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Alberto Ascari (* 13. Juli 1918 in Mailand, † 26. Mai 1955 in Monza) war ein italienischer Rennfahrer.

Kindheit und erste Anfänge


Ascari war gerade 7 Jahre alt, als sein Vater Antonio Ascari, ein bekannter Rennfahrer der 1920er-Jahre, bei einem Rennunfall in Montlhéry ums Leben kam. Nichtsdestotrotz beschloss auch Alberto, Rennfahrer zu werden. Ab 1937 sah man ihn auf Bianchi-Motorrädern und 1940 kam er zu seinem ersten Auto-Renneinsatz, als ihm Enzo Ferrari den ersten von ihm gebauten Wagen für die Mille Miglia anbot. Ascari führte kurze Zeit, schied aber aufgrund eines Defektes aus.

Die Nachkriegszeit


Nach der Zwangspause durch den Zweiten Weltkrieg sorgte Ascari 1947 für Aufsehen, als er in einem Rennen in Kairo, bei dem alle Fahrer identische Cisitalia-Wagen hatten, Zweiter wurde. Diese Platzierung sorgte für sein Engagement bei Maserati, wo er seinen väterlichen Freund Luigi Villoresi kennenlernte. Gemeinsam bestritten sie viele Rennen für das italienische Team, scheiterten jedoch oft an der Unzuverlässigkeit des Wagens. Er wurde immerhin Zweiter beim GP von Großbritannien 1948 und Dritter beim Grand Prix von Frankreich 1948.

Die Ferrari-Jahre 1949 bis 1953


Ab der Saison 1949 fuhren Ascari und Villoresi für Ferrari. Da 1949 das dominante Team der Nachkriegszeit, Alfa Romeo, pausierte, war Ascari mit Siegen unter anderem beim GP der Schweiz und beim GP von Italien einer der besten dieses Jahres.

In der Saison 1950, als das erste Mal die Fahrerweltmeisterschaft ausgetragen wurde, konnte Ascari im Ferrari noch nicht mit den wiedererstarkten Alfa Romeos mithalten, er wurde WM-Fünfter. Immerhin hielt er sich mit mehreren Siegen bei nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Rennen schadlos.

1951 konnte Ascari auch seine ersten Siege bei Weltmeisterschaftsrennen feiern, er gewann den GP von Deutschland und den GP von Italien und lieferte sich mit Juan Manuel Fangio einen heißen Kampf um die Weltmeisterschaft, den er durch die falsche Reifenwahl beim Entscheidungsrennen in Barcelona verlor

Ferrari und Ascari dominierten dann aber die Formel-1-Saisonen 1952 und 1953, die nach den bisherigen Regeln der Formel 2 ausgetragen wurde, vollständig. 1952 gewann Ascari jeden WM-Lauf, bei dem er antrat, mit einer Ausnahme: Die 500 Meilen von Indianapolis, die Enzo Ferrari aus PR-Gründen ebenfalls für sich entscheiden wollte, gerieten zum Flop, da Ascaris Wagen nach Speichenbruch ausscheidet - die Amerikaner hingegen fuhren bereits mit modernen Magnesiumrädern. 1953 gewinnt Ascari fünf der neun Rennen und verteidigt seinen Weltmeistertitel.

Ende 1953 kam es zum Bruch mit Enzo Ferrari, der seinen Freund und Teamkollegen Villoresi entlassen wollte. Ascari hielt seinem Freund die Treue und quittierte ebenfalls den Dienst bei der Scuderia.

Die Lancia-Zeit


Ascari und Villoresi unterschrieben bei Lancia, das in der Formel-1-Saison 1954 in der Formel 1 einsteigen wollte. Da der Wagen jedoch erst gegen Saisonende fertig wurde, fuhr Ascari zwischenzeitlich für Maserati, ohne Erfolge zu erzielen. Im Lancia-Sportwagen gewann er jedoch das berühmteste Straßenrennen der Welt, die Mille Miglia. Lancias Debüt beim GP von Spanien war aufsehenerregend: Ascari erreichte die Pole und führte bis zur 17. Runde, ehe er wegen eines Defektes ausschied.

Die Saison 1955 hätte für Lancia den Durchbruch bringen sollen. Er führte beim GP von Argentinien, schied jedoch nach einem Unfall aus. Nach Siegen bei zwei kleineren, nicht zur WM zählenden Rennen kam der Monaco-GP: nachdem die führenden Mercedes ausgefallen waren lag er kurze Zeit an der Spitze, kam aber an einer Schikane ins Schleudern und stürzte ins Hafenbecken, aus dem er von Matrosen des Reeders Onassis herausgefischt werden konnte. Vier Tage später testete er privat einen Ferrari-Sportwagen in Monza. Aus unerklärlichen Gründen kam er von der Strecke ab, überschlug sich und erlitt tödliche Verletzungen. Über die Ursache gibt es die verschiedensten Spekulationen. Neuere Aussagen lassen vermuten, dass er Arbeitern ausweichen musste, die unvorsichtig die Strecke überquerten.

Mit Alberto Ascari verlor der Motorsport einen seiner besten Fahrer und einen der ersten, die sich mit körperlicher Ertüchtigung für die Rennen vorbereiteten. Lancia verlor nach Ascaris Tod das Interesse am Motorsport und verschenkte seine Wagen an Ferrari.

Zahlen, Daten, Fakten - Formel 1


Nationalität Italien
Geburtsort Mailand
Geburtsdatum 13. Juli 1918
gestorben 26. Mai 1955
Aktuelles Team keines
WM-Titel 2
WM-Punkte insgesamt 140,5
Siege insgesamt 13
Podiumsplätze 17
Pole Positions 14
Schnellste Runden 13
Starts 32
Führungsrunden 924
Führungskilometer 5.887
Formel 1-Debüt 21. Mai 1950, GP von Monaco, 2. Platz
aktueller Fahrer Nein

Siehe auch: Formel 1 und Liste der Formel-1-Weltmeister

Formel-1-Rennfahrer (Italien) | GP-Fahrer vor 1950 | Mann | Weltmeister (Formel 1) | Geboren 1918 | Gestorben 1955

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