Aldous Huxley (* 26. Juli 1894 in Godalming, Surrey (England); † 22. November 1963 in Los Angeles, USA) war ein britischer Schriftsteller, der in die USA auswanderte. Er war Teil der berühmten Familie Huxley, die mehrere hervorragende Wissenschaftler hervorbrachte. Obgleich er vor allem für seine Romane und zahlreichen Essays berühmt wurde, veröffentlichte er auch Kurzgeschichten, Gedichte, Reiseberichte sowie Drehbücher. In seinen Romanen untersuchte und kritisierte Huxley gesellschaftliche Sitten, Ideale und Normen und den möglichen Missbrauch wissenschaftlicher Errungenschaften durch den Menschen. Die Werke seiner früheren Schaffensphase können als eher humanistisch motiviert gelten, während Huxley sich später vor allem für spirituelle Themen wie Parapsychologie und mystische Philosophie interessierte. In gewissen Kreisen betrachtete man Huxley gegen Ende seines Lebens als eine 'Leitfigur modernen Denkens'.
Aldous Huxley schrieb seinen ersten (unveröffentlichten) Roman im Alter von 17 Jahren. Er studierte Literatur am Balliol College, Oxford. Als er Anfang 20 war, machte er die Schriftstellerei zu seinem Beruf. Seine Romane erzählen von einer Entmenschlichung der Gesellschaft durch wissenschaftlichen Fortschritt (z. B. die Dystopie Brave New World, deutsch: Schöne neue Welt), gleichzeitig schrieb er auch über pazifistische Themen (z. B. Geblendet in Gaza). Huxley wurde stark von Frederick Matthias Alexander beeinflusst, den er sogar als Romanfigur in Geblendet in Gaza aufnahm.
Während des Krieges verbrachte er die meiste Zeit in „Garsington Manor“, dem Wohnsitz von Lady Ottoline Morell. In seinem späteren Roman Crome Yellow (1921) karikierte er den Lebensstil von Garsington, was seine Freundschaft mit den Morrels aber nicht beeinträchtigte. Er heiratete Maria Nys, die er in Garsington kennengelernt hatte.
1937 zog Huxley nach Kalifornien. Hier setzt seine zweite Schaffensphase ein, die geprägt war von einer neuen Hinwendung zum Menschen. Der dezidierte Kritiker und scharfzüngige Realist lernte 1938 Jiddu Krishnamurti kennen. Er wandte sich den großen Weisheitslehren der Welt zu und entdeckte in ihnen ein Band, welches sich am ehesten mit dem Begriff Mystik definieren lässt. Beredtes Zeugnis dieser Erkenntnis liefert „The Perennial Philosophy“. Der Roman „After Many a Summer“ ist bereits Ausdruck dieser neuen Zuwendung, die am deutlichsten in „Time must have a stop“ zu Tage tritt. 1953 ließ er sich auf ein von Humphry Osmond betreutes Experiment ein, welches die Wirkung von Meskalin auf die menschliche Psyche zum Inhalt hatte. In der folgenden Korrespondenz mit dem Autor prägten beide das Wort „psychedelic“ für die Wirkung dieser Substanz. Die Essays „The Doors of Perception“ und „Heaven and Hell“ beschreiben diese Wirkung und das Experiment, welchem er sich bis zu seinem Tod noch etwa zehn mal unterzog. Zeichen dieser, nicht nur sein Schreiben betreffenden, Veränderung ist auch sein letzter Roman „Island“ in welchem er eine positive Utopie seiner Dystopie „Brave New World“ entgegensetzte.
Am 22. November 1963 stirbt Aldous Huxley an Kehlkopfkrebs. Vor dem Tod lässt er sich von seiner Frau Laura intramuskulär LSD verabreichen.
Autor | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Englisch) | Satire | SF-Literatur | Mann | Brite | Geboren 1894 | Gestorben 1963
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