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Agnus („Lamm“) ist einer der Customchips im Chipsatz des Commodore Amiga. Er ist zuständig für die Speicherverwaltung (Blitter).

Der Name Agnus ist ein Kunstwort und setzt sich aus „Address-Generator-Units“ zusammen. Als solcher Address-Generator ist Agnus als spezielle Form eines Memory-Controllers (MMU) neben der reinen Speicherverwaltung für das Chip-RAM auch für die Übersetzung von relativen Sprungmarken in physikalische Speicheradressen zuständig. Direkt in Agnus integriert sind auch die integrierten Schaltkreise für den programmierbaren Copper und den Blitter. Agnus stellt zudem die Video-Synchronsignale (H-Sync, C-Sync, V-Sync) bereit und enthält die komplette DMA-Logik. Das Zusammenspiel dieser Komponenten ermöglicht Agnus DMA-Interrupts zeitlich mit der Bildschirmdarstellung zu synchronisieren. Je dargestellter Bildschirmzeile vermittelt Agnus 225 direkte Speicherzugriffe über einen seiner 25 DMA-Kanäle zwischen CPU und Chipsatz. Zur zeitkorrekten Synchronisation verwendet Agnus die von ihm selbst erzeugten Signale für Zeilen- und Spaltenposition (H-Sync, V-Sync). Diese lassen sich auch extern verwenden, zum Beispiel in Verbindung mit einem Genlock.

Die Urversion des Agnus wurde nur im Amiga 1000 verwendet. Die Nachfolgemodelle Amiga 500 und Amiga 2000 verfügten bereits über den Fat-Agnus mit erweiterten Funktionen und der Fähigkeit noch mehr Speicher direkt verwalten zu können. Spätere Modelle hiessen Big-Agnus oder Super-Fat-Agnus. Das letzte Modell nannte Commodore Alice, war jedoch nicht mehr kompatibel zu den Vorgängern.

Versionen (Typennummern):

  • 8361
  • 8367
  • 8370
  • 8371
  • 8372
  • 8372-A
  • 8372-B
  • 8374 (Alice)
  • 8375

Hardware | Amiga

Agnus

 

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