Albrecht Milnik (* 10. November 1931 in Hermsdorf bei Görlitz; jetzt Jerzmanki als Teil der Gmina Zgorzelec) ist ein deutscher Forstwissenschaftler. Er ist vor allem mit forstlichen Biografien hervorgetreten und gilt als einer der führenden Forsthistoriker Deutschlands.
Danach war Milnik bis 1964 in der Forsteinrichtung und der forstbetrieblichen Praxis tätig. Zwischenzeitlich war die missliebig gewordene Forstwirtschaftliche Fakultät in Eberswalde 1963 auf Anordnung der SED-Machthaber als Lehranstalt geschlossen und in das Institut für Forstwissenschaften umgewandelt worden. 1964 erhielt Milnik dort eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter, die er bis 1991 inne hatte. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehörten in dieser Zeit Fragen der Forsteinrichtung, Prognostik und der internationalen Zusammenarbeit. 1971 promovierte Milnik an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin mit einer „Untersuchungen über Güteklassen und Produktionsziele der Kiefernbestände im Tiefland der DDR“ zum Dr. rer. silv.. Aus ehrenamtlicher Tätigkeit heraus entwickelte sich zudem eine intensive Beschäftigung mit jagdlichen Themen, was sich zwischen 1969 und 1995 in zahlreichen Veröffentlichungen, speziell über das Rotwild, niederschlug.
Seit 1988 hat Milnik seinen Arbeitsschwerpunkt jedoch auf forsthistorische Arbeiten gelegt. Der Forstmeister begründete die „Eberswalder forsthistorische Schriftenreihen“, deren erstes Heft 1993 erschien. Milnik war auch federführend an der Aufarbeitung der Forstgeschichte der DDR beteiligt. Als Projektleiter war er wesentlich verantwortlich für das 1998 von der Projektgruppe „Forstgeschichte Eberswalde“ vorgelegte umfangreiche Werk In Verantwortung für den Wald. Die Geschichte der Forstwirtschaft in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR.
Im Jahr 2000 habilitierte sich Albrecht Milnik im Fach Forstgeschichte an der Technischen Universität Dresden mit einer Biografie Bernhard Danckelmanns. Nach der bereits 1997 erstmals veröffentlichten Studie über Hugo Conwentz, einen der Begründer des Naturschutzes, folgten Biografien Alfred Möllers (2001), des Vaters des Dauerwaldgedankens, August von Burgsdorfs (2002) sowie eine Lebensbeschreibung seines langjährigen wissenschaftlichen Weggefährten Egon Wagenknecht (2005). Mit diesen Standardwerken zu forstlich bedeutsamen Persönlichkeiten machte sich Milnik einen Namen als einer der führenden Forsthistoriker Deutschlands.
Milnik, der auch zahlreiche Ausstellungen gestaltet hat, lebt und arbeitet in Eberswalde. Im Jahr 2004 übernahm er die 34. Baumpatenschaft des Landesverbands Brandenburg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Der Patenbaum des Kiefern-Experten ist eine zum Zeitpunkt der Patenschaftsübernahme etwa 160 Jahre alte Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) in der Schorfheide (Oberförsterei Pechteich, Revier Eichenheide, Abteilung 136).
Für Schlagzeilen sorgte im Oktober 2003 sein Sohn Thomas Milnik, als er beim Aufstieg zur Zugspitze von schlechtem Wetter überrascht wurde und ganz allein auf 2650 Metern Höhe bei minus 15 Grad in einer Felsnische ausharrte. Erst nach fünf Tagen, während der er sich von zwei Müsliriegeln und Schnee ernährt hatte, wurde er gefunden.
Mann | Deutscher | Forstwissenschaftler | Historiker | Biograph | Jagd | Autor | Literatur (Deutsch) | Literatur (20. Jh.) | Literatur (21. Jh.) | Sachliteratur | Geboren 1931
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