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Akupunktur ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Historisches


Tätowierungen, die bei der Gletscherleiche Ötzi von etwa 3340 v. Chr gefunden wurden, dienten möglicherweise therapeutischen Zwecken und befinden sich teilweise in der Nähe aus der chinesischen Medizin bekannter klassischer Akupunkturpunkte. L. Dorfer, M. Moser et al.: 5200-Year-Old Acupuncture in Central Europe?, Science, 9. Oktober 1998, Vol. 282

Die erste zur Zeit bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur und Moxibustion stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Der chinesische Historiker Sima Qian erwähnt in seinen Aufzeichnungen erstmals Steinnadeln. Neuere Grabfunde enthalten Indizien, dass ähnliche Instrumente bereits vor circa 5000 bis 6000 Jahren verwendet worden sein könnten. Alternativ zu Steinnadeln wurden damals auch Bambussplitter oder Fischgräten verwendet.

Die älteste Sammlung chinesischer medizinischer Schriften Innere Klassiker des Gelben Kaisers (Huangdi Neijing) aus der Zeit zwischen 200 Jahre vor und nach der Zeitenwende integriert die Aku-Moxi-Therapie in die damalige Medizin und beschreibt verschiedene Nadeln (aus Metall), Stichtechniken, Indikationen für die Anwendung bestimmter Punkte. In diesem Werk wurden bereits 160 klassische Punkte entlang der wichtigsten Leitbahnen beschrieben.

Das erste historisch eindeutig datierbare Werk über Aku-Moxi ist Der Systematische Aku-Moxi-Klassiker (Zhenjiu jiayjing) von Huang Fumi (215–282). Darin werden eine klare Terminologie, eine Topologie von 349 Akupunkturpunkten und systematische Hinweise auf deren Wirkung beschrieben.

Weitere historische Werke sind die Erläuterungen der 14 Hauptleitbahnen von Hua Boren (1341), die Untersuchungen über die acht unpaarigen Leitbahnen von Li Shizhen (1518–1593), sowie die Summe der Aku-Moxi-Therapie von Yang Jizhon (1601).

Die erste Erwähnung der Akupunktur (das Stechen mit Nadeln zu therapeutischen Zwecken) in Europa findet man im Jahr 1675. Der Holländer De Bondt erwähnt in W. Pisos Werk De utriusque Indiae Beobachtungen über diese Therapieform aus Japan.

Der Begriff Akupunktur wurde von Pekinger Jesuitenmönchen im 17. Jahrhundert geprägt; er setzt sich aus den lateinischen Wörtern acus (= Nadel) und punctura (= Stich) zusammen, bedeutet also „Therapie mit Nadeln“.

1683 verfasste Dr. Willem Ten Rhyne (Arzt der Ostindischen Handelskompanie) einen ausführlichen Bericht in dem er die klinischen Wirkungen der Nadelstichtherapie beschreibt und auch den Begriff der Akupunktur erstmals erwähnt.

Die erste bekannte deutschsprachige Veröffentlichung über Akupunktur stammt aus dem Jahr 1824. Es handelt sich dabei um eine Übersetzung von A Treatise on Acupunturation des Engländers James M. Churchill.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Medizin in Europa zu einem System einer kausal-analytischen Wissenschaft, in welchem die Akupunkturtherapie keinen Platz hatte.

Erst gegen Ende des zweiten Jahrtausends drang die Traditionelle Chinesische Medizin und mit ihr die Akupunktur weiter in den Westen vor.

Konzept der Akupunktur


Das chinesische Wort für Akupunktur besteht aus zwei Teilworten, die die Hauptanwendung der Akupunktur beschreiben, nämlich

  1. dem Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte und
  2. dem Erwärmen (Moxibustion) der Punkte.

Akupunkturkarte-ming.jpg (1368–1644). Bibliothèque Nationale, Paris]]

In der Akupunktur wird die Existenz von 361 Akupunkturpunkten angenommen, die auf den Meridianen angeordnet sind. Demnach gibt es zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, acht Extrameridiane und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Nach Meinung der Anhänger der Traditionellen Chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi beeinflusst.

