Albrecht_Erste_Habsburg.jpg Albrecht I. (* Juli 1255 in Rheinfelden, † 1. Mai 1308 (ermordet) in Königsfelden bei Brugg (Schweiz)) aus dem Haus Habsburg, war ab 1282 Herzog von Österreich und der Steiermark sowie ab 1298 römisch-deutscher König.
Eine politische Einigung Mitteleuropas unter der Führung der Habsburger schien zum Greifen nahe, zumal es Albrecht gelang, nach dem Tod des kinderlosen Königs von Böhmen Wenzel III. (4. August 1306) seinen Sohn Rudolf als König von Böhmen zu installieren. Daraufhin rebellierten die böhmischen Stände und beschlossen den König abzusetzen. Albrecht zwang sie jedoch sehr schnell zur Anerkennung.
Im Zusammenhang mit einem umstrittenen heimgefallenen Lehen in Thüringen und Meißen verlor er jedoch 1307 die Schlacht bei Lucka gegen die Söhne Albrechts des Entarteten von Wettin. Als König Albrecht I. mit einem bedeutenden Heer in das Osterland einfiel, brachten ihm Diezmann und Friedrich I. (Meißen), die an der Spitze von bewaffneten Bürgern und Bauern sowie Braunschweigischen Reiterhaufen standen, am 31. Mai 1307 eine vollständige Niederlage bei.
Im Streit um Zollstationen deutscher Fürsten musste Albrecht bald darauf hart durchgreifen, bis die Erzbischöfe und der Pfalzgraf bei Rhein kapitulierten. Einer Zerschlagung des Kurkollegiums stand jedoch Papst Bonifatius VIII. im Wege. Eine päpstliche Anerkennung erlangte er erst 1303 gegen weitreichende Zugeständnisse, welche die Macht des Königs, vor allem in Italien, empfindlich einschränkten und als Untertaneneid gegenüber dem Papsttum verstanden werden können. Rudolf von Böhmen starb schon ein Jahr später, wahrscheinlich an der Ruhr, und Albrecht selbst wurde 1308 ermordet. Die Mörder waren sein Neffe Johann von Schwaben, der wegen seiner „vatermörderischen“ (eigentlich onkelmörderischen) Tat den Beinamen Parricida erhielt, die Freiherren Rudolf von Wart, Rudolf von Balm, Walter von Eschenbach und der Ritter Konrad von Tegernfeld. Dieser Johann war der Sohn von Albrechts unglücklichem Bruder Rudolf, nach chronikalen Berichten war die nicht geleistete Entschädigungszahlung an Johann das Hauptmotiv. Albrecht liegt in der Krypta des Speyerer Domes begraben.
Nachfolger als Herzog wurde sein Sohn Friedrich der Schöne, der aber nicht die Nachfolge Albrechts als König antrat. Die Königswürde ging mit Heinrich VII. an das Haus Luxemburg, wo sie - unterbrochen von den Regierungen Ludwigs des Bayern und Ruprechts von der Pfalz - bis 1437 verblieb.
Mann | Habsburger | Geboren 1255 | Gestorben 1308 | König (HRR)
Albert I of Germany | Alberto I de Habsburgo | Albrecht I (Saksa kuningas) | Albert Ier du Saint-Empire | Alberto I di Asburgo | アルブレヒト1世 (神聖ローマ皇帝) | Albrecht I van het Heilige Roomse Rijk | Albrecht I av Tyskland | Albrecht I Habsburg | Альбрехт I | 阿尔布雷希特一世 (德意志)
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"Albrecht I. (HRR)".
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