| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Alfter.jpg | Lage der Gemeinde Alfter in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Landschaftsverband: | Rheinland |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Rhein-Sieg-Kreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 76 m ü. NN |
| Fläche: | 34,73 km² |
| Einwohner: | 22.379 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 636 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 53347 |
| Vorwahlen: | 02222 und 0228 |
| Kfz-Kennzeichen: | SU |
| Gemeindekennzahl: | 05 3 82 004 |
| Gemeindegliederung: | 11 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Am Rathaus 7 53347 Alfter |
| Website: | www.alfter.de |
| E-Mail-Adresse: | rathaus@alfter.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Dr. Bärbel Steinkemper (CDU) |
(jeweils zum 31. Dezember)
Die Ortschaft Alfter wird erstmals 1067 urkundlich erwähnt. Bis 1969 ist sie eine selbständige Gemeinde mit den Ortsteilen Birrekoven und Olsdorf. Zu Alfter gehörte auch der untergegangene Ort Pelz, der nur noch im Straßennamen „Pelzstraße“ fortbesteht. Seit 1969 ist Alfter Ortsteil der Gemeinde Alfter.
Die Ortschaft Birrekoven ist ein Ortsteil südwestlich von Alfter, zwischen Alfter und Gielsdorf gelegen. Die Grenze zwischen Alfter und Birrekoven ist mittlerweile fließend, die Grenze zwischen Gielsdorf und Birrekoven bildet der Mirbach und einige Felder. Birrekoven hat eine eigene kleine Kapelle.
Zu Olsdorf gehört der oberhalb auf der Olsdorfer Heide gelegene Johannishof. Der Johannishof war ein großer Bauernhof, der von Halfen bewirtschaftet wurde. Dieser ist heute Sitz der Alanus-Hochschule. Olsdorf wurde in früherer zeit auch Alsdorf geschrieben.
Alfter Pfarrkirche St. Jakobus.jpg
Der am Vorgebirgshang gelegene Ort war ursprünglich geprägt von der Landwirtschaft, bis Anfang des 20. Jahrhunderts auch vom Weinbau. In der Ebene an der Grenze zu Bonn findet man noch heute Gemüsebaubetriebe. Der in der Vergangenheit für das Vorgebirge charakteristische Obstbau ist nahezu ganz untergegangen. Insbesondere die ehemaligen Weinberghanglagen Gielsdorfs werden derzeit intensiv bebaut.
Im Ortskern finden sich neben der Jakobuskirche einige schöne Fachwerkhöfe. Hierzu zählt unter anderem der ehemalige Hof des Kurfürsten, auf dem dessen Statthalter lebte. Unterhalb der Kirche liegt der Zehnthof als ursprüngliche Besitzung des Cassiusstifts in Bonn. Dieser ist seit Jahrhunderten im Adelsbesitz unter anderem der Familien von Groote, von Siersdorf und von Geyr.
Gielsdorf hat einen Musikverein, einen Junggesellen-Männerreih und eine Löschgruppe der Feuerwehr.
Im ausgehenden 18. Jahrhundert, während der französischen Besatzungszeit der linken Rheinseite unter Napoléon, löste die Mairie Oedekoven für das Gebiet der heutigen Gemeinde Alfter und angrenzende Stadtteile Bonns, die Verwaltungsstrukturen des Kurfürstentums Köln ab. Zur Mairie gehörten die Orte Oedekoven, Gielsdorf, Alfter, Impekoven und Witterschlick in der heutigen Gemeinde Alfter und die Orte Buschdorf, Lessenich, Meßdorf und Duisdorf in der heutigen Stadt Bonn.
Nach dem Abzug der Franzosen wurde das Gebiet als preußische Bürgermeisterei Oedekoven verwaltet. Diese umfasste neben dem Gebiet der heutigen Gemeinde Alfter einen Teil der westlichen Stadtteile Bonns. Als Verwaltungseinheit war sie Nachfolger der Mairie Oedekoven und Vorgänger des Amtes Duisdorf. Sie erhielt den Namen Oedekoven von der Ortschaft Oedekoven als Sitz des Bürgermeisteramtes, welches sich in der unteren Staffelsgasse befand und in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde. Sie umfasste das Gebiet wie unter Mairie Oedekoven beschrieben.
Über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist Oedekoven durch den seit 1986 jährlich stattfindenden Abenteuerspielplatz der Katholischen Landjugendbewegung. An dieser Feriennaherholungsmaßnahme, die von der Gemeinde Alfter und dem Rhein-Sieg-Kreis mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, nehmen in den ersten zwei NRW-Sommerferienwochen täglich bis zu 300 Kinder teil.
Impekoven ist ein kleiner Ort mit ca. 500 – 1.000 Bewohnern. Impekoven hat einen Kindergarten und eine eher altertümliche evangelische Kirche. In den letzten sechs Jahren ist Impekoven durch zahlreiche Neubaugebiete gewachsen.
Der Ortsteil Witterschlick liegt im südlichen Teil der Gemeinde. Mit ca. 6.000 Einwohnern ist Witterschlick der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde. Verkehrstechnische Anbindungen bestehen an die Voreifelbahn und die Buslinien 634 und 800. Witterschlick wurde bereits in der Vergangenheit nach der Entdeckung der Tonvorkommen in der Umgebung industrialisiert. Noch heute wird Witterschlick von einem großen Industriebetrieb, der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG, einem Hersteller von keramischen Belagsmaterialien (insbesondere Fliesen), dominiert.
