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Wappen Karte
Wappen Alfter.jpg Lage der Gemeinde Alfter in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Landschaftsverband: Rheinland
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Geografische Lage:
Höhe: 76 m ü. NN
Fläche: 34,73 km²
Einwohner: 22.379 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte: 636 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53347
Vorwahlen: 02222 und 0228
Kfz-Kennzeichen: SU
Gemeindekennzahl: 05 3 82 004
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 7
53347 Alfter
Website: www.alfter.de
E-Mail-Adresse: rathaus@alfter.de
Politik
Bürgermeister: Dr. Bärbel Steinkemper (CDU)
Alfter ist eine Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Geografie


Geografische Lage

Die Gemeinde Alfter liegt in der Nähe der Bundesstadt Bonn am südlichen Rand des Vorgebirges. Sie grenzt im Norden an die Stadt Bornheim, im Osten an die Stadt Bonn, im Süden an die Städte Meckenheim (Rheinland) und Rheinbach und im Westen an die Gemeinde Swisttal. Alfter umfasst eine Fläche von etwa 35 km², davon 18 km² landwirtschaftliche Nutzfläche und 8 km² Wald.

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den heutigen Ortsteilen Alfter mit Birrekoven und Olsdorf, Gielsdorf, Oedekoven, Impekoven mit Ramelshoven und Nettekoven sowie Witterschlick mit Volmershoven und Heidgen.

Alfter

Die Ortschaft Alfter wird erstmals 1067 urkundlich erwähnt. Bis 1969 ist sie eine selbständige Gemeinde mit den Ortsteilen Birrekoven und Olsdorf. Zu Alfter gehörte auch der untergegangene Ort Pelz, der nur noch im Straßennamen „Pelzstraße“ fortbesteht. Seit 1969 ist Alfter Ortsteil der Gemeinde Alfter.

Birrekoven

Die Ortschaft Birrekoven ist ein Ortsteil südwestlich von Alfter, zwischen Alfter und Gielsdorf gelegen. Die Grenze zwischen Alfter und Birrekoven ist mittlerweile fließend, die Grenze zwischen Gielsdorf und Birrekoven bildet der Mirbach und einige Felder. Birrekoven hat eine eigene kleine Kapelle.

Olsdorf

Zu Olsdorf gehört der oberhalb auf der Olsdorfer Heide gelegene Johannishof. Der Johannishof war ein großer Bauernhof, der von Halfen bewirtschaftet wurde. Dieser ist heute Sitz der Alanus-Hochschule. Olsdorf wurde in früherer zeit auch Alsdorf geschrieben.

Gielsdorf

Alfter Pfarrkirche St. Jakobus.jpg

Der am Vorgebirgshang gelegene Ort war ursprünglich geprägt von der Landwirtschaft, bis Anfang des 20. Jahrhunderts auch vom Weinbau. In der Ebene an der Grenze zu Bonn findet man noch heute Gemüsebaubetriebe. Der in der Vergangenheit für das Vorgebirge charakteristische Obstbau ist nahezu ganz untergegangen. Insbesondere die ehemaligen Weinberghanglagen Gielsdorfs werden derzeit intensiv bebaut.

Im Ortskern finden sich neben der Jakobuskirche einige schöne Fachwerkhöfe. Hierzu zählt unter anderem der ehemalige Hof des Kurfürsten, auf dem dessen Statthalter lebte. Unterhalb der Kirche liegt der Zehnthof als ursprüngliche Besitzung des Cassiusstifts in Bonn. Dieser ist seit Jahrhunderten im Adelsbesitz unter anderem der Familien von Groote, von Siersdorf und von Geyr.

Gielsdorf hat einen Musikverein, einen Junggesellen-Männerreih und eine Löschgruppe der Feuerwehr.

