Albisrieden ist ein Quartier der Stadt Zürich. Die ehemals selbständige Gemeinde Albisrieden wurde 1934 eingemeindet und bildet heute zusammen mit Altstetten den Kreis 9.
Albisrieden liegt am Fuss des Uetliberg und hat über 17'000 Einwohner. Damit wäre die frühere Gemeinde heute auch ohne Anschluss an die Stadt Zürich zur Stadt geworden.
Trotz der Eingemeindung hat das Quartier den ursprünglichen Charakter in der früheren Ortsmitte gut bewahren können. Besonders in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts ist Albisrieden durch eine enorme Bautätigkeit stark gewachsen, aber auch in neuester Zeit nimmt die Bevölkerung stärker als in anderen Quartieren der Stadt Zürich zu, weil alte Industriebauten durch Wohnbauten ersetzt werden.
Zuerich_Albisrieden_alte_Kirche.jpg, 1816 eröffnet]] Kirchlich stand der Ort als einziger auf der linken Seite der Limmat unter der Seelsorge der Leutpriester der Propstei. Albisrieden besass 1270 bereits eine eigene Kapelle. Das Grossmünster wählte und besoldete den Pfarrer, bis 1831 die Kollatur an die Gemeinde überging. Zur selbständigen Pfarrei wurde Albisrieden erst durch den Regierungsratsbeschluss vom 18. Juli 1866 erhoben. Die Pfarrei besass ein ansehnliches Kirchengut, aus dem sie während der Hungerjahre 1771 und 1772 ohne obrigkeitlichen Zuschuss Arme unterstützen konnte. Auch von Kriegszügen blieb Albisrieden nicht verschont. Vom alten Zürichkrieg wurde das Dorf 1443 berührt, zogen doch die Eidgenossen von Hedingen über Albisrieden gegen Zürich. 1799 litt Albisrieden unter der Okkupation durch die Franzosen.
Die rasch fortschreitende Entwicklung der an das alte bäuerliche Albisrieden sich anschliessenden Industriekolonie hat im 20. Jh. Bestrebungen zur Angliederung der Gemeinde an die Stadt Zürich hervorgerufen. Die Eingemeindung fand 1934 statt.
Am Schützenrain in Albisrieden befinden sich zudem zwei jüdische Friedhöfe. Der Friedhof der Gemeinde Agudas Achim ist über den Goldackerweg, die Gräber der Gemeinde Or Chadasch sind über den Schützenrain zu erreichen. Im 1913 eröffneten Friedhof Agudas Achim finden orthodoxe Juden und Gemeindemitglieder von Agudas Achim die letzte Ruhestätte, der 1982 eröffnete Friedhof der Jüdisch Liberalen Gemeinde Or Chadasch bietet deren Mitgliedern im als Waldfriedhof angelegten Areal eine zeitlich unbefristete Grabesruhe.
Die Mitglieder der reformierten Kirchengemeinde Albisrieden konnten sich bis 1839 bei der alten Kirche in Albisrieden begraben lassen. In diesem Jahr wurde dann an der Triemlistrasse, unweit des bis dahin genutzten Areals ein neuer Friedhof eröffnet, welcher dann 1927, also noch vor der Eingemeindung, aufgehoben wurde. Seit 1902 wird der Friedhof Albisrieden an der Untermoosstrasse genutzt, er ist auch nach der Erweiterung 1939 vom Charakter her ein kleiner Gemeindefriedhof geblieben, und wird bis heute genutzt.
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