Die Akupunktur gehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien.

Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur. Hier werden die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen massiert.

Das Konzept der Ohrakupunktur (auch Auriculotherapie genannt) wurde vom französischen Arzt Paul Nogier entwickelt. 1954 berichtete er erstmals in der Deutschen Zeitschrift für Akupunktur über seine Erfahrungen und 1961 stellte er seine Diagnose- und Therapieform auf einem Akupunkturkongress in Deutschland vor. Die Behandlung über das Ohr ist zwar auch aus der chinesischen Akupunktur bekannt, es werden dort jedoch nur wenige Punkte – und diese auch nur selten – verwendet.

Daneben besteht noch das Konzept der koreanischen Handakupunktur, bei der die Meridiane fast komplett auf den Händen abgebildet sind, sowie das der Schädelakupunktur mit Abbildung der Meridiane auf den Schädel.

Körpereigene Reizmethoden sind auch in anderen Kulturen bekannt. Bei den Arabern die Skarifizierung der Haut z.B. bei Hexenschuss und bei den Bantu die Perforation der Ohrläppchen.

Durchführung


Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Dabei wird der Patient ruhig und entspannt gelagert, typischerweise liegt er oder sitzt bequem. Vor dem Einstich einer Nadel wird die Stelle und die unmittelbare Umgebung leicht massiert. Während einer Sitzung werden immer so wenige Nadeln wie möglich gestochen, maximal 16. Auch nach der Akupunktur sollte der Patient eine Zeit lang noch entspannt verharren. Eine komplette Therapie umfasst in der Regel zehn bis 15 solcher Sitzungen.

Haltung der wissenschaftlichen Medizin


Ein Teil der wissenschaftlichen Medizin sieht es weiterhin als Aufgabe der Forschung an, der hinter der Akupunktur stehenden Theorie der Meridiane und Akupunkturpunkte wissenschaftlich nachzugehen. Ein anderer Teil hält diese Theorie für dermaßen abwegig, dass er keinen Bedarf für genauere Nachforschungen mehr sieht, zumal alle bisherigen Untersuchungen keinen signifikanten Unterschied zwischen Stechen in Akupunkturpunkte und Stechen in beliebige Punkte („Scheinakupunktur“) finden konnten.

Unumstritten ist, dass das Stechen mit Nadeln wirksam gegen Schmerzen ist. Zahlreiche wissenschaftliche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass dafür vor allem ein ausgeprägter Placebo-Effekt verantwortlich zu machen ist. Dieser ist dadurch zu erklären, dass sich während der Behandlung jemand sehr eingehend mit dem Patienten beschäftigt und Suggestion und Autosuggestion als Wirkungsprinzip genutzt werden. Diese und ähnliche Ergebnisse aus anderen Bereichen der Alternativmedizin haben zu einer verstärkten Diskussion darüber geführt, wie dieser Effekt auch in der wissenschaftlichen Medizin besser ausgenutzt werden kann.

Sowohl Befürworter als auch Gegner der Akupunktur warnen davor, bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs, Multiple Sklerose oder Schlaganfall Akupunktur anzuwenden. Befürworter begründen dies damit, dass dies Gegenanzeigen seien, die die Krankheit durch eine fördernde Wirkung der Akupunktur noch verschlimmern könnten und somit – beispielsweise bei Krebserkrankungen – die Zellen zur Vermehrung anregen würden. Eine solche fördernde Wirkung – wie etwa eine Zellvermehrung – wird von der wissenschaftlichen Medizin jedoch bestritten. Gegner halten hingegen den Einsatz von Akupunktur bei schwerwiegenden Erkrankungen für gefährlich, da konventionelle Maßnahmen häufig nicht oder erst zu spät eingesetzt werden.

