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Alexis Sorbas ist die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Nikos Kazantzakis, der 1964 eine vielgerühmte Verfilmung erhielt.

Handlung


Es geht um eine Kohlemine auf Kreta, um Liebeskummer, Selbstmord und Lynchjustiz. Aber eigentlich geht es um die griechische Seele und darum, wie man das Leben trotz aller Katastrophen Sirtaki tanzen kann, barfuß und am Strand. Sorbas Lebensmotto „Das Leben lieben und den Tod nicht fürchten“ durchzieht den Roman als Leitmotiv. Es gelingt dem Lebenskünstler Sorbas, dem verkopften, von Zweifeln und Ängsten und der Suche nach philosophischen Erklärungen geplagten Widerpart, die Freiheit der Seele zu offenbaren um diese Freiheit zu leben. Aus dem Spannungsfeld zwischen analytischem und der Sachlichkeit verpflichteten Weltbild auf der einen und dem Instinktiven und Intuitiven auf der anderen Seite schöpft das Werk seine Grundhaltung: Was zählen Moral, Anstand und Ethik, wenn die Authentizität des Einzelnen dabei verloren geht?

Anmerkungen


Kazantzakis Roman zählt zu den großen Werken der Weltliteratur und ist vielfach preisgekrönt. Kazantzakis schrieb den in Teilen autobiographischen Roman Mitte der vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in einem kleinen Dorf auf dem Peloponnes. 1946 erschien die Erstausgabe in Griechenland, 1952 folgte die deutsche Übersetzung von Alexander Steinmetz unter dem Titel Alexis Sorbas. Abenteuer auf Kreta. 1954 wurde das Werk auf der Internationalen Buchausstellung in Frankreich erstmals prämiert und gelangte danach zu Weltruhm. Allein in Deutschland sind bis 2004 mehr als 60 verschiedene Auflagen der Steinmetz-Übertragung erschienen, davon 702.000 Buchexemplare beim Rowohlt-Verlag.

Film


Die Verfilmung des Romans unter der Regie von Michael Cacoyannis folgte 1964. Der in der Hauptrolle als Sorbas agierende Anthony Quinn konnte mit diesem Film seine Weltkarriere fortsetzen. Weitere Hauptrollen spielten Alan Bates und Irene Papas. Lebhaft in Erinnerung geblieben ist auch die Filmmusik von Mikis Theodorakis.

Der Film wurde für insgesamt sieben Oscars nominiert und erhielt drei davon, allerdings nur in eher zweitrangigen Kategorien: Für die beste Nebendarstellerin (Lila Kedrova), Kamera (Walter Lassally) und Ausstattung (Vassilis Photopoulos). Anthony Quinn ging leer aus.

Alexis Sorbas zählt zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Am 26. März 1965 kam der Film in die deutschen Kinos und brach zahlreiche Kassenrekorde.

Kritiken

  • Heyne-Filmlexikon: Kongeniale Verfilmung des Romans von Kazantzakis. Die brillanten Schauspieler, die archaische Kulisse, die geradlinigie Regie und die Musik ergänzen sich ideal.

  • Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997: "Mit ausgezeichneten Darstellern in kraftvollem Stil inszenierte Verfilmung eines Kazantzakis-Romans, die freilich die Vorlage nicht voll ausschöpft. Auf die Faszination des Hauptdarstellers hin inszeniert, entzieht sich der Film jeder Verbindlichkeit und stellt eine exotisch-fesselnde Welt aus."

Literatur

  • Nikos Kazantzakis: Alexis Sorbas. Roman (OT: Bios kai politeia tu Alex¯e Zormpa). Aus dem Griechischen von Alexander Steinmetz, überarbeitet von Isidora Rosenthal-Kamarinea. Mit einem Nachwort von Evi Petropoulou, zwei Handschriften-Faksimiles und einer Zeittafel. Artemis und Winkler, Düsseldorf und Zürich 2002, ISBN 3-538-06945-X

Weblinks

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