Sir Alan Henderson Gardiner *(* 29. März 1879 in Eltham; † 19. Dezember 1963 in Court Place, Iffley, Oxford) war der bedeutendste Ägyptologe des frühen 20. Jahrhunderts.
Gardiner wurde im britischen Eltham geboren, besuchte in Charterhouse die Schule und ging nach Paris um bei Gaston Maspero zu studieren. Unzufrieden mit dessen Unterricht wechselte er an das Queen’s College in Oxford. Er studierte dort unter anderem Hebräisch und Arabisch. Nach dem Ende seines Studiums in Oxford im Jahr 1901 ging Gardiner für zehn Jahre nach Berlin. Dort arbeitete er unter Professor Erman an der Erstellung einer ägyptischen Grammatik mit. Seine erste größere Veröffentlichung wurde auch seine bedeutendste, die ägyptische Grammatik, die 1927 erschien. Diese Grammatik enthält neben einem englisch-ägyptischem und einem ägyptisch-englischem Wörterbuch auch die berühmte Gardiner-Liste, eine Zusammenstellung der wichtigsten Hieroglyphen.
Alan Gardiner brauchte nie eine Arbeit anzunehmen, da sein Vater Henry John Gardiner ihn finanziell unterstützte. (Was nicht heißt, dass er faul war. Ganz im Gegenteil war er sogar ein Arbeitstier, das pro Jahr nur an die zwei Wochen Urlaub nahm und sieben Tage die Woche arbeitete.) Gardiner heiratete 1901 Hedwig von Rosen. Mit ihr hatte er zwei Söhne und eine Tochter.
Als seine wichtigste Entdeckung betrachtete Gardiner selbst die Entdeckung von Schriftzeichen, die er für die Vorläufer des phönizischen Alphabets hielt.
siehe auch: Liste von Ägyptologen, Gardiner-Liste
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