Fatah logo.gif (d.h. in den Grenzen des ehm. Mandatsgebietes, also das Gebiet des Staates Israel, der West Bank und den Gaza-Streifen)]] Al-Fatah (arab.: الفتح der Sieg) ist eine politische Partei in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Der Name ist ein Akronym von Harakat at-Tahrir al-watani al-filastini (Bewegung zur nationalen Befreiung Palästinas). Die Organisation, die die Zerstörung Israels und die Errichtung eines palästinensischen Staats verfolgte, bediente sich auch terroristischer Mittel, um diese Ziele zu erreichen.
Die Fatah ist die stärkste Fraktion innerhalb der PLO. Im politischen Spektrum nimmt sie den Platz einer eher bürgerlich-konservativen Partei ein, die sich sowohl vom Islamismus der Hamas als auch vom Sozialismus der PFLP abgrenzt. Dennoch ist die Fatah beratendes Mitglied in der Sozialistischen Internationalen.
Einen Wendepunkt in der weiteren Entwicklung stellte die Schlacht von Karame dar. Die israelische Strafexpedition nach Karame (Jordanien) kostete zwar 124 Freischärlern, davon 91 Angehörigen der Fatah, das Leben, aber die Verluste auf israelischer Seite waren ebenfalls hoch. In der arabischen Welt wurde die Schlacht als großer Sieg gefeiert, der die seit der Niederlage im Sechstagekrieg angeschlagene arabische Ehre wieder herstellte. Die Schlacht bestätigte Fatah in ihrem eingeschlagenen Weg und leitete die Machtübernahme des Widerstandes in der PLO ein. Im Juni 1968 wurden die Mandate der PLO neu verteilt, wobei nun die verschiedenen Widerstandsbewegungen die große Mehrheit bildeten. Fatah avancierte zur stärksten Fraktion der PLO, und im Februar 1969 wurde der Fatah-Chef Arafat zum Vorsitzenden der Organisation gewählt. Die PLO war damit von einer unter der Ägide Nassers gegründeten Organisation zu einem Forum des palästinensischen Widerstandes geworden. Dennoch wurde sie, wie auch die Sache der Palästinenser im Allgemeinen, weiter von den arabischen Staaten für ihre Zwecke instrumentalisiert.
In den Jahren 1970 und 1971 kam es in Jordanien zu schweren Zusammenstößen (Schwarzen September) zwischen den Truppen Husseins und des Widerstandes, die schließlich in der vollständigen Vertreibung der Freischärler mündeten. Als neue Basis im Kampf gegen Israel diente nun der Libanon. Als Israel 1982 in den Libanon eindrang, zerstreute sich die Gruppe in verschiedene Staaten: Tunesien, Jemen, Algerien, den Irak und andere.
Mehrere Gruppen blieben u.a. im Libanon und in Palästina aktiv: die Hawari, Tanzim und die al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden.
Die Tanzim-Miliz wurde Mitte der 1990er-Jahre als Miliz der Fatah gegründet. Unter ihrem Führer Marwan al-Barghuti spielte sie eine zentrale Rolle in der im September 2000 begonnenen al-Aqsa-Intifada.
Die al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden sind ein bewaffneter Zweig der Fatah. Sie wurden nach Beginn der al-Aqsa-Intifada gegründet und verübten zahlreiche Selbstmordattentate gegen israelische Zivilisten. Zu ihren Opfern gehören außerdem vermeintliche palästinensische Kollaborateure.
Die al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden sind in Zellen organisiert.
Mit dem Tod von Jassir Arafat haben sich die al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden in Jassir-Arafat-Märtyrer-Brigaden umbenannt.
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