Air Berlin wurde 1978 von dem Amerikaner Kim Lundgren als Berliner Charterfluggesellschaft unter US (FAA) Zulassung im US-Bundesstaat Oregon gegründet, da nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer 1989 nur Flugzeuge der Siegermächte Berlin anfliegen durften.
Nach dem Fall der Mauer fiel auch die Lufthoheit der Alliierten, sodass ein Zulassungswechsel zum Luftfahrt-Bundesamt (LBA) notwendig wurde. Dieser weltweit einmalige Vorgang, 1992 von dem Geschäftsführer Joachim Hunold vollzogen, änderte das Firmenprofil grundsätzlich. Aus der vormals kleinen Nischengesellschaft entstand die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands mit über 40 Boeing 737 und einem linienähnlichen Netzwerk. Seit 2004 kooperiert Air Berlin mit der österreichischen Fluggesellschaft NIKI. 2005 beförderte das Unternehmen 13,5 Millionen Fluggäste, was eine Steigerung von 12,5% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zum 1. Januar 2006 änderte Air Berlin seine Unternehmensform von einer GmbH & Co. KG in eine Kapitalgesellschaft nach britischem Recht (plc & Co. KG). In diesem Fall ist die plc anstelle einer GmbH ein ausländischer persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) der deutschen KG. Als Grund für diese Änderung werden bilanzrechtliche Vorteile und bessere Abschreibungsmöglichkeiten genannt.
Der Börsengang war zunächst für den 5. Mai 2006 angesetzt. Das Volumen für diesen von der Commerzbank und Morgan Stanley organisierten Vorgang betrug 870. Mio. €. Am 4. Mai 2006 wurde der Börsengang jedoch verschoben. Offizielle Gründe hierfür wurden nicht angegeben. Gerüchten zufolge wurden im Vorfeld jedoch nicht genügend Aktien gezeichnet, da die Preisspanne von 15 € bis 17,30 € zu hoch angesetzt gewesen sei http://www.n-tv.de/664156.html .
Am 10. Mai 2006 wurde der Preis dann mit 12 Euro je Aktie bekannt gegeben, woraus sich ein Gesamterlös von 510. Mio. € ergibt, also rund 360 Mio. € weniger als geplant. Die meisten Aktien hält der Geschäftsführer der Air Berlin. Die Erstnotierung fand am 11. Mai 2006 statt. Der Börsengang von Air Berlin dürfte somit als "weniger geglückt" gelten.
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Wichtigstes Ziel im Streckennetz von Air Berlin ist seit Beginn Palma de Mallorca, das mit dem Sommerflugplan 2006 200 Mal pro Woche angesteuert wird. Auch andere bekannte Ferienziele am Mittelmeer, auf den Kanarischen Inseln, in Portugal, der Türkei und in Nordafrika werden regelmäßig angeflogen. Daneben gibt es zahlreiche Städte-Verbindungen, zum Beispiel nach Großbritannien, Österreich und in die Niederlande.
Als Drehkreuze für Umsteigeverbindungen nutzt die Air Berlin die Flughäfen in Nürnberg, Palma de Mallorca, London-Stansted, Berlin-Tegel, Düsseldorf und Zürich.
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Die Air Berlin-Flotte besteht zur Zeit (Januar 2006) aus folgenden Flugzeugen:
Im November 2004 bestellt Air Berlin gemeinsam mit seinem Partner NIKI bei Airbus 70 Flugzeuge des Typs A320, für 40 weitere Maschinen wird eine Kaufoption vereinbart. Die Auslieferung soll im September 2005 beginnen. Die Flugzeuge für je 180 Passagiere werden künftig für Flüge innerhalb Europas eingesetzt.
Am 18. Oktober 2005 wurde der erste Airbus A 320 von Air Berlin auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof offiziell vorgestellt und eingeweiht.
Die Fluggesellschaft Germania, die derzeit 577 Mitarbeiter beschäftigt und über eine Flotte von 44 Flugzeugen verfügt, soll in Kürze durch einen Managementvertrag an Air Berlin gebunden werden. Vorbild hierfür ist die bereits bestehende Partnerschaft der Air Berlin mit Niki. Bereits vor eineinhalb Jahren gingen beide Gesellschaften erstmals aufeinander zu: Air Berlin mietete Flugzeuge von Germania, im Gegenzug stellte Germania die von beiden stark umkämpften Flüge nach Zürich und Wien ein.
Verbraucherschützer werfen Air Berlin und anderen Luftverkehrsanbietern vor, sich einer Zusammenarbeit mit der vom Bund finanzierten "Schlichtungsstelle Mobilität" noch immer zu verweigern.
Im Streit mit dem Land Berlin um die Verlegung des Flugbetriebs von Tegel nach Schönefeld versuchte Air Berlin Druck auszuüben und drohte mit Verlegung des Sitzes und der Änderung des Firmennamens. Eine Klage, die Air Berlin wie auch andere Fluggesellschaften gegen die Schließung des Flughafen Berlin-Tegel angestrengt hatte, wurde inzwischen jedoch letztinstanzlich zurückgewiesen.
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