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Die Agrargeographie (auch: Agrargeografie) ist Teil der Geographie und erfasst, beschreibt und erklärt den landwirtschaftlich geprägten Raum der Erdoberfläche nach Stoff, Form, Lage und Struktur sowie dem Wirkungsgefüge der vorkommenden Kräfte. Sie untersucht demnach die Wechselwirkungen zwischen den natürlichen (u.a. Klima, Relief, Boden, Wasser) und den anthropogenen Geofaktoren (z.B. Politik, Wirtschaft, Bevölkerung, Siedlung) des Agrarraumes.

Als angewandte Agrargeographie entwickelt sie Konzepte zur Lösung von Problemen zwischen Mensch und Umwelt und beteiligt sich aktiv an deren Umsetzung. Die agrargeographische Forschung ist somit ein wesentlicher Bestandteil im Bereich der nachhaltigen Entwicklung.

Innerhalb der Geographie ist die Agrargeographie der Humangeographie zuzuordnen. Traditionell wird sie dort als Teil der Wirtschaftsgeographie (Primärsektor) gesehen. Mit Fortschreiten einer holistischen Betrachtungsweise der Geographie wird die Agrargeographie jedoch meist nicht mehr als spezielle Teildisziplin gesehen, sondern im Rahmen jeweiliger geographischer Fragestellungen betrieben (z.B. geografische Entwicklungsländerforschung).

Literatur


  • Sick, Wolf-Dieter, Agrargeographie, Braunschweig, Westermann 1983, ISBN 3-14-160299-9

  • Otremba, E., Allgemeine Agrar- und Industriegeographie, Stuttgart 1960

  • Arnold, Adolf, Allgemeine Agrargeographie, Klett-Perthes, 1997, ISBN 3-623-00846-x

Humangeographie

Géographie rurale

 

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