Alain Robbe-Grillet (* 18. August 1922 in Brest/Finistère) ist ein französischer Agraringenieur, Filmemacher und Schriftsteller.
Er wurde am 25. März 2004 in die Académie Française gewählt und wird mitunter als Papst des Nouveau Roman bezeichnet, ein Begriff, der durch seine Essays Pour un Nouveau Roman geprägt wurde. Der thematische Brennpunkt der meisten seiner postmodernen Romane liegt auf dem Zusammenhang zwischen Gewalt und Erotik, während seine Schreibweise stets nüchtern und metonymisch über Sinneseindrücke gleitet. Durch dieses stetige Ineinanderübergehen winziger Bilder von Lust und Schmerz und weniger in Rückgriff auf kohärente, narrative oder Sinnstrukturen vermag Robbe-Grillet auf eine Art zu erzählen, die nicht nur den westlichen Begriff der Literatur verändert hat, sondern auch der Aufmerksamkeit des heutigen Lesers einige lustige Streiche spielt.
Denn die Funktion der Kunst ist niemals, eine Wahrheit zu illustrieren - oder auch eine Frage -, die man schon kennt, sondern Fragen aufzuwerfen (und vielleicht auch zur rechten Zeit Antworten zu geben), die sich selbst noch nicht kennen. aus: Was Theorien nützen in: Argumente für einen neuen Roman.
Mann | Franzose | Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur | Académie française
Autor | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Französisch) | Roman, Epik | Geboren 1922
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