| Fluss | |
|---|---|
| Aller Vorsfelde.jpg | |
| Daten | |
| Länge: | 263 km |
| Quelle: | Seehausen in der Magdeburger Börde |
| Mündung: | Bei Verden in die Weser |
| Quellhöhe: | 130 m ü. NN |
| Mündungshöhe: | 10 m ü. Meereshöhe |
| Höhenunterschied: | 120 m |
| Einzugsgebiet: | 15.600 km² |
| Flussverlauf | |
| Bundesländer: | Sachsen-Anhalt, Niedersachsen |
| Großstädte: | Wolfsburg |
| Städte: | Gifhorn, Celle, Oebisfelde |
| Einzugsgebiet | |
| Nebenflüsse: | Leine, Fuhse, Oker |
Die Aller ist ein Fluss in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen in Deutschland von insgesamt 263 km Länge. Sie ist der wasserreichste Zufluss der Weser. Das Gefälle von den Quellen zur Mündung beträgt ca. 120 m (130 m ü. NN Quellen / 10 m ü. NN Mündung). Ihr Einzugsgebiet umfasst rund 15.600 km².
1) Deutung als Verkürzung von *Eleraha, wobei *Eler auf urgermanisch *olisa oder alt-slawisch olsa (poln.: olsza) für "Erle" zurückzuführen wäre und aha (sprich: "Acha") einem in Flussnamen häufigen alten Wort für "Wasser" entspricht (vgl. lateinisch aqua). Der Baumname ist vom Niederdeutschen als Eller übernommen worden, was dem Wort Aller sehr nahe kommt. Aller würde also soviel wie Erlenwasser bedeuten, was sich wahrscheinlich daraus herleitet, dass der Flusslauf großteils mit Erlen bewachsen war, einer Baumart, die bevorzugt auf nassen Standorten wächst.
2) In Hans Krahes System der alteuropäischen Hydronymie stellt der alte Name der Aller als Alara ein Beispiel für eine Reihe von Flussnamen mit der Wurzel al- dar, die über einen großen Teil Europas verbreitet sind und Krahe zufolge alle auf eine indoeuropäische Wurzel *el-/*ol- mit der Bedeutung "fließen" zurückgehen. Urverwandt wären beispielsweise Alster, Iller, Elz oder Ilmenau. Krahes Hypothese wird allerdings in der Sprachwissenschaft kontrovers diskutiert. Modifiziert übernahm Theo Vennemann Krahes Modell in der Theorie der vaskonischen Sprache.
Der heutige Flussverlauf im kilometerbreiten Urstromtal entspricht nicht den zahlreichen Verläufen früherer Jahrtausende und Jahrhunderte. Lange Zeit gab es ein System verflochtener Wasserläufe, die je nach Materialzufuhr ihre Lage und Größe änderten. Heute lassen sich mit geschultem Auge zahlreiche trockenliegende Altarme, Totarme und Restarme in der Flussaue finden. Auch Klima und Erosion veränderten die Landschaft in der Abflussrinne des Urstromtals. So entstanden durch den Wind flussparallele Binnendünen, um die sich der Fluss teilweise in Mäandern herumschlängelte.
Aller_Schleife.jpg der Aller nahe Gifhorn (Dannenbüttel) an der B 188]]
Von rechts münden kleinere Flüsse, die vor allem die Lüneburger Heide entwässern. Zu nennen sind etwa in Gifhorn die Ise, in Celle die Lachte, bei Winsen (Aller) die Örtze, bei Rethem die Böhme Alpe und Wölpe, bei Kirchlinteln-Hohenaverbergen die Lehrde, bei Verden-Eitze der Gohbach und kurz vor der Mündung in die Weser noch die Halse bei Verden-Dauelsen.
Zwischen Wolfsburg und Brenneckenbrück (westlich Gifhorn) verläuft parallel – meist einige Kilometer südlich zur Aller – der 1860–1863 gebaute und etwa 18 km lange Allerkanal. Der schnurgerade Wasserweg zweigt von der Aller ab und fließt später wieder zu ihr zurück, die in ihren natürlichen Flussbett mäandriert. In dem Flussabschnitt bei Wolfsburg streift die Aller das Niederungsgebiet des Drömlings und durchfließt den Barnbruch. Östlich von Gifhorn überquert der Elbe-Seitenkanal Aller und Allerkanal auf Dämmen.
Fluss in Niedersachsen | Fluss in Sachsen-Anhalt | Lüneburger Heide
Aller | Aller (rivière allemande) | アラー川 | Allere | Aller (rivier) | Aller | Aller