Das deutsche Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht entstand ungefähr im Jahre 1140 und steht für den Beginn der frühhöfischen Epik im deutschen Sprachraum. Als Vorlage diente Lamprecht der provenzalische Roman d’Alexandre von Alberich von Besançon (ein so genannter roman d’antiquité), von dem nur noch Fragmente erhalten sind. Über die wohl fürstlichen Auftraggeber Lamprechts ist nichts bekannt.
Das Alexanderlied über das Leben Alexanders des Großen ist die erste Rezeption eines antiken Stoffes in deutscher Sprache. Es sind verschiedene Fassungen bekannt:
Die Taten Alexanders des Großen waren in den folgenden Jahrhunderten ein sehr beliebter Epenstoff an den mittelalterlichen Fürstenhöfen. Der Grund dafür lag in der großen Vielfalt der Interpretationsmöglichkeiten. Dem Stoff konnte sowohl eine heilsgeschichtliche wie eine herrschaftsideelle Dimension zugesprochen werden.
Literarisches Werk | Mittelalter (Literatur) | Literatur (12. Jh.) | Literatur (Mittelhochdeutsch) | Roman, Epik
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