Gerac-Akupunktur-Studien

Mit den gerac-Studien (german acupuncture trials) wurde 2002 die bislang größte weltweite prospektive und randomisierte Untersuchung gestartet, die untersuchen sollte, ob Akupunktur Patienten helfen kann. Denn:

Am 16. November 2005 wurden die Ergebnisse der gerac-Studie zu den Indikationen Migräne und Spannungskopfschmerz präsentiert. Dabei stellte Prof. Dr. Hans-Christoph Diener von Universitätsklinikum Essen bezüglich der Wirksamkeit zusammenfassend fest:

Im Dezember 2005 wurde die Ergebnisse der gerac-Gonarthrose-Studie veröffentlicht. S. Witte, H.-P. Scharf , U. Mansmann, K. Streitberger, C. Klose, C. Knauer, J. Krämer, N. Victor: Wirksamkeit und Sicherheit von Akupunktur bei gonarthrosebedingten chronischen Schmerzen: Multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie, Dezember 2005 Das zentrale Ergebnis war, dass keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Wirksamkeit von Akupunktur und Scheinakupunktur festgestellt werden konnten, beides jedoch wirksamer war als die konventionelle Standardtherapie zur Behandlung von gonarthrosebedingten chronischen Schmerzen.

Kritiker stellen die Frage, ob bei einer Teilstudie, der gerac-Gonarthrose-Studie, wirklich handwerklich sauber gearbeitet wurde und ob nicht Patienten und Telefoninterviewer vorzeitig entblindet wurden. Dr. med. Dieter Wettig: Die gerac-Gonarthrose-Studie – Wurden Patienten und Telefoninterviewer vorzeitig entblindet?, zuletzt zugegriffen am 26. April 2006 Dr. med. Dieter Wettig: ART- und gerac-Akupunkturstudien: Eine Chronologie, zuletzt zugegriffen am 26. April 2006

Weiterhin weisen Kritiker der gerac-Studien darauf hin, dass echte doppelblinde Studienbedingungen nicht hergestellt werden konnten. Der Akupunkteur, der „die nach bestem Wissen falschen“ Punkte wählt, wird wohl als „Droge Arzt“ einen weniger wirksamen Placebo-Effekt ausüben können. Da diese Fehlerquelle jedoch einen etwaigen Unterschied zwischen echter und Scheinakupunktur verstärken würde, aber kein signifikanter Unterschied messbar war, scheint sie keine große Rolle gespielt zu haben.

Da „irgendeine“ Akupunkturbehandlung wesentlich erfolgreicher als eine konventionelle Therapie ohne Nadelstiche war, kann daraus geschlossen werden, dass entweder alleine die Reizung der Haut mit Nadeln einen schmerzlindernden Effekt hervorruft und/oder dass eine konventionelle Behandlung im Rahmen einer solchen Studie einen Nocebo-Effekt (s.u. Placebo-Effekt) besitzt, da dieser Gruppe eine besondere Therapieform vorenthalten wurde.

Die Studienergebnisse von drei der vier gerac-Teilstudien wurden bisher nicht in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht, die ein Peer Review erfordern.

Studien im Rahmen des „Modellvorhabens Akupunktur“

Einige deutsche Krankenversicherungen, unter Führung der Techniker Krankenkasse, betreiben ein bis Oktober 2008 befristetes „Modellvorhaben Akupunktur“, in dem überprüft werden soll, ob es sinnvoll wäre, sie in den Leistungskatalog aufzunehmen. Dieses Projekt wird vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie des berliner Universitätsklinikums Charité wissenschaftlich unterstützt und beinhaltet drei Studien:

Es gibt Zweifel, ob die ART-Studie wissenschaftlich sauber durchgeführt wurde. Unter anderem kam es zu vorzeitigen und entblindenden Veröffentlichungen. Dr. med. Dieter Wettig: Die ART-Akupunktur-Studien: Vorzeitig entblindet?, zuletzt zugegriffen am 26. April 2006

Im April 2005 hat die Techniker Krankenkasse einige Ergebnisse dieser Studien in einer Pressemitteilung mit dem Titel Akupunktur erhöht die Lebensqualität und ist wirtschaftlich veröffentlicht. Der Leiter der TK Niedersachsen sagt über die Studie:

Weitere Studien

Ein anderer Ansatz zur Erforschung der Akupunktur besteht in dem Versuch, mögliche physiologische Wirkungsmechanismen aufzudecken und wissenschaftlich haltbare Nachweise der Ortslokalisation von Organ-, Schmerz und Triggerpunkten zu erbringen.

