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Airsofts (auch Softair genannt) sind Replikate von meist echten, selten auch von imaginären, futuristischen Schusswaffen und gehören also zur Kategorie der Modellwaffen. Airsofts sind in der Lage, Plastikkugeln von 6 mm Durchmesser zu verschießen (seltener auch 8 und 9 mm). Es existiert auch ein Spezialkaliber von 5,5 mm für das keine Farbmunition erhältlich ist. Der Markt - meist Hersteller aus Fernost - bietet von preislich wie qualitativ billigen Varianten für Kinder bis zu hochwertig verarbeiteten Liebhaberstücken, die sehr teuer sind, eine breite Palette an.
Obwohl die meisten elektrischen Airsofts auch eine Feder zum Antrieb des BBs besitzen, werden sie nicht als Springer kategorisiert. Spring Airsofts sind vor allem im Billigpreissegment zu finden, da ihre einfache Bauweise und die einfachen Komponenten sie günstig in der Herstellung machen. Aus diesem Grunde sind sie auch als Kinderspielzeug an vielen Ständen an Jahrmärkten günstig zu kaufen. Für den Gebrauch in Airsoftspielen sind diese Low-end-Modelle weniger geeignet, da sie automatischen elektrischen Airsofts in Feuerrate, Genauigkeit und Reichweite weit unterlegen sind. Hochqualitative Spring-Airsofts jedoch können sehr teuer im Preis sein. Diese Präzisionsairsofts eignen sich im Spiel für die Rolle des Präzisionsschützen. Sie können über 1000€ kosten und bieten außergewöhnlich hohe Genauigkeit und Reichweiten von bis zu 150 Metern (effektiv 80).
Die ersten auf dem Markt erhältlichen Gas-Airsofts waren die heute aufgrund ihres Alters so genannten "Classic Guns", welche typischerweise durch flüssige Treibmittel wie R-12 (in Japan FLON-12 genannt) angetrieben wurden. Oft beinhalteten diese Airsofts zwei externe Tanks: einen für das R-12 selber und einen zweiten als Ausdehnungsgefäß. Später wurden diese Guns von einigen Benutzern derart modifiziert, dass sie mit druckregulierten CO2-Behältern oder Stickstoff-/ Hochdruckluftflaschen funktionierten, welche höheren Druck und weniger Druckschwankungen boten. Dennoch wurden diese Classic Guns von den neuen, vielseitigen AEGs abgelöst und verdrängt. Einer der Gründe dafür ist der hohe Preis von R-12. Zusätzlich tendieren flüssige Treibmittel dazu, bei Expansion stark abzukühlen, bis weit unter den Gefrierpunkt. Diese starke Kühlung lässt einerseits den Druck absacken, bis die Airsoft schlussendlich nicht mehr schießt, andererseits leiden die Gummidichtungen unter diesen harschen Temperaturen. Der Schütze war dann zu einer Pause gezwungen, in der sich die Airsoft wieder an die Raumtemperatur anpassen konnte. Bei CO2 als Treibmittel tritt dieser Effekt nicht so stark, bei Druckluft überhaupt nicht auf. Außerdem wurde das Tanklose System von den meisten Spielern sofort begrüßt da es auch lästig ist immer zwei Tanks auf dem Rücken mit sich herum zu schleppen, außerdem ermöglichten AEGs ein realistischeres Waffenbild das von nun an nicht mehr von zum Schützen laufenden Schläuchen verunstaltet wurde.
Heute werden Gassysteme vor allem in Airsofts verwendet, die für ein elektrisches System zu klein wären, also in Pistolen. Andere Gründe die für ein Gassystem sprechen sind der regulierbare Druck von einigen Gasairsofts sowie der Blowbackeffekt vieler GBBs. Das Blowback ist ein Mechanismus, welcher den Schlitten der Airsoft nach Betätigung des Abzugs automatisch nach hinten schnellen lässt, um die Funktionsweise einer echten Waffe zu imitieren. Airsofts in Gewehrgröße verwenden heute nur noch sehr selten Gassysteme. Elektrische Antriebe haben sich hier etabliert.
