Der Airbus A340 ist das erste Flugzeug-Modell von Airbus mit vier Triebwerken. Der Erstflug einer A340 fand am 25. Oktober 1991 in der Version A340-300 statt.
Bisher wurden 389 Flugzeuge dieses Typs bestellt und 318 Stück ausgeliefert. Aufgeschlüsselt nach Typen sind das 247/239 beim A340-200/-300, 26/21 beim A340-500 und 116/58 beim A340-600 Orders & Deliveries auf der Airbus-Website: http://www.airbus.com/en/corporate/orders_and_deliveries/, 30. April 2006.
Das neue Flugzeugprogramm wurde 1988 gestartet, um neben den Kurzstrecken (Airbus A320), den Mittelstrecken (Airbus A300) und den Langstrecken für kleine Passagieraufkommen (Airbus A310) das Angebot mit einem (Ultra-)Langstreckenflugzeug mit mittlerer Passagierkapazität nach oben hin abzurunden. Zu dieser Zeit gab es genau für dieses Segment des Linienverkehrs eigentlich nur die veraltete McDonnell Douglas DC-10 und die Boeing 767, deren Nachteil die zwei Triebwerke waren: Wegen ihnen musste immer eine Flugroute in der Nähe von Flugplätzen genutzt werden, um auf ihnen schnell notlanden zu können, falls einmal ein Triebwerk ausfällt. Ähnlich verhielt es sich mit dem Airbus A310. Da dies unter anderem auf der Atlantikstrecke zu einer deutlich längeren Flugstrecke führte - verbunden natürlich mit einem dementsprechend höheren Treibstoffverbrauch -, wurde der A340 mit vier Triebwerken geplant, um wie die ebenfalls mit vier Triebwerken betriebene Boeing 747 die ETOPS-Regeln zu umgehen, damit besorgte Passagiere zu beruhigen und durch Luftlinienflüge Treibstoff zu sparen. Auch in den späten 90er Jahren wurde noch mit diesen Argumenten geworben, als die mit zwei Triebwerken auf den Markt kommende Boeing 777 dem A340 Konkurrenz machte; Virgin Atlantic versah seine ausschließlich aus vierstraligen Flugzeugen bestehende Flotte mit einem zu diesem Konzept passenden Wahlspruch, der besagt, dass eigentlich nur vier Antriebe für die Langstreckenflüge sinnvoll seien ("4 Engines 4 Long Haul").
Als aber der Ölpreis immer mehr zu steigen begann und gleichzeitig die ETOPS-Regelungen für die 777 immer großzügiger wurden, trat der beste Vorteil des Vierstrahlers immer mehr in den Hintergrund und die Nachteile des Konzeptes wurden immer stärker: Vier Triebwerke benötigen mehr Kontrollsysteme, verursachen mehr Gewicht, höhere Wartungskosten, eine niedrigere Zuverlässigkeit und verbrauchen mehr Kerosin. Folglich gewann Boeing immer mehr Aufträge für ihren Airliner, während bei Airbus nur noch spärlich verkauft wurde, etwa 2005 nur 15 Flugzeuge, während Boeing das Airbusmodell mit 154 Ordern der Boeing 777 deklassierte. Als Folge stellte Airbus 2004 den Airbus A350 vor, der auch die A340 ersetzen und etwa 20% weniger als die Boeing 777 verbrauchen soll, dessen Markteinführung nach diversen Änderungen aber noch bis ca. 2012 sich warten lässt.
Nachdem etwa Lufthansa und Air France diese kurze Version der A340 bereits Anfang der 2000er-Jahre weiterverkauft haben, wird auch Austrian Airlines, die noch zwei Exemplare dieser Variante in ihrer Flotte betreibt, diesen Typ im Laufe des Jahres 2006 an die französische Luftwaffe abgeben.
Konkurrenten sind etwa die Boeing 767-300ER und die Iljuschin Il-96.
Später wurden noch einige "normale" A340-200 in etwa auf den Stand der 800er-Version durch Nachbesserungen gebracht, sie wurden dann A340-213X genannt.
Das Konzept wurde erstmals auf der Paris Airshow 1997 vorgestellt. Der Erstflug fand am 11. Februar 2002 statt und das erste Modell wurde am 3. Dezember 2005 an Emirates ausgeliefert. Verglichen mit der Standardausführung A340-300 wurde der Rumpf der 500er-Version um 3,3 m gestreckt, die Flügelfläche vergrößert und vor allem die Kapazität der Kerosintanks erweitert (ungefähr um 50% gegenüber der -300). Auch die Reisegeschwindigkeit wurde erhöht. Als Triebwerke werden vier je 236 kN starke Rolls-Royce Trent 500-Turbofans verwendet. Der Airbus verfügt außerdem wegen der Länge des Rumpfes über eine Heckkamera, die die Piloten beim Rangieren auf den Flughäfen unterstützen soll.
Am 28. Juni 2004 flog ein Airbus A340-500 der Singapore Airlines die Route Singapur - Newark Airport (16.600 km) nonstop in 18 Stunden und 18 Minuten. Die Strecke ist der längste kommerzielle Linienflug der Welt und kann nur unter massiver Einschränkung der Cargo- und Passagierkapazität geflogen werden, wobei lediglich 181 Passagiere an Bord Platz finden Bericht über den Non-Stop-Flug Singapur nach New York . Mittlerweile wurde die Flugzeit auf 19 Stunden und 55 Minuten verlängert. Mit dem gleichen Modell hielt die Fluggesellschaft zuvor den Rekord auf der Strecke Singapur - Los Angeles mit einer Flugzeit von 16 Stunden. Der aktuelle Ultra-Langstreckenflug führt je nach Wetterlage über Sibirien und den Nordpol oder über Europa und den Atlantik und spart gegenüber einer Umsteigeverbindung vier Stunden. Das Flugzeug würde auch einen Flug von Frankfurt nach Sydney ohne Zwischenstopp schaffen.