Eine Studie wies in der Magnetresonanztomographie nach, dass die Aktivierung eines traditionell mit den Augen assoziierten Akupunkturpunktes am Fuß okzipitale Regionen des Cortex stimulierte.South Med Journal, 2005; 98 (3), S. 330–337

Bei einer weiteren 2005 veröffentlichen Studie wurde eine Gruppe von Patienten gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin akupunktiert, eine zweite Gruppe bekam die gleiche Behandlung, allerdings unter Verwendung von Trick-Nadeln, die nicht die Haut verletzen. Für die Patienten sei dies nicht zu unterscheiden gewesen. Die Gehirnaktivität der Patienten beider Gruppen wurden während der Behandlung mit einem Positronen-Emissions-Tomographen aufgezeichnet. Das Ergebnis war, dass bei Patienten beider Gruppen eine ausgeprägte Gehirnaktivität im Belohnungszentrum festzustellen war, was auf einen ausgeprägten Placebo-Effekt hindeutet. Weiterhin wurde bei der Gruppe, bei der die echte Akupunktur durchgeführt wurde, eine stärkere Aktivität in der Hirnregion Insula festgestellt. Was diese Aktivität zu bedeuten hat, ist unbekannt und muss noch weiter erforscht werden. J. Pariente, P. White, R. S. Frackowiak, G. Lewith: Expectancy and belief modulate the neuronal substrates of pain treated by acupuncture., 1. Mai 2005; 25(4): S. 1161–1167

Das National Institute of Health (NIH), eine Organisation der US-Gesundheitsbehörde, veröffentlichte 1997 eine Stellungnahme, die die offizielle Meinung des Instituts nach Auswertung verschiedener Akupunktur-Studien darstellt. Es bemängelt die mangelhafte handwerkliche Qualität der meisten Studien z. B. in Bezug auf die Größe der betrachteten Probandengruppen und ihrer Konzeption. Weiterhin werde die Situation durch den Umstand verkompliziert, dass es schwer sei, Kontrollgruppen so zu konzipieren, dass man die Effekte von Akupunktur, Scheinakupunktur und Placebo klar voneinander abgrenzen kann. Dies führe zu mehrdeutigen Ergebnissen. Trotzdem ist es der Meinung, dass es vielversprechende Ergebnisse gibt, die darauf hindeuten, dass Akupunktur in manchen Bereichen als ergänzende Behandlungsmethode nützlich sein könnte. Außerdem weißt es auf Studienergebnisse hin, die darauf hindeuten, dass Akupunktur Ausschüttungen von Opioiden und anderer Peptide im zentralem Nervensystem und Änderungen neuroendokriner Funktionen verursacht. Diese Forschungsergebnisse seien vielversprechend genug, um weitere Forschung in diesem Bereich zu rechtfertigen, da sie Erklärungsansätze für die therapeutischen Effekte von Akupunktur liefern könnten. Insgesamt gäbe es einen ausreichenden Nachweis für den Wert der Akupunktur, um eine weitere Ausweitung ihrer Anwendung im Bereich der konventionellen Medizin und weitere Forschung rechtfertigen zu können. National Institutes of Health: Acupuncture. NIH Consensus Statement, 3.–5. November 1997, 15(5): S. 1–34

Haltung der Krankenkassen


Am 18. April 2006 hat der Gemeinsame Bundesausschuss bekannt gegeben, dass die Akupunktur im Falle von chronischen Rücken- und Knieschmerzen im Rahmen einer Schmerztherapie als Kassenleistungen anerkannt wird. Die Behandlung von Kopfschmerzen durch Akupunktur wird nicht in den Leistungskatalog aufgenommen, da kein Vorteil gegenüber der Standardtherapie festgestellt worden ist. Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses: Akupunktur zur Behandlung von Rücken- und Knieschmerzen wird Kassenleistung, 18. April 2006 Ärzte, die Akupunktur bei den Krankenkassen abrechnen wollen, müssen das so genannte Akupunkturdiplom besitzen und zwei jeweils 80-stündige Ausbildungen zu den Themen Psychosomatik und Schmerztherapie absolvieren. Sabine Rieser: Entscheidung zu Akupunktur als Kassenleistung stößt auf Kritik, Deutsches Ärzteblatt, 19. April 2006

In der Schweiz ist die Akupunktur die einzige alternativ-medizinische Leistung, die von der Grundversicherung abgedeckt wird.

