Unter Akklamation (allg. Beifall, Zustimmung, von lat. acclamatio, Zuruf; aus a, zu, und clamare, rufen) versteht man in Politik und Recht eine veraltete Form der Wahl, insbesondere in kleinen Gremien oder bei nur einem Kandidaten. Bei der Akklamation wird per Zuruf (oder einfach per Handzeichen) etwas angenommen oder abgelehnt.
Erheben sich Widersprüche, muss per Handaufheben abgestimmt werden.
Bis 1996 gab es die Möglichkeit einer Entscheidung per Akklamation bei der Papstwahl. Papst Johannes Paul hat diese außer Gebrauch gekommene Methode abgeschafft.
Auch der Kommunismus in der Sowjetunion und in den Ostblockstaaten verzichtete nicht auf die "Zustimmung" des Volkes. Akklamationen waren beispielsweise üblich bei Wahlen zum Dorfsowjet. Ovationen waren zum Beispiel üblich nach Treuebekundungen für Stalin.
Der Nachteil der Akklamation ist die Beeinflussung des Einzelnen beziehungsweise die Einschüchterung des anders Denkenden durch die übrigen Gruppenmitglieder. Im Extremfall kann es zur so genannten "Massenhysterie" kommen.
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