Ein Affix (v. lat.: ad-figere= anheften, (PPP: adfixum, verschliffen zu "affixum")) ist ein Morphem, das vor (Präfix), nach (Suffix), in (Infix) oder um (Zirkumfix) ein anderes Morphem hinzugefügt wird. Die Wortsilbe trägt nur zur Bildung von Worten bei, fungiert jedoch nicht selbständig als Wort.
Der Verbstamm ist geh-, das Suffix -en gibt die Infinitivform an, zeigt aber auch die erste und dritte Person Plural an. Das Suffix -st zeigt die zweite Person Singular an.
Der Verbstamm ist geh-, das Suffix -en gibt die Infinitivform an. Das Applikativ-Präfix be- wandelt das intransitive Verb gehen in ein transitives.
Die Verbform aguata ‚ich gehe‘ wird mit dem Zirkumfix nd-…-i negiert zu ndaguatái ‚ich gehe nicht‘.
Der Verbstamm ist bilí ‚kaufen‘, das Infix -um- gibt an, dass der Fokus auf das Agens gerichtet ist: bumilí ‚kaufen (jemand kauft)‘.
Eine wohldefinierte Menge von Präfixen wird vor Messgrößen verwendet, um von einer (Mess-)Größe (z. B. Meter, Sekunde, Byte, Hertz, Joule,...) verschiedene Größenordungen zu erhalten. Siehe Liste der Vorsilben für Maßeinheiten
Ein Affix in der Informatik bzw. Mathematik ist, analog zur Definition in der Sprachwissenschaft, ein Teil einer Zeichenkette. Man kennt Präfixe, Infixe und Postfixe, wobei das Postfix die Entsprechung zum Suffix in der klassischen Linguistik ist.
Seien a,b,c,... Elemente aus einem Alphabet, Seien v,w beliebige Zeichenketten über einem Alphabet. Dann bezeichnet man beispielsweise die Teilfolge "ab" in der Zeichenfolge
Demzufolge kann ein an verschiedenen Positionen notiertes Operationszeichen als Affix gesehen werden. So kann beispielsweise den "+"-Operator aufschreiben als
Für (Rechen-)Operationszeichen verwendet man meist die Infix-Notation, für benannte Funktionen meist die Präfix-Notation: f(x), g(x,y).