Luftbild_albaufstieg_200305.jpg | A8 bei Hohenstadt.jpg Als Albaufstieg bezeichnet man den Abschnitt der Bundesautobahn 8 zwischen der Ausfahrt Mühlhausen und der Behelfsausfahrt Hohenstadt, der einen Höhenunterschied von 210 m zwischen dem Oberen Filstal und der Schwäbischen Alb überwindet.
Eine Besonderheit des Albaufstiegs ist der Umstand, dass beide Richtungsfahrbahnen der Autobahn auf eigenen Trassen verlaufen. Dies wurde erforderlich, da es nicht möglich war, eine vierspurige Fahrbahn den Hang entlang zu führen. Alternativ hätte man zwei Trassen übereinander bauen müssen, was jedoch deutlich höhere Kosten und größere landschaftliche Einschnitte bedeutet hätte.
So führt die 6,4 km lange Richtungsfahrbahn nach Ulm über die Todsburgbrücke (371 m), die Malakoffbrücke (150 m) und durch den Lämmerbuckeltunnel (624 m), während die 5,7 km lange Gegenfahrbahn in Richtung Stuttgart am Drackensteiner Hang entlang verläuft und durch den Nasenfelstunnel (60 m) sowie über die Drachenlochbrücke (230 m), die Himmelsleiterbrücke (100 m) und die Fischerhäuslebrücke (250 m) führt.
Die Strecke am Drackensteiner Hang wurde in den Jahren 1936 und 1937 erbaut und ging noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs einspurig mit Gegenverkehr in Betrieb. Obwohl mit dem Bau der heutigen Strecke in Richtung Ulm bereits 1938 begonnen wurde, konnte sie erst 1956 vollständig fertiggestellt werden. Der Lämmerbuckeltunnel wurde von 1942 bis 1945 als Rüstungsfabrik genutzt.
Bundesautobahnabschnitt | Verkehr (Baden-Württemberg) | Schwäbische Alb
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