Alfa166.JPG Der Alfa Romeo 166 ist eine Limousine der italienischen Automarke Alfa Romeo.
Er wird seit 1998 als Nachfolger des Alfa Romeo 164 gebaut. Sein Design wirkt im Gegensatz zu dem seines Vorgängers modern. Da er trotz vier Türen relativ niedrig ist, wirkt er fast wie ein Coupé.
Optisch gibt es 2 Generationen, von Ende 1998 bis Ende 2003 und von Ende 2003 bis heute. Technisch muß man genaugenommen 3 Generationen betrachten. Dort waren es die Modelle Ende 1998 bis Ende 2000, Ende 2000 bis Ende 2003 und Ende 2003 bis heute.
Die wichtigsten Unterschiede:
Optisch: 1.Generation: So wie auf dem nebenstehenden Bild zu sehen. Sehr markant waren die winzigen Scheinwerfer (Halogenlicht oder wahlweise Xenonlicht) mit dem zum damaligen Zeitpunkt noch recht seltenem, innenliegendem Abblendlicht und aussen angeordneten Fernlichtscheinwerfern und darin integriertes Standlicht. Für gewöhnlich wurde es noch umgedreht gemacht. "Nachgeahmt" wurde es später von Nissan mit dem Modell "Primera", welchen man heute in der Nacht an diesem Merkmal schon von weitem gut erkennen kann. Sehr ungwöhnlich war ausserdem die extrem flach angesetzte "Nase" des Fahrzeuges. Beim Blick auf die Konkurrenz aus Deutschland sieht man, daß dort eher eine hohe und bulligere Front verwendet wird, die meist deutlich aggressiver gestaltet ist (Stichwort "Überholprestige").
2.Generation: Geändert wurde nur die Front, es gab deutlich größere Scheinwerfer (jetzt mit Bi-Xenonlicht), ein in der Größe verdoppeltes "Scudetto" (Alfadreieck) und ein nach links versetztes vorderes Kennzeichen, wie es bei andere Alfamodellen zu finden ist. Zugleich wurde die Front recht agressiv gestaltet, vom einstigen freundlichen Blick ist nichts mehr übrig. Die Reaktionen darauf waren recht geteilt, die einen trauerten der alten Front hinterher, da sie einzigartig war, die anderen begrüssten die neue Front, da sie einfach moderner aussieht, einfach "mehr her" macht und besser zum allgemeinen Mainstream passt.
Einig ist man sich hingegen beim Innenraum: Die Formen haben sich nicht geändert, nur die Oberflächenmaterialien. Diese wirken nun deutlich hochwertiger, verströhmen regelrchten Oberklasseflair.
Allgemein kann man sagen, daß die Verarbeitung des Alfa Romeo 166 (alle Modelljahre) für italienische Verhältnisse schon fast als sensationell gelten kann. Es klappert nur sehr wenig, alle Teile sind stabil und gut eingepasst und halten auch im Alltag den Belastungen problemlos stand.
Technisch:
1.Generation: 2,0 Twin Spark; 4 Zylinder; 16 Ventile; 155 PS EURO2 2,5 V6 24 V; 6 Zylinder; 24 Ventile; 192 PS EURO2 3,0 V6 24 V; 6 Zylinder; 24 Ventile; 226 PS EURO2 2,4 JTD; 5 Zylinder; Diesel; 136 PS
Sonderfall: 2,0 V6 TB; 6 Zylinder, Turboaufladung; 205 PS für den italienischen Markt in Deutschland sehr wenig verbreitet
2.Generation: 2,0 Twin Spark; 4 Zylinder; 16 Ventile; 150 PS EURO3 2,5 V6 24 V; 6 Zylinder; 24 Ventile; 190 PS EURO3 3,0 V6 24 V; 6 Zylinder; 24 Ventile; 220 PS EURO3 2,4 JTD; 5 Zylinder; Diesel; 140/150 PS (je nach Modelljahr) neues, leistungsfähigeres Navigationssystem (sog. "G3")
Die überarbeiteten Motoren wurden nötig, da der Gesetzgeber neue Abgasvorschriften beschloß, die die anderen Triebwerke so nicht erfüllen konnten. Die Benzinmotoren wurden gleichzeitig auf den sog. OBD2, bzw. E-OBD-Standart ausgelegt.
In beiden Generationen gab es die 2,5 und 3,0 als Schaltgetriebe (6-Gänge) oder als Automatik (Sportronic) mit einem 4-Gang Getriebe von ZF Friedrichshafen AG. Besonderheit: es bietet die Möglichkeit manuell zu schalten. Das Getriebe kam schon bei Modelleinführung nicht an die Qualitäten der 5-Stufen-Automaten von BMW oder Mercedes-Benz heran, was zusätzlich für noch seltenere Verbreitung gesorgt hat.
3. Generation (Facelift): 2,0 Spark]; 4 Zylinder, 16 Ventile; 150 PS 2,5 V6 24 V; 6 Zylinder; 24 Ventile; 190 PS 3,0 V6 24 V; 6 Zylinder; 24 Ventile; 220 PS neu: 3,2 V6 24 V; 6 Zylinder; 24 Ventile; 240 PS neu: 2,4 20V JTD; 5 Zylinder; Diesel; 175 PS
Diese Generation ist die technisch beste von allen, aber es beginnt auch das Aussterben der einzelnen Motorvarianten. Den 3,0 gibt es nur noch mit der Uralt-Automatik, den 3,2 (bekannt aus dem 156 GTA, hier jedoch 10 PS weniger) nur mit 6-Gang-Schaltgetriebe. Ebenfalls neu ist der 175 PS starke Diesel, den es mit Schaltgetriebe (6-Gänge) oder mit einem neuen 5-Gang-Automatikgetriebe gibt, welches aber ebenfalls nicht überzeugen konnte. Der Motor hingegen gilt als Meisterstück der Ingenieurskunst. Im laufe der Jahre wurde ein Motor nach dem anderen aus dem Programm genommen. Heute (Juli 2006) gibt es nur noch den starken Diesel und den 3,2-Benziner, was dem Abverkauf wieder nicht sonderlich entgegen kommen dürfte.
Besitzer eines Alfa 166 (wie auch der Autor dieser Zeilen) berichten von einem sehr zuverlässigem und robustem Fahrzeug, welches von der Öffentlichkeit praktisch komplett ignoriert wird. Darin liegt auch der Grund, weshalb diese Fahrzeuge sich als Gebrauchtwagen bei den Händlern sprichtwörtlich die Reifen platt stehen, obwohl sie extremst günstig angeboten werden. Die Generation vor dem Facelift entwickelt sich langsam aber sicher zum geliebten Kultfahrzeug unter den Alfafahren.
Der Alfa Romeo 166 erwies sich zumindest in Deutschland nicht als kommerzieller Erfolg. Nur etwa 500 Stück werden jährlich neu zugelassen. Gründe dafür gibt es verschiedene: Fehlendes Marketing seitens Alfa-Romeo, praktisch keine technischen Innovationen (ausser eben den JTD-Motor), die für diese Fahrzeugklasse schlechten oder fehlenden Automatikgetriebe, das Alfa-Image (bezüglich Qualität und Prestige), etc......
Angeblich soll es aber trotzdem einen Nachfolger geben, der für 2007/2008 terminiert ist. Genauere Daten sind aber noch nicht bekannt.
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