Aizkraukle (deutsch: Ascheraden) ist eine Stadt mit etwa 9000 Einwohnern (Stand 2005) in Lettland. Sie liegt auf dem rechten hohen Ufer gegenüber dem linken Nebenfluss Lauce der .
Die Stadt bildet das namensgebende Zentrum des Aizkraukler Landkreises (lettisch: Aizkraukles rajons), etwa 90 km südöstlich von Riga im Urstromtal der gelegen. Der Aizkraukler Landkreis liegt in zwei historischen Landschaften: und .
Der Landkreis Aizkraukle erstreckt sich beidseitig der Daugava. Somit liegt er sowohl auf dem historischen Gebiet von als auch auf dem historischen Territorium von .
Etwa 33% der Gesamtfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Der Rest ist von Wald und Seen bzw. Flüssen bedeckt.
Einer Livländischen Sage vom „Bärentöter“ zufolge, soll der Bärentöter auf seiner Reise hier die schöne Hexe Spidala, Tochter des Aizkrauklis, Wächter über die hiesigen Stromschnellen, getroffen haben.
Die jetzige, nördlich der Daugava gelegene Stadt Aizkraukle ist erst im Jahre 1960 beim Bau des Wasserkraftwerks von Plavinas unter dem Namen Stučka – nach Lenins erstem Volkskommissar für Justiz und zeitweiligem Präsidenten Lettlands Pēteris Stučka – als Wohnsiedlung für die Bauarbeiter und Wasserkraftwerker gegründet worden. Die Architektur von Aizkraukle ist demzufolge charakteristisch für die 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts. Die damalige Siedlung am Wasserkraftwerk erhielt im Jahre 1967 Stadtrecht. Die Stadt wurde im Jahre 1991 nach einem nahe gelegenen Dorf in Aizkraukle umbenannt. 2001 wurde Aizkraukle zum Verwaltungssitz der gleichnamigen Region ernannt.
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