Bau


Gedenkstein_Allerkanal.jpg Dem Bau des Allerkanals zwischen 1860-63 ging ein Staatsvertrag zwischen Preußen, Hannover und Braunschweig über die Regulierung der Aller voraus. Zweck war die Regulierung der Frühjahrshochwasser der Aller und um zur Entwässerung der früheren Sumpflandschaft des Barnbruchs beizutragen. Der Kanal ist nur etwa 5 m breit und 1 m tief. Zur Beurteilung der Leistung seiner Erbauer sollte man bedenken, dass damals kaum technische Hilfsmittel zur Verfügung standen und Arbeiter ihn nur mit Schaufeln aushoben.

Am Kanal zwischen Brenneckenbrück und Gifhorn-Winkel wurde ein Gedenkstein errichtet. Er trägt die Aufschrift:

Allerkanal, erbaut 1860-63, Kostenaufwand 45.000 Thaler, den Bauern der Allerdörfer von Wolfsburg bis Diekhorst, die ihn schufen, dem Wasserbauinspektor August Hess in Celle, der ihn baute und den Männern, die ihn betreuten zum Gedenken

Siehe auch


Wolfsburg | Kanal in Deutschland

 

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