Luft.a300b4.d-aias.750pix..jpg Der Airbus A300 ist das erste Flugzeug, das Airbus Industrie, ein Zusammenschluss aus verschiedenen Flugzeugherstellern in Europa, entwickelte. Das Flugzeug sollte dem zu Zeiten der 1970er Jahre übermächtigen Marktführer Boeing die Stirn bieten. Gleichzeitig war es das erste zweistrahlige Widebody-Verkehrsflugzeug der Welt.
1972 konnten die ersten Flugzeuge des Typs A300 B1 abheben und erhielten ihre Zulassung. Der Verkauf verlief zunächst schleppend. Nachdem jedoch die Lufthansa und Air France den A300 in ihre Flotten integrierten, wurden mehr Flugzeuge des Typs verkauft. Bisher wurden 561 Flugzeuge dieses Typs bestellt und 549 Stück ausgeliefert Orders & Deliveries auf der Airbus-Website: http://www.airbus.com/en/corporate/orders_and_deliveries/, 30. April 2006.
Vom Airbus A300 wurden verschiedene Typen gebaut, die zunächst mit einem Zusatz in der Bezeichnung gekennzeichnet wurden. Die ersten beiden Prototypen waren A300 B1, während die ersten Serienmodelle A300 B2 waren. Die A300 B4-100/-200 ist eine Mittelstreckenvariante der A300, die als erste Verkehrsmaschine bereits über ein Zweimanncockpit verfügte (Juni 1975 ??). Ab Juli 1983 wurde ausschließlich das erheblich modernisierte Modell A300-600 bzw. A300-600R (mit höherer Reichweite, Dezember 1987) gebaut.
Die A300 ist ein Mittelstrecken-Großraumflugzeug, angetrieben von zwei Turbofans (General Electric CF6 oder Pratt & Whitney JT9D) unter den Tragflächen. Zur Zeit der Entwicklung des A300 war es noch undenkbar mit zwei Triebwerken Transatlantik- oder Transpazifikflüge zu unternehmen. Daher wurde die Reichweite für Kontinentalflüge ausgelegt. Die Lufthansa, einer der größten Betreiber des A300 und maßgeblich an der Definition des Typs beteiligt, nutzt den A300 nach wie vor um verkehrsreiche innerdeutsche und innereuropäische Flüge durchzuführen (Z.B.: Frankfurt-London, Frankfurt-München). Später wurde die knappe Reichweite zu einem großen Nachteil des Flugzeugs.
Die meisten Exemplare wurden als reine Passagiermaschinen mit ca. 250 Sitzplätzen konzipiert, doch verließen auch auf Frachtbeförderung umrüstbare Exemplare (A300 C4) sowie reine Frachtmaschinen (A300 F4) die Werkshallen. Seit Mitte der 1990er-Jahre wurde von Kunden ausschließlich die Frachtvariante der A300, die A300F4-600R, gekauft. Bis einschließlich Mai 2005 gingen hierfür insgesamt 135 Bestellungen ein (Quelle: Airbus Letter Mai 2005).
Voraussichtlich im Juli 2007 wird die Produktion des A300 eingestellt, um die Produktionsstätten für die neueren Airbus-Baureihen nutzen zu können (Quelle: Airbus-Pressemitteilung (englisch)). Voraussichtlich letzte Auslieferung wird eine A300F4-600R für FedEx im Juli 2007 sein. Es werden dann insgesamt 878 Widebody-Flugzeuge der A300/A310-Baureihe ausgeliefert worden sein.
Der Airbus wird nicht an einem Standort, sondern in Partien in internationaler Kooperation an mehreren Standorten produziert. Teile entstehen in Großbritannien, andere Komponenten in Frankreich und Deutschland. Zwischen den Orten transportieren Großraum-Transportflugzeuge die Teile. In Frankreich (Toulouse) entsteht dann der letztlich flugfähige Rohbau. Der Innenausbau als letzte Aktivität geschieht in Hamburg-Finkenwerder, anschließend werden sie nach Toulouse überführt und an die Kunden ausgeliefert. Dieser Produktionsverbund ist einmalig in der Welt, und immer mal wieder gab es Versuche, vor allem aus Frankreich, die Aktivitäten im nationalen Interesse zusammenzuziehen.
Da die immer größer werdenden Flugzeugteile nicht mehr von der Super Guppy transportiert werden konnten und die Guppies begannen, unwirtschaftlich zu werden, wurde eine auf der A300 basierende Spezialversion entwickelt. Der A300-600 ST, von dem bisher fünf Exemplare gebaut wurden, ist auch unter dem Namen Airbus Beluga bekannt.
Das dritte je gebaute Exemplar des A300 (Baujahr 1973 / Seriennummer 003) wurde 1998 von der französischen Raumfahrtbehörde CNES gekauft. Seitdem führt die Firma Novespace in ihrem Auftrag Parabelflüge damit durch. Die Maschine ist auch unter der Bezeichnung A300-ZERO-G bekannt.
| Airbus Industrie A300B2/B4: | - bgcolor="#DDDDDD" | Kenngröße | Daten | - bgcolor="#EEEEEE" | Typ | Mittel-/Langstreckenflugzeug | - bgcolor="#EEEEEE" | Länge | 53,62 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Flügelspannweite | 44,84 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Tragflügelfläche insgesamt | 260,00 m² | - bgcolor="#EEEEEE" | Höhe | 16,53 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Antrieb | zwei Turbofan-Triebwerke à 227 kN bis 236 kN | Pratt & Whitney: JT9D-9 General Electric: CF6-80-C2A5- bgcolor="#EEEEEE" | Höchstgeschwindigkeit für Reiseflug | 917 km/h | - bgcolor="#EEEEEE" | Reisegeschwindigkeit für Langstreckenflug | 847 km/h | - bgcolor="#EEEEEE" | Reichweite | A300B2 - 3430 km mit 269 Passagieren, A300B4 - 5375 km mit 269 Passagieren | - bgcolor="#EEEEEE" | Leermasse | A300B2 - 85.910 kg, A300B4 - 88.500 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | max. Startmasse | A300B2 - 88.500 kg, A300B4 -165.000 kg | - bgcolor="#EEEEEE" |
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| Airbus Industrie A300-600R: | - bgcolor="#DDDDDD" | Kenngröße | Daten | - bgcolor="#EEEEEE" | Typ | Mittel-/Langstreckenflugzeug | - bgcolor="#EEEEEE" | Länge | 54,08 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Flügelspannweite | 44,48 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Tragflügelfläche insgesamt | 260,00 m² | - bgcolor="#EEEEEE" | Höhe | 16,62 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Antrieb | zwei Turbofan-Triebwerke à 249 kN bis 273,6 kN | Pratt & Whitney: JT9D-7R4H1 oder PW 4158 | General Electric: CF6-80-C2A1 oder CF6-80-C2A5- bgcolor="#EEEEEE" | Höchstgeschwindigkeit für Reiseflug | 890 km/h in 7.620 m Höhe | - bgcolor="#EEEEEE" | Reisegeschwindigkeit für Langstreckenflug | 875 km/h in 9.450 m Höhe | - bgcolor="#EEEEEE" | Reichweite | 6.968 km mit 267 Passagieren und PW4156-Triebwerken | - bgcolor="#EEEEEE" | Startstrecke | 2.332 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Leermasse | 78.201 kg mit PW4156-Triebwerken | - bgcolor="#EEEEEE" | max. Startmasse | 165.000 kg mit PW4156-Triebwerken | - bgcolor="#EEEEEE" |
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