Auch erwähnenswert sind die sogenannten NBB (Non BlowBack)-Waffen, also Waffen bei denen sich der Schlitten nicht mitbewegt. Dieses System wird vorallem bei Gas-Scharfschützengewehren noch heute gerne genutzt da es ein guter Kompromiss zwischen Schussstärke und Preis gibt (Die meisten Spring Gewehre müssen ersteinmal für viel Geld modifiziert werden um auf passable Entfernungen noch halbwegs präzise zu sein, die meisten Gas Gewehre sind zwar in der Anschaffung etwas teuerer allerdings ist hierbei nur noch selten Tuning nötig). Hierbei währe zum Beispiel die Tanaka M700 Serie zu erwähnen die von vielen Airsoft-Fans als die erste Wahl für Airsoft-Präzisionsschützen gilt.
Elektrisch angetriebene Airsofts besitzen einen batteriebetriebenen Elektromotor, welcher über ein Getriebe eine Schraubenfeder mit Hubkolben spannt. Bei jedem Betätigen des Abzugs spannt der Motor in einer ersten Phase die Feder; in der zweiten Phase wird die Feder entlastet. Wie in einer Luftpumpe wird die Luft komprimiert, die Druckluft beschleunigt das Airsoft BB. Moderne elektrische Airsofts wiederholen diesen Zyklus bis zu 15 Mal pro Sekunde, was eine vollautomatische Betriebsweise ermöglicht. Dies gab den automatischen, elektrischen Airsofts ihren Namen: Automatic Electric Gun (AEG). AEGs erreichen Mündungsgeschwindigkeiten von 250 bis 550 Fuß pro Sekunde (entsprechend 60 bis 120 m/s, gemessen bei Verwendung von 0,20 g BBs) und Feuerraten von 300 bis 900 Zyklen pro Minute und sind die bei weitem meistverwendeten Airsofts für den ernsthaften Wettkampf, jedoch gibt es hierbei auch Ausnahmen hierbei erwähnenswert wäre die Japanische Tuning Firma "Killer Studio" die bis Ende 2005 ihre sogenannte "Cyber AUG" Serie herstellte deren Feuerrate bei bis zu 24 Schuss pro Sekunde (also 1440 Schuss/Minute) lag. Diese Waffen gelten seit dem Ende der Airsoft-Karriere der Firma als extrem rare und wertvolle Sammlerstücke.
Diese AEGs wurden in Japan entwickelt und noch heute dominiert der Japanische Modellhersteller Tokyo Marui den Markt mit vielen qualitativ hochwertigen Modellen. Toyko Marui AEGs weisen eine Gearbox mit drei darin verbauten Gears auf, wovon eines vom Motor angetrieben wird. Das letzte drückt einen Hubkolben gegen eine Spiralfeder und spannt diese so. Wird der Kolben vom Mechanismus entlastet, schnellt die Feder analog zu den Springern nach vorne, wobei ein Überdruck entsteht. Viele Hersteller, als erster Classic Army, haben diesen Mechanismus von Tokyo Marui kopiert und verkaufen Nachbauten unter eigenem Namen, manchmal mit kleineren Abänderungen und Verbesserungen (Classic Army zum Beispiel stattet seine AEGs mit einem Metallgehäuse aus). AEGs werden für gewöhnlich von einem der folgenden zwei Akkutypen mit Strom gespeist: Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) oder auch Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH), mit verschiedenen verfügbaren Spannungen und Kapazitäten. Der üblichste Akku ist der 8,4 V Akkupack. Die Akkupacks werden in Spannungen von 7,2 V bis zu 12 V verwendet. Eine höhere Kapazität (mehr mAh) ermöglicht eine längere Betriebsdauer, eine höhere Betriebsspannung (V) erhöht hingegen die Feuerrate.