Der Name Witterschlick stammt wohl von der Bezeichnung „witer Schlick“ (weißer Schlick) für die dort vorkommenden Tonarten.
Das kulturelle Leben in Witterschlick stellt sich in den vielen Ortsvereinen dar. Es finden sich in Witterschlick mehrere Karnevalsvereine wie z.B. das DK Tonmöhnen und die KG Alpenrosen, für musikbegeisterte gibt es das Tambourcorps Edelweiss Witterschlick und den Männergesangsverein „Rheingold“. Für die sportlichen Zeitgenossen gibt es Fussball, Tennis, Tischtennis und vieles mehr.
Witterschlick ist durch seinen doch noch ländlichen Charakter auf der einen und seine günstige Stadtnähe auf der anderen Seite ein angenehmer Wohnort.
Der südlichste Teil der Gemeinde Alfter ist Volmershoven-Heidgen. Dieser Ort wird verwaltungstechnisch zum Ortsteil Witterschlick gezählt. Volmershoven-Heidgen ist aber immer ein Ortsbereich gewesen, der ein eigenes Vereins- und Kulturleben hat. In Volmershoven-Heidgen gibt es eine eigene katholische Kirche, zwei Kindergärten (Gemeindekindergarten und ein privater Waldorfkindergarten) eine Sporthalle und einen Fußballplatz. Bis in die 90er Jahre des 20sten Jahrhunderts hatte Volmershoven auch eine eigene Schule. Das Schulgebäude wird seit der Schließung des Schulbetriebs als Wohnheim für Asylbewerber benutzt. Das Vereinsleben besteht aus einem Sportverein (SC Volmershoven-Heidgen), einem Männergesangsverein, einem Junggesellenverein, einem Kirchenchor, einer katholischen Jugendgruppe, einem Sing- und Spielkreis für Kinder und dem Karnevalsverein „Herzblättchen“, der zur Karnevalszeit eigene Sitzungen veranstaltet. Volmershoven-Heidgen veranstaltet einen eigenen Karnevalszug und stellt ein eigenes Prinzenpaar. Außerdem wird hier eine eigene Kirmes, ein Maifest mit Aufstellen des Maibaumes durch den Junggesellenverein und alle zwei Jahre ein Dorffest veranstaltet.
Volmershoven ist ein fränkischer Ortsname (ca. 8. – 11. Jahrhundert). Im Bonner Raum lassen sich etwa 60 Siedlungsnamen auf –hoven bzw. -koven nachweisen. Volmershoven steht für Volkmareshoven, d.h. „Hof des Folk- oder Volkmar“.
Heidgen liegt oberhalb von Volmershoven am Rande des Kottenforst. Oberhalb der Dörfer lagen einst die Allmenden (Teil der Gemeindeflur), die mit dem Wort Heide, wegen des weniger fruchtbaren Bodens, bezeichnet wurden. Hier haben sich im Laufe der Zeit neue Siedlungskerne herausgebildet und so wurde aus der Heide oberhalb Volmershoven die Ortsbezeichnung Heidgen oder auch Heidchen.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Alfter stammt aus dem Jahr 1067.
Die Gemeinde entstand 1969 im Zuge der kommunalen Gebietsreform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Alfter, Gielsdorf, Oedekoven, Impekoven und Witterschlick. Vorher gehörten diese Orte zu dem größeren Amt Duisdorf. Der Vorgänger des Amtes Duisdorf war die Bürgermeisterei Oedekoven. Zu dieser gehörten außer den Ortschaften der heutigen Gemeinde Alfter noch die Bonner Ortsteile Duisdorf, Buschdorf, Lessenich und Meßdorf. Vorgänger der Bürgermeisterei war die „Mairie“ Oedekoven in französischer Zeit, die zum Kanton Bonn im Rhein-Mosel-Département gehörte. Unmittelbar an der nördlichen Grenze von Alfter verlief damals die Grenze zum Rur-Departément. Bevor in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts die Franzosen das Rheinland besetzten, gehörte das heutige Gebiet der Gemeinde Alfter zum Kurfürstentum Köln. Der Ort Alfter lag in der Herrlichkeit Alfter, Gielsdorf im Dingstuhl Gielsdorf und Oedekoven gehörte zum Dingstuhl Duisdorf. Witterschlick gehörte zum Dingstuhl Godesberg.
Bis in das 19. Jahrhundert war die Bevölkerung fast ausschließlich römisch-katholisch. Lediglich im Ort Alfter gab es eine kleine jüdische Gemeinde. Ursprünglich gab es nur die katholischen Pfarreien Alfter und Witterschlick. Im 20. Jahrhundert wurden auch Gielsdorf 1920 und Oedekoven selbständige Pfarreien. Gielsdorf und Oedekoven hatten zuvor der Pfarrei Lessenich zugehört.
In Alfter-Witterschlick befindet sich die Hauptverwaltung der börsennotierten Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG, dem größten deutschen Hersteller von Fliesen.