Alfons I. der Eroberer (Afonso I. Henriques) (* 25. Juli 1109 in Guimarães; † 6. Dezember 1185 in Coimbra) war der erste König von Portugal.
Alfons I. ging nicht nur als erster König des Landes, sondern auch als "der Eroberer" in die portugiesische Geschichte ein, da es ihm gelang, die Gebiete südlich von Leiria von den Mauren zu erobern und sie dem Königreich Portugal hinzu zu fügen.
D. Alfons I. wurde als Sohn des Heinrich von Burgund (D. Henrique de Borgonha), des ersten Grafen von Portugal und Begründers der Dynastie der Burgunder-Herrscher und seiner Frau, Theresia von Kastilien (D. Teresa de Castilla), der Tochter König Alfons VI. von Kastilien, geboren. Schon früh wurde er der Obhut des portugiesischen Barons D.Egas Moniz de Ribadouro übergeben, der ihn wie seinen eigenen Sohn erzog, ihn ausbildete und später einer seiner wichtigsten persönlichen Berater und sein treuester Verbündeter werden sollte. Als sein Vater 1114 starb war Alfons I. noch minderjährig, so dass zunächst seine Mutter die Regentschaft übernahm. Diese regierte unklug, trieb das Land in einen Konflikt mit Kastilien, von dem Portugal zu diesem Zeitpunkt noch lehnsabhängig war, und versuchte schließlich, Alfons zugunsten ihres Liebhabers aus der Thronfolge zu verdrängen. Alfons empörte sich deshalb gegen seine Mutter, konnte diese 1128 in der Schlacht von São Mamede schlagen, und übernahm danach selbst die Regierung.
Bei seinem Regierungsantritt war sein Herrschaftsbereich auf die nördlichen Gebiete des heutigen Landes beschränkt, während der Süden noch von moslemischen Mauren gehalten wurde. Wie schon seine Mutter versuchte Alfons, allerdings mit mehr Erfolg, Portugal aus der Lehnsabhängigkeit von Kastilien zu befreien, das mit seiner eigenen Reconquista ebenfalls im Krieg mit den Mauren stand. 1135 verweigerte Alfons dem kastilischen König Alfons VII.(Alfonso VI. de León y Castilla) den Lehnseid.
1139 gelang ihm mit der Schlacht von Ourique (südwestlich von Beja) ein wichtiger Sieg gegen die Mauren, und er ernannte sich nun zum König von Portugal. Das Jahr 1139 gilt somit als Datum für die Gründung des Nationalstaates Portugal. 1143 musste Kastilien im Vertrag von Zamora die portugiesische Unabhängigkeit anerkennen. Hauptstadt Portugals wird nun Guimarães. 1147 erobert Alfons auch Lissabon und Santarém von den Mauren. 1162 gründet er den Ritterorden von Avis.
1179 wurde die Unabhängigkeit Portugals auch von Papst Alexander III. mit der Bulle Manifestis Probatum anerkannt.
Zudem war er Vater dieser unehelichen Kinder:
Aus seiner Beziehung zu D. Flâmula (oder Châmoa) Gomez de Trava (vor der Heirat mit D. Mafalda):
Aus seiner Beziehung zu Elvira Gálter:
Aus seiner Beziehung zu einer unbekannten Dame:
König (Portugal) | Haus Burgund (Portugal) | Mann | Geboren 1109 | Gestorben 1185
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