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Ainos (Αίνος; auch Enoz, Apsinthos) ist eine antike Hafenstadt in Thrakien am Ostufer des Evros (türk. Meriç), das heutige Enez in der Türkei.

Ainos wird bereits bei Homer, Ilias 4, 520 erwähnt. Der Ort wurde als eine aiolische Kolonie von Mytilene und Kyme im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründet; der angeblich thrakische Name Poltymbria (Strabon 7,7,1) ist eine späte Fiktion. Die Stadt wird durch Handel und Landwirtschaft wohlhabend und zahlte als Mitglied des 1. Attisch-delischen Seebundes hohe Abgaben. Ainos hielt im Peloponnesischen Krieg zu Athen und wurde 375 v. Chr. Mitglied im 2. Attischen Seebund. Von 341 bis 185 v. Chr. gehörte Ainos zum Reich der Attaliden von Pergamon, die Ainos mit ihrem ganzen Reich den Römern vererbten.

In der Spätantike Bischofssitz und Hauptstadt der kleinen Provinz Rhodope. Prokop, De Aedificiis 4, 11, 1-5, berichtet, dass Kaiser Justinian I. die Mauern der Stadt zu einer Festung ausbauen ließ.

An Stelle der antiken Akropolis steht eine mittelalterliche Burg der genuesischen Familie der Gattilusio, die die Stadt von 1376 bis zur Besetzung durch den osmanischen Sultan Mehmed II. im Jahr 1456 beherrschte.

Literatur


  • F. W. Hasluck: Monuments of the Gattelusi. In: Papers of the British School at Athens 15 (1908-9) S. 249-257.
  • John M. F. May: Ainos. Its History and Coinage. London 1950
  • Robert Ousterhout: The Byzantine Church at Enez. Problems in Twelfth-Century Architecture. In: Jahrbuch der Österreichischen Byzantistik 35 (1985) S. 261-280.
  • Sait Başaran: Ainos Kazıları, 1971 - 1994. In: Anadolu Araştırmaları 14 (1996) S. 105-141.

Weblinks


Ort in der Türkei | Antike griechische Stadt

Aenus (Thrace) | Ainos

 

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