Der A340-500 wird vermutlich in allen Versionen auch in Zukunft ein Nischenmodell bleiben, da solch lange Strecken ohne Zwischenlandung grundsätzlich nur sehr teuer zu betreiben sind, da sich hier ein sehr schlechtes Verhältnis von Nutzlast zu mitgeschleppter Treibstoffmasse ergiebt. Hinzu kommt auch noch das grundsätzliche Problem der A340-500, mehr Treibstoff zu verbrauchen als das Konkurrenzmodell Boeing 777-200LR, was sich vor allem auf Ultra-Langstrecken negativ auswirkt.
Der A340-600 ist mehr als 10 Meter länger als die Basisversion A340-300, was ihn zum längsten Passagierflugzeug der Welt macht. Er ist damit mehr als vier Meter länger ist als die Boeing 747-400. Airbus hat damit die für die Flugzeugabfertigung standardisierte Maximallänge von 80 Metern fast voll ausgeschöpft. Auch der Airbus A380 und die Boeing 747-8I werden diese Länge vorerst nicht übertreffen. Als Triebwerk werden wie beim A340-500 vier 249kN starke Rolls-Royce Trent 500-Turbofans verwendet. Wegen der hohen Startmasse wurde ein zusätzliches Fahrwerk in der Mitte des Rumpfes angebracht.
Die direkte Konkurrentin zum A340-600 ist die Boeing 777-300ER.
Emirates wurde auf der Paris Air Show Erstkunde, als man 18 Flugzeuge dieser Variante orderte. Auf Grund der unklaren Zukunftspläne von Airbus zum A340 wegen der Entwicklung des hausinternen Konkurrenten Airbus A350-1000 bzw. dessen Nachfolgemodell, der eine ähnliche Kapazität mit höherer Reichweite und Stückkosten haben soll, und vor allem wegen der in der Zeit von hohen Spritpreisen teuer zu betreibenden A340-600 (im Gegensatz zur Boeing 777-300ER) wurde diese Bestellung auf Eis gelegt.
Der Erstflug des Modells fand am 18. November 2005 statt. Nach der Zertifizierung des A340-600HGW im April 2006 wird der Liniendienst wohl Mitte des Jahres 2006 stattfinden, wenn Qatar Airways die ersten Flugzeuge erhalten hat. Die Lufthansa hat sieben Flugzeuge diese Typen bestellt.
Die direkte Konkurrentin zum A340-600 ist die Boeing 777-300ER.
| Datum | Fluggesellschaft | Flugzeugtyp | Opfer | Ursache | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|
| 20. Jan. 1994 | Air France | Airbus A340-211 | 0 von 0 | Technischer Defekt – Feuer an Bord nach Wartungsarbeiten | |
| 2. Aug. 2005 | Air France | Airbus A340-313X | 0 von 309 | verspätetes Aufsetzen beim Landen während eines Unwetters | Air France Flug 358 |
- bgcolor="#FFDEAD" | Kenngröße | A340-200 | A340-300 | A340-300E | A340-500 | A340-600 | A340-600HGW |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Länge | 59,40 m | 63,70 m | 63,60 m | 67,90 m | 75,30 m | 75,30 m1 |
| Spannweite | 60,30 m | 60,30 m | 60,30 m | 63,45 m | 63,45 m | 63,45 m |
| Höhe | 16,80 m | 16,80 m | 16,80 m | 17,10 m | 17,30 m | 17,30 m |
| Rumpfdurchmesser | 5,64 m | 5,64 m | 5,64 m | 5,64 m | 5,64 m | 5,64 m |
| Kabinenbreite | 5,28 m | 5,28 m | 5,28 m | 5,28 m | 5,28 m | 5,28 m |
| Reichweite | 14.800 km | 13.350 km | 13.500 km | 16.050 km | 13.900 km | 14.600 km |
| Geschwindigkeit | 880 km/h | 880 km/h | 880 km/h | 905 km/h | 905 km/h | 905 km/h |
| Max. Flughöhe | 12.500 m | 12.500 m | 12.500 m | 12.525 m | 12.525 m | 12.525 m |
| Max. Startgewicht | 257 t | 271 t | 275 t | 368 t | 368 t | 380 t |
| Max. Landegewicht | 181 t | 190 t | 190 t | 240 t | 256 t | 256 t |
| typische Sitzanzahl | 239 | 295 | 295 | 313 | 380 | 380 |
| Triebwerke | 4 CFMI CFM56-5C2 à 151 kN | 4 CFMI CFM56-5C4 à 151 kN | 4 CFMI CFM56-5C4s à 152 kN | 4 Rolls-Royce Trent 553 à 236 kN | 4 Rolls-Royce Trent 5562 à 249 kN | 4 Rolls-Royce Trent 5602 à 267 kN |
2) Die vier Trent 556 Triebwerke beschleunigen den Airbus auf der 3 km langen Startstrecke auf 250 bis 300 km/h. Jedes Triebwerk erzeugt dabei einen Schub von maximal 250 kN.
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