Akzeptanz ist eine Substantivierung des Verbes akzeptieren, welches verstanden wird als annehmen, anerkennen, einwilligen“ beschrieben, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein. 'acceptare' (lateinisch) für empfangen, annehmen, zulassen.
Dementsprechend kann Akzeptanz definiert werden als Bereitschaft, etwas zu akzeptieren (Drosdowski, 1989).
Es wird deutlich, dass Akzeptanz auf Freiwilligkeit beruht. Darüber hinaus besteht eine aktive Komponente, was durch das Wort Toleranz ausgedrückt wird. Sie steht im Gegensatz zum passiven Dulden. Akzeptanz drückt ein zustimmendes Werturteil aus und bildet demnach ein Gegensatz zur Ablehnung.
Der Akzeptanzbegriff gewinnt einen ersten Bezugsrahmen, in dem Akzeptanzsubjekt, Akzeptanzobjekt und Akzeptanzkontext unterschieden werden.
Akzeptanz kann sich auf Personen, Verhaltensweisen oder Vorschlägen in der sozialen Mikroebene (Dyade, Gruppe) beziehen; wird aber auch auf der der Makroebene von Gesellschaft, Kultur und Politik geäußert und empfunden.
Die Akzeptanz ist auf ein Objekt bezogen und bezeichnet die Zustimmung zum Repräsentierten, Angebotenen oder Vorgeschlagenen. Der Akzeptanz geht also eine bewusste oder auch unbewusste Beurteilung anhand subjektiver Wertmaßstäbe voraus.
Wichtig ist also die Frage nach der Akzeptanz als „Akzeptanz wovon?“.
Die Akzeptanz ist ein subjektbezogener Begriff, d.h. sie ist an akzeptierende Personen gebunden, die Situationen oder Sachverhalte für sich selbst als relevant und gültig für ihre Handlungen anerkennen. Dies mündet in die Frage „Akzeptanz durch wen?“ und setzt somit eine freie Willensentscheidung (siehe Wille) voraus.
Das "Wörterbuch der Soziologie" (Günter Endruweit & Gisela Trommsdorff, 1989) definiert 'Akzeptanz' als „die Eigenschaft einer Innovation, bei ihrer Einführung positive Reaktionen der davon Betroffenen zu erreichen.“ Kritisch ist die Verwendung des Eigenschaftsbegriffes zu sehen (vgl. Lucke, 1995). Betont wird der Einführungsprozess, d.h. etwas Neues ist als akzeptiert zu betrachten, wenn bei der Einführung zustimmend reagiert wird. Nach dieser Definition gibt es keine (Nicht-) Akzeptanz von etwas Bestehendem.
Akzeptanz kann erreicht werden durch Verstehen (also der Erkenntnis, es kann so sein), Ignoranz (dem Verdrängen, der Findung einer Einstellung) oder Resignation (der Verzweifelnden Zustimmung).
Im deutschen Politikerjargon ist "Akzeptanz" ein Kürzel für eine Zustimmung, die Stimmen bringt.
In philosophischer Hinsicht wird das Wort akzeptieren als das Annehmen von Handlungsstrukturen/Bedeutungsinhalten verstanden, die das Individum für sich selbst als wahrhaftig/relevant annimmt und daraus seine eigenen Handlungsstrukturen rechtfertigt.
Akzeptanz ist jedoch nicht zu verwechseln mit "sturer" Regelkonformität. Da Akzeptanz die bewusste Entscheidung für eine Thematik einschließt und die Handlung sich aus dem Annehmen der Gültigkeit eines Sachverhaltes für das Individium, ohne weitere Reflexion auf gesellschaftliche Normen, ergibt.
Emotion | Soziale Interaktion | Sozialpsychologie | Diskriminierung
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