Airsoft BBs bestehen gewöhnlicherweise aus Kunststoff und sind fast immer Kugeln von 6 mm Durchmesser. Der Markt bietet BBs in unterschiedlichen Gewichten an, von 0,12 g bis 0,88 g. Zusätzlich zu den normalen BBs sind auch auf Stärke basierende und somit biologisch abbaubare BBs, metallbeschichtete BBs und graphitbeschichtete BBs erhältlich. Letztere werden vor allem in Präzisionsgewehren verwendet. Zum Schießen auf Zielscheiben werden gelegentlich auch massive Stahl-BBs verwendet. Am gebräuchlichsten sind 6 mm BBs in den Gewichten 0,12 g (für sehr schwache Airsofts), 0,20 g und 0,25 g, oft als biologisch abbaubare Variante. Um die schweren 0,87 g BBs passabel anzutreiben wird eine sehr starke Airsoft benötigt.
Fluoreszierende BBs können im Lauf - in Verbindung mit einem speziellen Laufadaptor - mit einem kurzen, hellen UV Blitz belichtet werden, um den Effekt von Leuchtspurmunition zu erzielen.
In den neunziger Jahren des 20. Jhs wurden auch Airsofts hergestellt, die asphärische Pellets verschossen. Die bekannteste dieser Munition ist die "Blade Bullet" von Asahi; diese ist heute sehr schwer zu finden und deshalb sehr teuer. Diese Munition war dazu gedacht, aus Asahis M700 und M40 Gewehren (1993 produziert) verschossen zu werden, allerdings wurde die Asahi M700/M40 Serie wenige Wochen nach erscheinen von der Japanischen Polizei wieder eingesammelt und vernichtet da es möglich war sie mit wenigen Schritten auf .22 Patronen umzurüsten. Die Asahi M700/M40 Serie zählt heutzutage als die seltenste Airsoft-Waffe und mit einem derzeiting Wert von etwa 4000$ von der schätzungsweise Weltweit von beiden Versionen zusammen nur noch höchstens um die 25-30 Exemplare existieren (Genau diese Modelle die bis dahin ins Ausland gegangen sind oder von Japanischen Besitzern einfach nicht abgegeben wurden) Somit bestand keine Verwendung mehr für die Blade Shots und die Produktion wurde eingestellt. Die Kompatibilität zu normalen Airsofts ist hochgradig eingeschränkt, im Besonderen wegen der Inkompatibilität mit der Hop-up Einrichtung moderner Airsofts jedoch heißt es das die Digicon Contender Serie mit den "Blade Shots" kompatibel sei.
Farbgefüllte BBs sind verfügbar, jedoch nicht kompatibel mit Airsofts, die ein Hop-up besitzen, da dieses das Farb-BB im Lauf zerfetzen würde. Unter anderem aus diesem Grund besteht fast keine Nachfrage nach solchen Farb-BBs; dementsprechend selten führt sie ein Händler im Sortiment.
6 mm BBs: Gewicht und Verwendungszweck
8 mm BBs: Gewicht und Verwendungszweck
Eigentliche Sportverletzungen, die beim Spiel entstehen können, werden im Artikel Airsoft_(Spiel) behandelt.
Interne Modifikationen umfassen die Steigerung der Feuerrate und die Geschwindigkeit, mit der die BBs den Lauf verlassen. Die Feuergeschwindigkeit (Kadenz) einer AEG lässt sich einerseits durch eine höhere Betriebsspannung des Elektromotors, andererseits durch eine höhere Übersetzung in der Gearbox erreichen. Als dritte Möglichkeit besteht die Reduktion von Reibungsverlusten mittels Kugellagern, Fetten, energieeffizienten Elektromotoren etc. Bei der Applikation eines derartigen "Speed-Tunings" an einer Airsoft von Tokyo Marui sollten die serienmäßigen Gears durch stärkere ersetzt werden, da erstere der höheren Belastung eventuell nicht standhalten und bersten. Eine höhere Mündungsgeschwindigkeit erreicht man durch den Einbau einer steiferen Feder und durch hochwertigere Bauteile im Luftdrucksystem, um Druckverluste zu minimieren.
