Alan W. Watts (* 6. Januar 1915 in Chiselhurst, Kent, England; † 16. November 1973 in San Francisco Bay, Kalifornien, USA) war Religionsphilosoph, anglikanischer Priester, Professor und Dekan. Er befasste sich vor allem mit der Philosophie des Zen, des Buddhismus und des Taoismus.
Er schrieb über 25 Bücher und zahllose Artikel über Themen wie persönliche Identität, die wahre Natur der Wirklichkeit, und das menschliche Bewusstsein. Eine instruktive und kritische Lebensbeschreibung, die Alan Watts in seine Zeit einbettet und vor dieser seine Lehre würdigt, verfasste der Philosoph Volker Zotz als Nachwort des Buches von Alan Watts: Zen. Stille des Geistes. Berlin 2001.
Alan Watts war ein populärer philosophischer Autor der Postmoderne. Seine Schriften reflektieren die kulturellen und psychologischen Begrenzungen, die er in Großbritannien erfahren hatte. Trotz der Bildungschancen, die ihm durch die Schulen in seiner Kindheit eröffnet worden waren, empfand er den allgemeinen kulturellen Einfluss, insbesondere im religiösen Bereich, als restriktiv und repressiv. Seiner Meinung nach hatte sich die westlich-christliche Kultur im Laufe der Jahrhunderte auf eine Art und Weise entwickelt, die der menschlichen Natur als solcher skeptisch gegenübersteht, die das Wesen des Menschen unterdrückt, und ihn von einem ganzheitlichen, naturbezogenen Weltbild entfremdet, anstatt ihn zu lehren sein wahres Wesen zu erkennen und im Hier und Jetzt zu leben.
Watts, der sich als Denker und Öffentlichkeitsarbeiter verstand, hatte ein lebenslanges Interesse an Wissensbereichen wie der Parapsychologie, dem Mystizismus, der Thaumaturgie und dem Leben der Heiligen. Er war der Ansicht, der Mensch sei Ausdruck des Göttlichen, und betrachtete das Leben als wunderbare Spielwiese, das, wie er es nannte, auf einem metaphysischen Versteckspiel basiert. Bekannt als Vermittler östlicher Philosophien in der westlichen Öffentlichkeit, wurde ihm manchmal vorgeworfen, er würde die östlichen Lehren, die auch direkt von östlichen Traditionen erlernbar seien, auf eine zu sehr vereinfachte und banale Weise kommunizieren.
Alan Watts: "Die Unfähigkeit, die mystische Erfahrung als solche anzuerkennen, ist mehr als eine intellektuelle Beschränkung. Mangel an Bewusstsein der grundlegenden Einheit von Organismus und Umwelt ist eine ernsthafte und gefährliche Halluzination. Denn in einer Zivilisation, die mit immenser technologischer Macht ausgestattet ist, führt die Entfremdung zwischen Mensch und Natur zur Anwendung von Technologie in einer feindseligen Geisteshaltung - zur "Eroberung" der Natur anstelle einer intelligenten Kooperation mit ihr."
Mann | Brite | Autor | Anglikanischer Theologe (20. Jh.) | Philosoph (20. Jh.) | Geboren 1915 | Gestorben 1973
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