Alias-Effekte *, häufig auch als Aliasing-Effekte bezeichnet, sind durch die Nichtbeachtung des Abtasttheorems auftretende Fehler beim Abtasten von Signalen.
Damit das Ursprungssignal korrekt wiederhergestellt werden kann, dürfen im abgetasteten Signal nur Frequenzanteile vorkommen, die weniger als halb so groß wie die Abtastfrequenz sind. Wird dieses Abtasttheorem verletzt, werden Frequenzanteile, die größer sind als die halbe Abtastfrequenz als niedrigere Frequenzen interpretiert. Die hohen Frequenzen geben sich sozusagen als jemand anderes aus, daher die Bezeichnung Alias. Die halbe Abtastfrequenz wird als Nyquist-Frequenz bezeichnet.
Falls es nicht zu vermeiden ist, dass hohe Frequenzen im Eingangssignal vorhanden sind, wird das Eingangssignal zur Unterdrückung von Alias-Effekten durch einen Tiefpass gefiltert (Anti-Aliasing-Filter), wobei die aktive Filterwirkung dieses Abschneidens der hohen Frequenzen eindeutiger mit Höhensperre, Höhenfilter, High Cut und Treble Cut beschrieben wird.
Da der Alias-Effekt nicht beim Digitalisieren, sondern beim Abtasten auftritt, können die genannten Beispiele sowohl bei analogen Fernsehbildern als auch bei digitalen Fotos beobachtet werden.
Bei Kameras von 3 Megapixeln an werden Alias-Effekte meistens zuverlässig durch geschicktes Auslegen der Optik unterdrückt. Die optische Auflösung bleibt hier absichtlich unter der Pixelauflösung. Die Optik bildet also ein wenig unscharf ab und dient somit als Tiefpassfilter.
In diversen Bildbearbeitungsprogrammen können mit der Anti-Alias-Funktion die Alias-Effekte bereinigt werden.
Um diesen Effekt selbst nachzuvollziehen, die Originalgrafik mit einem Bildbearbeitungsprogramm öffnen. Nun die Grafik auf eine Größe von 30 · 30 Pixel verkleinern (skalieren) und hierbei keine Interpolation vornehmen lassen. Die Skalierung entspricht hierbei einer Abtastung. Dabei keine Interpolation anzuwenden, entspricht einem Verzicht auf einen Antialias-Filter. Anschließend die Grafik wieder auf ihre ursprüngliche Größe vergrößern. Wird hierbei eine Interpolation angewendet, entspricht diese einem Rekonstruktionsfilter (im Beispielbild hier wurde die kubische Interpolation von Gimp benutzt). Dieses Rekonstruktionsfilter kann jedoch die einmal eingeführten Alias-Produkte nicht wieder entfernen.
Beobachtet man die Beschleunigung eines Wagens im Film, dreht sich das Rad zunächst in die richtige Richtung. Von einer bestimmten Geschwindigkeit an dreht sich das Rad rückwärts und wird immer langsamer. Dann scheint es stehenzubleiben um sich gleich danach mit unnatürlich langsamer Geschwindigkeit wieder in die richtige Richtung zu bewegen. Das Vor- und Rückwärtslaufen wiederholt sich bei weiterer Beschleunigung.
Signaltheoretisch betrachtet stellt jedes Einzelbild einen Abtastvorgang dar. Die Abtastfrequenz entspricht der Bildwiederholfrequenz (typ. 24 Bilder pro Sekunde). Die Signalfrequenz entspricht der Frequenz, mit der die Speichen einen gewissen Winkel durchlaufen.
Bildfehler | Computergrafik | Digitale Signalverarbeitung | Fernsehtechnik
Aliasing | Aliasing | Aliasing | Crénelage | Aliasing | Aliasing | Aliasing (przetwarzanie sygnałów) | 混疊
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Alias-Effekt".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world