Oedekoven

Alfter Fachwerkhaus.jpg Alfter GinggasseStaffelsgasse.jpg | Alfter Rathaus.jpg Die bis 1969 selbständige Gemeinde Oedekoven ist heute der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Alfter. Der ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Ort mit heute rund 5.500 Einwohnern ist in erster Linie Wohnort in unmittelbarer Nähe zur Stadt Bonn. Neben der regen Bautätigkeit im Wohnsektor entwickeln sich in Oedekoven in den letzten Jahren auch Handel und Industrie. Im Ort befinden sich das Altenheim und die Hauptschule Alfter. Von den drei „Mittelgemeinden“ Gielsdorf, Impekoven und Oedekoven hat sich Oedekoven hinsichtlich der Bevölkerungszahl am schnellsten entwickelt. Dennoch findet man im alten Ortskern, der im wesentlichen die Straßen Staffelsgasse und Ginggasse betrifft, noch viele sehenswerte alte Fachwerkhäuser. Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Oedekovener Heide auf der Hochebene der Ville ist heute Zentrum für den Pferdesport.

Im ausgehenden 18. Jahrhundert, während der französischen Besatzungszeit der linken Rheinseite unter Napoléon, löste die Mairie Oedekoven für das Gebiet der heutigen Gemeinde Alfter und angrenzende Stadtteile Bonns, die Verwaltungsstrukturen des Kurfürstentums Köln ab. Zur Mairie gehörten die Orte Oedekoven, Gielsdorf, Alfter, Impekoven und Witterschlick in der heutigen Gemeinde Alfter und die Orte Buschdorf, Lessenich, Meßdorf und Duisdorf in der heutigen Stadt Bonn.

Nach dem Abzug der Franzosen wurde das Gebiet als preußische Bürgermeisterei Oedekoven verwaltet. Diese umfasste neben dem Gebiet der heutigen Gemeinde Alfter einen Teil der westlichen Stadtteile Bonns. Als Verwaltungseinheit war sie Nachfolger der Mairie Oedekoven und Vorgänger des Amtes Duisdorf. Sie erhielt den Namen Oedekoven von der Ortschaft Oedekoven als Sitz des Bürgermeisteramtes, welches sich in der unteren Staffelsgasse befand und in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde. Sie umfasste das Gebiet wie unter Mairie Oedekoven beschrieben.

Über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist Oedekoven durch den seit 1986 jährlich stattfindenden Abenteuerspielplatz der Katholischen Landjugendbewegung. An dieser Feriennaherholungsmaßnahme, die von der Gemeinde Alfter und dem Rhein-Sieg-Kreis mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, nehmen in den ersten zwei NRW-Sommerferienwochen täglich bis zu 300 Kinder teil.

Impekoven

Impekoven ist ein kleiner Ort mit ca. 500 – 1.000 Bewohnern. Impekoven hat einen Kindergarten und eine eher altertümliche evangelische Kirche. In den letzten sechs Jahren ist Impekoven durch zahlreiche Neubaugebiete gewachsen.

Witterschlick

Der Ortsteil Witterschlick liegt im südlichen Teil der Gemeinde. Mit ca. 6.000 Einwohnern ist Witterschlick der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde. Verkehrstechnische Anbindungen bestehen an die Voreifelbahn und die Buslinien 634 und 800. Witterschlick wurde bereits in der Vergangenheit nach der Entdeckung der Tonvorkommen in der Umgebung industrialisiert. Noch heute wird Witterschlick von einem großen Industriebetrieb, der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG, einem Hersteller von keramischen Belagsmaterialien (insbesondere Fliesen), dominiert.

Der Name Witterschlick stammt wohl von der Bezeichnung „witer Schlick“ (weißer Schlick) für die dort vorkommenden Tonarten.

Das kulturelle Leben in Witterschlick stellt sich in den vielen Ortsvereinen dar. Es finden sich in Witterschlick mehrere Karnevalsvereine wie z.B. das DK Tonmöhnen und die KG Alpenrosen, für musikbegeisterte gibt es das Tambourcorps Edelweiss Witterschlick und den Männergesangsverein „Rheingold“. Für die sportlichen Zeitgenossen gibt es Fussball, Tennis, Tischtennis und vieles mehr.

