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Als Ahrensburger Kultur bezeichnet man eine Kultur spezialisierter Rentierjäger der ausgehenden Weichseleiszeit (ca. 9.000 bis 8.000 v. u. Z.), also in der ausgehenden Altsteinzeit.

Kultpfahl mit Renschaedel Ahrensburger Kultur Stellmoor.jpg In einer von Alfred Rust bei Ahrensburg ausgegrabenen Siedlung fand man charakteristische Steinartefakte wie Stielspitzen und Mikrolithen (Pfeilspitzen u. Ä.), sowie Kratzer, Stichel und retuschierte Klingen. In einem verlandeten spätglazialen Tümpel (Stellmoor) neben der Siedlung fand man Stein-, Knochen- und Geweihartefakte. Aus Rengeweih wurden z. B. Werkzeuge und Waffen, wie Hacken und Harpunen gefertigt. Als Behausungen dienten Rundzelte.

Der Lebensraum war das Flachland Mitteleuropas, das damals von einer mit Baumgruppen durchsetzten endeiszeitlichen Tundra bedeckt war. Aus Schottland liegen einige Stielspitzen mit Ahrensburger Affinitäten vor.

Literatur


  • A. Rust, Die alt- und mittelsteinzeitlichen Funde von Stellmoor (Neumünster 1943).
  • A. Saville/T. B. Ballin T.B., An Ahrensburgian-type tanged point from Sheilddaig, Wester Ross, Scotland and its implications. Oxford Journal Archaeology 22/2, 2003, 115-131.

Archäologische Kultur

 

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