Albuquerque * ist die größte Stadt im US-Bundesstaat New Mexico. Sie hatte im Jahr 2004 484.246 Einwohner und liegt zwischen dem Rio Grande und den Sandia Mountains. In der Metropolenregion leben 712.738 Menschen; sie umfasst auch die Stadt Rio Rancho, eine der am schnellsten wachsenden Städte des Landes. Albuquerque beheimatet sowohl die Universität von New Mexiko und die Kirtland Air Force Base, als auch die Sandia National Laboratories und das Petroglyph National Monument.
Albuquerque wurde bereits zwischen 1100 und 1300 von den Anasazi, einem nordamerikanischen Indianerstamm, besiedelt. 1540 durchquerte der spanische Conquistador Francisco Vásquez de Coronado die Gegend auf der Suche nach den sagenhaften sieben goldenen Städten von Cibola. Einige Kilometer nördlich des heutigen Albuquerque überwinterte er mit seinen Männern bei Puebloindianern. 1706 gründeten spanische Siedler dann die heutige Old Town von Albuquerque. 1880 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahn.
In der Old Town befinden sich heute noch historische Gebäude. Viele Neubauten lehnen sich an den traditionellen Adobe-Baustil an. Ein großer Teil der in Albuquerque lebenden Menschen hat lateinamerikanisch-spanische Wurzeln (Hispanics). Albuquerque liegt an der legendären Route 66. Albuquerque ist Sitz mehrerer Firmen aus dem Bereich Computer und Hochtechnologie, aber auch bedeutender Museen zur indianischen Kunst und Geschichte. Alljährlich im Oktober findet das berühmte internationale Ballon-Festival (Balloon Fiesta) statt.
Albuquerque beheimatet das Kimo Theater Carl Boller & Robert Boller, 1927, eines der letzten und am besten erhaltenen Pueblo-Deco- Theater in den USA. Moderne Gebäude werden immer noch gelegentlich in diesem Stil gebaut. Sie kombinieren die Farben von südwestlichen Erdtönen, den Adobe-Baustil (runde Ecken und Kanten) und dekorative Motive von Indianerkulturen, die man in der American-Art-Deco-Architektur findet. Beispiele von Gebäude im Pueblo-Deco-Stil findet man in Marcus Whiffens Buch, "Pueblo deco: The art deco architecture of the Southwest" (ISBN 0826306764).
Die Stadt beheimatete 29 Jahre lang das Chamber Orchestra of Albuquerque, bis dieses in Konkurs ging.
Das New Mexico Symphony Orchestra spielt und probt in Albuquerque.
Albuquerque liegt im Zentrum des New Mexico Technology Corridor, einer Gruppe von privaten High-Tech-Firmen und Regierungsinstitutionen entlang des Rio Grande. Es gibt zahlreiche größere Institutionen, z.B. die Sandia National Laboratories, Kirtland Air Force Base; diese locken weitere Firmen an, die hochqualifizierte Mitarbeiter in diese sonst eher isolierte Region bringen. Unter anderem unterhält Intel eine große Halbleiterfabrik im benachbarten Rio Rancho, New Mexico.
Albuquerque war der ursprüngliche Sitz von Microsoft, gegründet im Jahre 1975 von Bill Gates und Paul Allen.
Steve Baer, innovativ im Bereich Solarenergie und Architekturstil, siedelte seine Firma Zomeworks Ende der 60er Jahre in Albuquerque an.
Das Los Alamos National Laboratory, die Sandia und das Lawrence Livermore National Laboratory arbeiten in einem Unternehmen zusammen, das mit dem Manhattan Project begann.
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