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Gruppe 1
Periode
2 3
Li
3 11
Na
4 19
K
5 37
Rb
6 55
Cs
7 87
Fr

Die chemischen Elemente der 1. Hauptgruppe des Periodensystems (Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Cäsium, Francium) werden auch als Alkalimetalle bezeichnet. Die Atome der Alkalimetalle besitzen ein einzelnes Valenzelektron. Obwohl der Wasserstoff auch in der ersten Gruppe des Periodensystems steht und zum Teil ähnliche chemische Eigenschaften wie die Alkalimetalle hat wird er meist nicht zu diesen gezählt da er normalerweise gasförmig ist.

Erklärung des Namens


Der Name der Alkalimetalle leitet sich vom arabischen Wort "al kalja" ab, welches das in der Pflanzenasche enthaltene Kaliumcarbonat bezeichnet ("Pottasche"). Dieses bildet mit Wasser eine Lauge. Sir Humphry Davy stellte im Jahre 1807 erstmals das Element Kalium durch eine Schmelzflusselektrolyse aus Kaliumhydroxid dar. Letzteres gewann er aus Kaliumcarbonat (im Englischen wird das Alkalimetall Kalium daher Potassium genannt).

Eigenschaften


Alkalimetalle.jpg

Alkalimetalle sind metallisch glänzende, silbrig-weiße (Ausnahme: Cäsium hat bei geringster Verunreinigung einen Goldton), weiche Leichtmetalle. Alle sind mit dem Messer schneidbar. Alkalimetalle haben eine geringe Dichte. Sie reagieren mit vielen Stoffen (unter anderem auch mit Luft(-sauerstoff) und Wasser) äußerst heftig. Daher werden sie unter Schutzflüssigkeiten wie Paraffin oder Petroleum aufbewahrt.

Als Elemente der ersten Gruppe des Periodensystems besitzen sie nur ein schwach gebundenes s-Elektron, das von elektronegativeren Elementen, Gruppen und Stoffen leicht eingefangen wird. In Verbindungen kommen sie nur als 1-wertiges Kation vor.

Der Radius der Elementatome sowie der Kationen nimmt mit steigender Massezahl stark zu. Analog dazu verhalten sich viele andere Eigenschaften der Alkalimetalle:

Alkalimetalle und ihre Salze besitzen eine spezifische Flammenfärbung: Lithium(-salz) färbt Flammen rot, Natrium(-salz) färbt Flammen gelborange, Kalium(-salz) färbt Flammen violett, Rubidium(-salz) färbt Flammen rot und Caesium(-salz) färbt Flammen blauviolett. Aufgrund dieser Flammenfärbung werden Alkalimetallverbindungen für Feuerwerke benutzt.

In der Atomphysik werden Alkalimetalle häufig eingesetzt, da sie sich aufgrund ihrer besonders einfachen elektronischen Struktur besonders einfach mit Lasern kühlen lassen.

Allgemeines Reaktionsverhalten


  • Alkalimetalle reagieren mit Wasserstoff unter Bildung salzartiger Hydride:
    2 Me + H2 -> 2 MeH
    Die thermische Beständigkeit der Hydride nimmt vom Lithiumhydrid (LiH) zum Cäsiumhydrid (CsH) ab. Alkalihydride werden gerne als Reduktionsmittel eingesetzt (vor allem in der organischen Chemie).
  • Mit Sauerstoff reagieren Alkalimetalle unter Bildung fester weißer Oxide (Lithiumoxid), Peroxide (Natriumperoxid) und Superoxide (Kaliumsuperoxid, Rubidiumsuperoxid, Cäsiumsuperoxid):
    4 Li + O2 -> 2 Li2O
    2 Na + O2 -> Na2O2
    Me + O2 -> MeO2 (Me = K, Rb, Cs)
  • Reaktion mit Wasser zu Hydroxiden unter Freisetzung von Wasserstoff:
    2 Me + 2 H2O -> 2 MeOH + H2
    Vom Lithium zum Cäsium steigt die Reaktivität stark an (ab Kalium Selbstentzündung).
  • Reaktion mit Halogenen zu den entsprechenden Salzen:
    2 Me + Hal2 -> 2 MeHal
    Die Reaktivität steigt vom Lithium zum Cäsium und sinkt vom Fluor zum Iod. So reagiert Natrium mit Iod kaum und mit Brom sehr langsam, während die Reaktion von Kalium mit Brom und Iod zur explosionsartig erfolgt.
  • Halogenkohlenwasserstoffen können sie unter Bildung von Kohlenstoff das Halogen entziehen:
    CCl4 + 4 Na -> 4 NaCl + C
  • Alkalinitrate zerfallen beim Erhitzen zu Sauerstoff und einem Alkalinitrit:
    2 Me(NO3) -> 2 Me(NO2) + O2

Siehe auch


Weblinks


Stoffgruppe

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