Einsatzgebiete


Als mittlerweile anerkannte Hauptindikation für eine Akupunkturbehandlung gelten (chronische) Schmerzen, wenn kein morphologischer (z.B. Tumor) Befund vorliegt. Aber auch die Linderung von Beschwerden bei Pollinosis (Heuschnupfen) und die Anwendung in der Gynäkologie zur Geburtsvorbereitung, bei Schwangerschaftserbrechen und Regelbeschwerden sind erfolgversprechende Indikationen.

Ferner wird Akupunktur im Bereich der (Akupunktur-)Anästhesie bei kleineren Eingriffen z.B. Zahnbehandlungen angewandt.

Die Weltgesundheitsorganisation gibt Indikationen für Akupunktur u.a. in folgenden Bereichen an:

Das Consensus Panel des National Institutes of Health (NIH) bemängelt zwar die handwerkliche Qualität vieler Studien, weist aber auf vielversprechende Ergebnisse hin, die auf eine Wirksamkeit in den folgenden Bereichen hindeuten:

Bereiche in denen Akupunktur nach Meinung des NIH als ergänzende Behandlung sinnvoll sein könnten sind:

Nebenwirkungen


Im Allgemeinen treten bei sachgemäßer Handhabung der Akupunktur kaum Nebenwirkungen auf, wie auch erste Ergebnisse der gerac 2002 bestätigten. Möglich sind

  • beim Arbeiten mit unsterilen Nadeln – wie dies z.B. in China selbst oft der Fall ist – Infektionskrankheiten wie Hepatitis B, -C und auch AIDS. Allerdings ist die Infektionsgefahr deutlich geringer als bei Kanülen – die Haut scheint gegenüber massiven Stahlnadeln eine höhere Keimresistenz zu besitzen bzw. kann durch das Kanülenlumen eine größere Menge potentiell kontaminierten Blutes übertragen werden.
  • Organverletzungen wie z.B. ein Pneumothorax (selten) durch eine unbeabsichtigte Verletzung der Lunge.
  • die Ausbildung eines Hämatoms an der Einstichstelle
  • bei sehr langen Verweildauern von silbernen Akupunkturnadeln kam es laut wissenschaftlichen Studien in einigen Fällen zu einer dauerhaften Verfärbung der Haut die als Argyrose bezeichnet wird.

Wer darf/sollte lieber nicht akupunktiert werden?


Es gibt verschiedene Gruppen von Menschen, bei denen manche Ärzte von einer Akupunkturbehandlung abraten, zum Beispiel

Ärzte, die die Wirksamkeit von Akupunktur auf den Placebo-Effekt zurückführen, werden Patienten, die nicht an Akupunktur glauben, ebenfalls diese Therapieform nicht empfehlen, da bei ihnen der gewünschte Effekt nicht auftreten wird.

Menschen mit niedrigem Blutdruck bzw. Kollapsneigung sollten während der Akupunkturbehandlung liegen und sich danach eine Weile ausruhen.

Elektro-Akupunktur darf bei Epileptikern nicht angewandt werden, weil der elektrische Strom epileptische Anfälle auslösen könnte. Auch Menschen mit einem Herzschrittmacher dürfen nicht elektro-akupunktiert werden, weil der elektrische Strom das Gerät irritieren könnte.

Siehe auch


Literatur


  • Dr. med. Hans P. Ogal, Dr. med. Wolfram Stör und Prof. Yu-Lin Lian: Seirin Bildatlas der Akupunktur, KVM-Verlag, ISBN 3-932119-40-1

Weblinks


Quellen


Chinesische Medizin

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