Der Airbus A310 ist ein zweistrahliges Großraum-Verkehrsflugzeug des europäischen Herstellers Airbus. Es handelt sich um eine verkürzte und weiterentwickelte Variante der Airbus A300. A310_01.jpg
Während der A310-200 ein Kurz-und Mittelstreckenflugzeug ist, eignet sich der A310-300 mit Einbau eines Trimtanks in der Höhenflosse auch als zweimotoriges Langstreckenflugzeug gemäß ETOPS. Die geplante kleinere Version, der Airbus A310-100, wurde mangels Nachfrage verworfen.
Viele der Neuerungen wie das Zweimanncockpit, die Winglets und der Trimtank kamen später in ähnlicher Ausführung auch beim Airbus A300-600 zum Einsatz.
Es wurden bisher 260 Flugzeuge dieses Typs bestellt und 255 Stück ausgeliefert Orders & Deliveries auf der Airbus-Website: http://www.airbus.com/en/corporate/orders_and_deliveries/, 30. April 2006. Die Produktion des A310 wird 2007 zusammen mit der A300-Baureihe eingestellt.
Mit Stand Juni 2005 sind vier A310-304 MRTT bei der Deutsche Luftwaffe und zwei A310-304 MRT sowie zwei A310-304 MRTT (beide Varianten dort unter der Bezeichnung CC-150 Polaris) bei der Canadian Air Force im Einsatz.
Um verschiedene Aufgaben mit nur einem Flugzeugtyp zu lösen, wurde für die deutsche Luftwaffe der A310-304 MRT entwickelt. MRT steht dabei für Multi Role Transporter. Die vier MRTs der Luftwaffe entstanden in den späten 1990er Jahren aus ehemaligen Lufthansa-A310 bei den EADS Elbe Flugzeugwerken in Dresden und bei der Lufthansa Technik in Hamburg. Die Maschinen tragen folgende Namen:
Augenfälligstes Merkmal ist das große Frachttor an der linken Vorderseite des Rumpfes. Nach einer Umbauzeit von jeweils etwa fünf Tagen kann dieses Modell entweder als Passagierflugzeug (214 Passagiere), als Transportflugzeug für Standardpaletten (und 57 Passagiere) sowie als Transportflugzeug für Verwundete, Unfallverletzte und Kranke verwendet werden. Die Reichweite mit Zusatztanks beträgt 10.000 km. Bis auf die kanadischen Luftstreitkräfte hat kein anderes Land ein vergleichbar vielseitiges Flugzeug, dessen Fähigkeiten durch den Umbau zum MRTT noch erweitert werden.
Die Flugbereitschaft betreibt noch weitere drei A310, davon zwei in VIP Ausstattung für Reisen der Regierungsmitglieder und eine als normale Passagiermaschine. Diese drei (Regierungs-) Airbusse stammen von der Interflug. Infolge der Zwangsliquidation der DDR Fluggesellschaft wurden sie für nur 25 % des Neupreises „gekauft“. Gegenüber normalen Airbussen besitzen diese Flugzeuge, die für den Passagierluftverkehr der Interflug konzipiert wurden, eine deutlich vergrößerte Reichweite. Der erste Airbus, der überhaupt im Linienverkehr im Ostblock flog, (Interflug Kennung DDR-ABA später D-AOAA) ist jetzt die offizielle „Kanzlermaschine“ 10+21 (Konrad Adenauer). Der zweite Airbus der Interflug (DDR-ABB später D-AOAB) 10+22 (Theodor Heuss) ist das auch als VIP-Flugzeug umgebaute Ersatzflugzeug. Die dritte Maschine der Interflug (DDR-ABC später D-AOAC) 10+23 (Kurt Schumacher) fliegt auch für die Flugbereitschaft, ohne allerdings als VIP-Flugzeug umgebaut zu werden.
Die ursprünglichen vier A310 MRTs der deutschen Luftwaffe werden bis Mitte 2006 auf diesen Standard gebracht sein; zusätzlich ließ die kanadische Luftwaffe zwei ihrer Maschinen (CC-150 004 und 005) umrüsten. Das erste Exemplar (10+27 August Euler) hatte seinen Roll-Out 2003 im EADS-Werk Dresden. Mittlerweile (05/06) sind alle Maschinen außer die 10+26 umgerüstet (vgl. Flugbereitschaft)
Traurige Berühmtheit erlangte der MedEvac bei dem Abtransport der Terroropfer von Djerba, sowie auch, als am 7. Juni 2003 34 deutsche ISAF-Soldaten bei einem Bombenanschlag in Kabul teils tödlich verletzt wurden, und diese Opfer mit dem MedEvac abtransportiert wurden.
Dieses Flugzeug gehört zu den weltweit führenden MedEvac Systemen; nur wenige Nationen verfügen über ein derartiges Krankentransportsystem.
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