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Die Aktivierungsenergie ist die Energie, die erforderlich ist, um ein Teilchen (Molekül, Atom, Elektron,...) aus einem bestimmten Energieniveau in ein höheres Energieniveau zu überführen, in dem das Teilchen eine zuvor nicht gegebene "Aktivität" erhält.

Chemie


Die Aktivierungsenergie für chemische Reaktionen ist jene Energie, die die Teilchen mindestens beim aufeinanderprallen haben müssen, damit sie dabei auch tatsächlich miteinander reagieren. Ist sie groß, so laufen die Reaktionen unter natürlichen Bedingungen nur langsam ab, manche auch praktisch gar nicht. Vor allem endotherme Reaktionen haben häufig eine hohe Aktivierungsenergie. Reaktionen mit hoher AktivierungsEnergie muss deshalb faktisch immer Energie (meist Wärme) zugeführt werden, um sie in Gang zu setzen. In der Biochemie dient die RGT-Regel dabei als Maß für die Erhöhung. Ist die Altivierungsenergie klein, so ist die Reaktionsgeschwindigkeit groß, da die Reaktion bei einem Aufeinandertreffen der beteiligten Teilchen fast von allein einsetzt. Dieser Zusammenhang wird quantitativ durch die Arrhenius-Gleichung beschrieben.

Ein Katalysator setzt die Aktivierungsenergie für chemische Reaktionen formal herab oder herauf. Die Gibbs-Energie ändert sich jedoch bei dem Einsatz eines Katalysators nicht. Stattdessen wird durch das Eingehen einer Zwischenreaktion mit niedrigerer Aktivierungsenergie das Aufbringen der hohen Aktivierungsenergie umgangen - die Reaktion läuft schneller und energiesparender ab.

Die Aktivierungsenergie wird meist in kiloJoule/mol angegeben und liegt typischer weise zwischen 50 und 100 kj/mol.

Halbleiter


  • Für einen dotierten Halbleiter ist die Energie, um einen freien Ladungsträger zu erzeugen, weitaus geringer. Die Dotieratome bilden Energieniveaus in der Bandlücke. Die Aktivierungsenergie ist damit der Unterschied zwischen diesen Energieniveaus und dem nächstgelegenen Band. Für p-dotierte Halbleiter ist es damit der Unterschied zwischen Dotierniveau und Valenzband, für n-Halbleiter der Unterschied zwischen Dotierniveau und Leitungsband.

Siehe dazu: Zustandsdichte.

Chemie | Statistische Physik

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