Witterschlick ist durch seinen doch noch ländlichen Charakter auf der einen und seine günstige Stadtnähe auf der anderen Seite ein angenehmer Wohnort.

Volmershoven-Heidgen

Der südlichste Teil der Gemeinde Alfter ist Volmershoven-Heidgen. Dieser Ort wird verwaltungstechnisch zum Ortsteil Witterschlick gezählt. Volmershoven-Heidgen ist aber immer ein Ortsbereich gewesen, der ein eigenes Vereins- und Kulturleben hat. In Volmershoven-Heidgen gibt es eine eigene katholische Kirche, zwei Kindergärten (Gemeindekindergarten und ein privater Waldorfkindergarten) eine Sporthalle und einen Fußballplatz. Bis in die 90er Jahre des 20sten Jahrhunderts hatte Volmershoven auch eine eigene Schule. Das Schulgebäude wird seit der Schließung des Schulbetriebs als Wohnheim für Asylbewerber benutzt. Das Vereinsleben besteht aus einem Sportverein (SC Volmershoven-Heidgen), einem Männergesangsverein, einem Junggesellenverein, einem Kirchenchor, einer katholischen Jugendgruppe, einem Sing- und Spielkreis für Kinder und dem Karnevalsverein „Herzblättchen“, der zur Karnevalszeit eigene Sitzungen veranstaltet. Volmershoven-Heidgen veranstaltet einen eigenen Karnevalszug und stellt ein eigenes Prinzenpaar. Außerdem wird hier eine eigene Kirmes, ein Maifest mit Aufstellen des Maibaumes durch den Junggesellenverein und alle zwei Jahre ein Dorffest veranstaltet.

Volmershoven ist ein fränkischer Ortsname (ca. 8. – 11. Jahrhundert). Im Bonner Raum lassen sich etwa 60 Siedlungsnamen auf –hoven bzw. -koven nachweisen. Volmershoven steht für Volkmareshoven, d.h. „Hof des Folk- oder Volkmar“.

Heidgen liegt oberhalb von Volmershoven am Rande des Kottenforst. Oberhalb der Dörfer lagen einst die Allmenden (Teil der Gemeindeflur), die mit dem Wort Heide, wegen des weniger fruchtbaren Bodens, bezeichnet wurden. Hier haben sich im Laufe der Zeit neue Siedlungskerne herausgebildet und so wurde aus der Heide oberhalb Volmershoven die Ortsbezeichnung Heidgen oder auch Heidchen.

Geschichte


Funde belegen, dass die Gegend um Alfter seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Ebenso war das Gebiet in fränkischer und römischer Zeit besiedelt. Seit der Römerzeit waren die Orte des Vorgebirgshanges ein wichtiges Weinanbaugebiet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde vornehmlich Spätburgunder angebaut.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Alfter stammt aus dem Jahr 1067.

Die Gemeinde entstand 1969 im Zuge der kommunalen Gebietsreform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Alfter, Gielsdorf, Oedekoven, Impekoven und Witterschlick. Vorher gehörten diese Orte zu dem größeren Amt Duisdorf. Der Vorgänger des Amtes Duisdorf war die Bürgermeisterei Oedekoven. Zu dieser gehörten außer den Ortschaften der heutigen Gemeinde Alfter noch die Bonner Ortsteile Duisdorf, Buschdorf, Lessenich und Meßdorf. Vorgänger der Bürgermeisterei war die „Mairie“ Oedekoven in französischer Zeit, die zum Kanton Bonn im Rhein-Mosel-Département gehörte. Unmittelbar an der nördlichen Grenze von Alfter verlief damals die Grenze zum Rur-Departément. Bevor in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts die Franzosen das Rheinland besetzten, gehörte das heutige Gebiet der Gemeinde Alfter zum Kurfürstentum Köln. Der Ort Alfter lag in der Herrlichkeit Alfter, Gielsdorf im Dingstuhl Gielsdorf und Oedekoven gehörte zum Dingstuhl Duisdorf. Witterschlick gehörte zum Dingstuhl Godesberg.

