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Wappen Karte
Wappen ahaus.png Lage der Stadt Ahaus in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Borken
Geografische Lage:
Höhe: 36 bis 70 m ü. NN
Fläche: 151,22 km²
Einwohner: 38.345 (30. Juni 2004)
Bevölkerungsdichte: 251 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48683
Vorwahlen: 02561 bzw.
02567 (Ortsteil Alstätte)
Kfz-Kennzeichen: BOR
Gemeindeschlüssel: 05 5 54 004
Gliederung des
Stadtgebiets:
6 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
48683 Ahaus
Website: www.ahaus.de
Städtepartnerschaft: Haaksbergen
Politik
Bürgermeister: Felix Büter (CDU)
Sitzverteilung im Rat
seit 2004:
CDU: 23 Sitze
FW/UWG: 6 Sitze
SPD: 7 Sitze
Grüne: 2 Sitze
Wüllen unser Dorf: 2 Sitze
FDP: 2 Sitze

Ahaus ist eine Stadt im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Geografie


Geografische Lage

Die Stadt liegt nahe der Grenze zu den Niederlanden an dem Kleinfluss Ahauser Aa.

Stadtgliederung

Ahaus besteht aus den Ortsteilen:

Geschichte


Die erste schriftliche Erwähnung des Adelssitzes "Haus an der Aa" datiert um 1030.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erhielt Ahaus die Stadtrechte. Die so genannte Herrschaft Ahaus fiel 1406 an die Fürstbischöfe von Münster.

Auf den 4. Oktober 1650 datiert der Besuch des neuen Fürstbischofs von Münster Christoph Bernhard von Galen. Auf dessen Veranlassung wurde auch 1653 die erste deutsche Fayence-Manufaktur in Ahaus gegründet. Diese wurde bereits 1657 wieder geschlossen. Es kam 1688 zum Abriss der alten Burg auf Veranlassung des Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg.

Der Neubau des barocken Wasserschlosses nach den Plänen des Ambrosius von Oelde wurde 1690 fertig gestellt. Die Gesamtanlage mit Gartenareal war 1718 fertig. 1763 bis 1767 datiert die Modernisierung des Schlosses unter der Leitung von Johann Conrad Schlaun. Errichtet wurden der gartenseitige Mittelrisalit und die Gartentreppe. Das barocke Wasserschloss zählt noch heute zu den zentralen Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Nach dem Sieg über Napoleon fiel die Herrschaft Ahaus 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss an die Fürsten Salm-Salm und Salm-Kyrburg. Die Stadt kam 1813 unter preußische Herrschaft. Die Ahauser sind dafür bekannt, dass sie sehr eigenständig waren. So versuchten sie, lange von anderen Fürstentümern unabhängig zu bleiben. 1829 wurde Schloss Ahaus an Hermann Oldenkott aus Amsterdam verkauft. Nun wurde in der gesamten Anlage eine Tabakfabrik eingerichtet.

Der Stadtbrand vom 13. Oktober 1863 zerstörte die Stadt fast völlig. Im Jahre 1881 erfolgte die Gründung einer Zündwarenfabrik. Zwei Jahre später wurde die Westfälische Jutespinnerei und Weberei gegründet. Im Jahre 1886 errichtete die Jutefabrik ihre Arbeitersiedlung, die Kolonie und das heutige Stadtgebiet Oldenburg. Es entstand in einem Teil der damaligen Bauerschaft Ammeln. Der Name Oldenburg führt auf die alte Flurbezeichnung "die Ollenburg" zurück.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Wasserschloss durch einen Bombenangriff zerstört. 1949 wurde es durch Kreis und Stadt Ahaus wiederaufgebaut. Das Dorf Wüllen wurde 1969 zu Ahaus eingemeindet.

Im Zuge der Kommunalen Neugliederung wurde Ahaus im Jahre 1969 zunächst mit dem Amt Wüllen (bestehend aus den Gemeinden Wüllen und Ammeln) zusammengeschlossen. Zum 1. Januar 1975 wurde dann, ausgelöst durch das Münster-Hamm-Gesetz, das Amt Wessum mit den Gemeinden Alstätte, Ottenstein und Wessum (einschl. Graes) eingemeindet. Die Stadt verlor dabei den Kreissitz an Borken.

Überregionale Bekanntheit erlangte der Ort durch den dortigen Bau eines umstrittenen Brennelementezwischenlagers (auch Transportbehälterlager Ahaus genannt) und die damit verbundenen Castortransporte dorthin.

Wirtschaft und Infrastruktur


Ansässige Unternehmen

Die Stadt hat eine mittelständische Wirtschaftsstruktur mit vielen Branchen.
  • Produzierendes Gewerbe 42,61%
    • Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau 33,61%
    • Baugewerbe 9,00%

  • Handel, Gastgewerbe und Verkehr 22,98%
    • Handel 17,93%
    • Gastgewerbe, Verkehr, Nachrichtenübermittlung 5,05%

  • Sonstige Dienstleistungen 32,67%
    • Kredit- und Versicherungsgewerbe 2,20%
    • Grundstückswesen, Vermietung, Unternehmensdienstl. 8,32%
    • Öffentliche Verwaltung u.ä. 3,59%
    • Sonstige öffentliche und private Dienstleistungen 18,56%

  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 1,03%

Bildung und Kultur


Allgemeines

Zu den seit 1952 stattfindenden Schlosskonzerten Ahaus, veranstaltet vom Kreis Borken und der Stadt Ahaus finden über das Jahr verteilt Konzerte führender Interpreten, vormehmlich Kammermusik im 1996 renovierten Fürstensaal des Schlosses statt.

Seit 2002 beherbergt das Torhaus des Schlosses ein Schulmuseum

Zu den bedeutendsten Vereinen zählt der über 400 Jahre alte Bürger- und Junggesellenschützenverein e.V. 1584/1606, sowie der 100 Jahre alte Schützenverein Feldmark 05.

Schulen

Die Stadt Ahaus unterhält zur Zeit:
  • 8 Grundschulen
  • 2 Hauptschulen
  • 2 Realschulen
  • 2 Gymnasien (Ein Bischhöflisches Gymnasium, Träger: Bischöfliches Generalvikariat, Münster)
  • 1 Sonderschule
  • 5 Berufsbildende Schulen

In Ahaus gehen täglich ca. 14.000 Schülerinnen und Schüler in die oben genannten Schulen, Ahaus stellt damit ein bedeutendes Schulzentrum in der Region dar.

Sport


Die erste Herrenmannschaft von Eintracht Ahaus spielt zur Zeit in der Fußball Bezirksliga 11 im Fussballverband Westfalen.

In der Saison 1985/86 wurde der ESC Ahaus in der Eishockey-Regionalliga Nord Meister. Im Endspiel um die deutsche Eishockeyregionalligameisterschaft unterlagen die Ahauser jedoch Hedos München. Der ESC Ahaus wurde aufgelöst, nachdem der Betrieb der Eissporthalle in Ahaus eingestellt wurde.

Auf Bundesebene im Inline-Skaterhockey spielt die erste Herrenmannschaft "Maidy Dogs" des ASV Ahaus. Im Jahr 2005 erfolgte der Abstieg in die zweite Liga nach 4 Jahren Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga der ISHD.

Söhne und Töchter der Stadt


Weblinks


Ort in Nordrhein-Westfalen | Ort im Münsterland | Kreis Borken

Ahaus | Ahaus | Aarhusum | Ahaus

 

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