Das heute verbreitete Hop-Up-System berührt das beschleunigte BB im Lauf mit einer gummierten Kontaktfläche an der Oberseite der Laufinnenfläche. Zwischen BB und Gummifläche besteht eine hohe Reibung. Dies führt zu einem Drehmoment, dessen Vektor vom Schützen aus gesehen nach rechts zeigt. Der größte Nachteil dieses Systems ist seine Abhängigkeit von der Ausrichtung der Airsoft. Hält man die Airsoft beispielsweise 90° nach links geneigt, erhält das BB keinen Rückwärtsdrall, sondern einen Linksdrall: Das BB beschreibt eine Linkskurve und sackt früh ab. Dies kann jedoch auch zum Vorteil des Schützen benutzt werden um zum Beispiel Seitenwind auszugleichen, indem man die Airsoft je nach Windstärke mehr oder weniger stark gegen die Windrichtung neigt. Begabte Schützen könnten auf diese Weise sogar verdeckte Ziele Treffen. Eine Alternative zum Hop-Up-System stellt das sog. BAX dar, bei dem die Kugel anstatt von einer Kontaktfläche, von zwei Kontaktflächen den Rückwärtsdrall bekommt. Dadurch ist eine geringere Seitendrehung gewährleistet.
Neben den in der Stärke einstellbaren Hop-Up-Systeme sind vor allem bei günstigeren GBBs fixe Hop-Ups verbreitet, welche für ein bestimmtes BB-Gewicht eingestellt sind (meist 0,2 g). Nachteil: man ist auf dieses Gewicht festgelegt, andere Gewichte führen zu einem zu starken oder zu schwachen Hop-Up-Effekt.
Im Gegensatz zu Paintball ist das Spielen mit Airsoft-Waffen (sog. Skirmishes) rechtlich noch nicht geklärt, da es noch zu keinem Gerichtsurteil kam. Airsoftwaffen, die an Minderjährige abgegeben werden, sind rechtlich Spielzeuge und benötigen kein befriedetes Gelände. Für Airsoftwaffen ab 18 Jahren dürfte auf jeden Fall ein befriedetes Gelände erforderlich sein, bei dem gewährleistet ist, dass kein Geschoss das Gelände verlassen kann. Dafür wäre entweder eine Mauer oder ein Zaun nötig, wobei die Höhe die der maximalen Reichweite der stärksten Waffe entspricht, oder eine Sicherheitszone in der nicht geschossen wird, die 1,5 mal so groß sein muss, wie die Reichweite der stärksten Waffe. Des Weiteren darf das Gelände für Außenstehende nicht einsehbar sein. Aufgrund oben genannten Rechtsunsicherheit finden die meisten professionellen Airsoft Matches in den Nachbarstaaten wie Österreich, Belgien, Frankreich, Italien oder Tschechien statt. Inzwischen existieren schon Unternehmen, die speziell solche Fahrten mit Bussen organisieren.
Wer Spiele mit Airsoft-Waffen macht, sollte sich vorher mit dem Besitzer des Geländes, auf dem geschossen werden soll, einigen. Die Nachfrage bei der Polizei ergab, dass das Schießen auf Personen erlaubt ist, solange die betreffenden Personen damit einverstanden sind. Das heißt, das Schießen auf unbeteiligte Fußgänger ist strafbar.
Mittlerweile haben sich auch in Deutschland einige Gruppen zusammengeschlossen und führen regelmäßig Airsoft-IPSC-Treffen durch. Hierbei wird ein Schießwettbewerb auf Zielscheiben durchgeführt, bei dem sowohl Treffgenauigkeit als auch Zeit in die Wertung einfließen. Das Regelwerk ist an das des Grosskaliber-IPSC angelehnt, aufgrund der schwächeren Waffen ist die Entfernung des Schützen zur Zielscheibe aber geringer und zum Ausgleich die Zielscheibe etwas kleiner.
Weniger bekannte Hersteller von qualitativ weniger guten Airsofts:
(Einige FIREPOWER, UTG und SRC Airsofts sind mit Tokyo Marui kompatibel und aufrüstbar.)
Hersteller von billigen, qualitativ eher schlechten Airsofts als Kinderspielzeug:
Eine Liste der wichtigsten Hersteller in den Anfangsjahren von Airsoft:
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"Airsoft (Waffe)".
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