Bis in das 19. Jahrhundert war die Bevölkerung fast ausschließlich römisch-katholisch. Lediglich im Ort Alfter gab es eine kleine jüdische Gemeinde. Ursprünglich gab es nur die katholischen Pfarreien Alfter und Witterschlick. Im 20. Jahrhundert wurden auch Gielsdorf 1920 und Oedekoven selbständige Pfarreien. Gielsdorf und Oedekoven hatten zuvor der Pfarrei Lessenich zugehört.

Politik


Gemeinderat

Die 38 Sitze des Gemeinderat verteilen sich wie folgt: (Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)

Bürgermeisterin

  • Dr. Bärbel Steinkemper (CDU)

Städtepartnerschaften

Partnerstädte sind Chateauneuf sur Charente aus Frankreich, und die brandenburgische Stadt Beelitz bei Potsdam.

Wirtschaft und Infrastruktur


In Alfter-Witterschlick befindet sich die Hauptverwaltung der börsennotierten Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG, dem größten deutschen Hersteller von Fliesen.

Bildung

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

  • Gerhard Schneider, † 2. Februar 1979, seit 1969 erster Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Alfter, bis 1969 stellv. Amtsbrandmeister des Amtes Duisdorf.
  • Rudolf Thaut, * 7. März 1915 in Kiel, † 15. Januar 1982 in Alfter, baptistischer Theologe, Rektor des Theologischen Seminars Hamburg, Präsident der Europäisch-Baptistischen Föderation und Vizepräsident des Baptistischen Weltbundes
  • Johann Cassius Gimnich, * 17. März 1925 in Alfter, † 28. Oktober 1998 in Alfter. Bürgermeister der selbständigen Gemeinde Alfter von 1960-1969. Darüber hinaus aktiv als Vorsitzender des Ortsausschusses, des Heimatvereins, der Jagdgenossenschaft, des Männergesangvereins Concordia sowie des Alfterer Karnevalskomitees.
  • Heinrich Arenz,

Sport


Fußball

Einer der Fußballvereine der Gemeinde, der „VFL Alfter“ spielt in der Landesliga 1. Das Team von Trainer Dieter Neuhaus ist 2002/2003 von der Bezirksliga aufgestiegen und spielt nun im zweiten Jahre in der Landesliga. Die Enttäuschung der letzten Saison, in dem mit dem dritten Platz der mögliche Durchmarsch von der Bezirks- in die Verbandsliga erst auf der Zielgeraden verpasst wurde, ist längst überwunden. Der Sportplatz der Ortschaft Alfter, das sogenannte „Waldstadion“, befindet sich wie die Alanus Hochschule und das Restaurant „Heimatblick“ auf dem Vorgebirgsberg am Strangheidgesweg. Weitere Fußballmannschaften gibt es in Oedekoven (Blau-Weiß Oedekoven), Impekoven (Germania Impekoven), Witterschlick (TB Witterschlick) sowie in Volmershoven-Heidgen (SC Volmershoven-Heidgen 1921). Die 1. Mannschaft von Blau-Weiß Oedekoven spielt in der Kreisliga A, die restlichen hier angeführten Mannschaften spielen in der Kreisliga B. Die Gielsdorfer „Wasserturmelf“ errang als Freizeitmannschaft über Jahrzehnte zahlreiche Siege bei Freizeitmannschaftsturnieren in der Region.

Sonstiges

Der Sportverein Alfterer Sport-Club (ASC) ist gut organisiert und verfügt über Vollyball-, Leichtaltletik-, Turnern und Tennisabteilungen. Zudem gibt es auch den Judoclub (JC) Alfter.

Weblinks


Ort in Nordrhein-Westfalen | Rhein-Sieg-Kreis

 

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