Das Kürzel GTA wurde von Alfa Romeo im Laufe der Geschichte mehrfach verwendet. Für Freunde der Marke gibt es aber nur einen klassischen GTA: den Alfa Romeo Giulia Sprint GTA, der von 1965 bis 1973 mit einer Stückzahl von 1003 für sportliche Einsätze gebaut worden ist. In der unverbastelten Version muss man schon genau hinschauen, um die Unterschiede zum Serienfahrzeug - Giulia Sprint GT - zu entdecken.
Das Kürzel GTA steht für Gran Turismo Alleggerita. Das heißt konsequenter Leichtbau mit dem Ziel, Erfolge im Tourenwagensport einzufahren. Durch die Verwendung von Aluminiumlegierungen und eine spartanische Inneneinrichtung konnten gegenüber der Serie rund 200 kg auf 745 kg Leergewicht eingespart werden.
Der 4-Zylinder Motor mit einem Hubraum von 1570 ccm leistete 115 PS bei 6000 U/min. Damit ging der Spaß aber erst los. Im Renntrimm waren zwischen 160 und 170 PS möglich, mehr gab der Motor als Sauger nicht her. Es gab allerdings auch einige wenige aufgeladene Fahrzeuge unter der Bezeichnung GTA/SA mit bis zu 220 PS, die allerdings mit dem im Rennsport für Turbofahrzeuge üblichen Hubraummalus belegt wurden (Faktor 1,4), so dass in der Zwei-Liter-Klasse gestartet werden musste. Dort erwiesen sie sich als chancenlos und wurden deshalb ausnahmslos zu "normalen" GTA rückgerüstet. Zwei Doppelvergaser, zwei obenliegende Nockenwellen und eine Doppelzündung mit zwei Kerzen je Zylinder gehörten zu den technischen Leckerbissen eines jeden GTA.
Hergestellt wurde das Fahrzeug bei der für Motorsport zuständigen Abteilung Autodelta. Falls man finanziell dazu in der Lage war, konnte der Kunde dort auch gerne seine Extrawünsche erfüllen lassen.
1968 wurde das Programm um den GTA Junior mit 1300 ccm Motor (96 PS) und etwas günstigerem Preis erweitert.
Der Alfa Romeo GTA war im Motorsport über rund ein Jahrzehnt überaus erfolgreich. Sieben EM-Titel, über zwei Dutzend nationale Championate und unzählige weitere Titel gehörten zur Erfolgsgeschichte dieses außergewönhlichen Fahrzeugs. Zu seinen Piloten gehörten u.a. Andrea de Adamich und Jochen Rindt. Für die Marke war der Alfa GTA ein ganz wichtiger Imageträger, dessen Wirkung auch heute noch anhält.
Im Jahr 2002 ließ Alfa Romeo die Tradition mit dem Alfa 156 GTA wieder aufleben, dem im Jahr 2003 der Alfa 147 GTA folgte.
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