Aero-Flugzeuge wurden überwiegend für den militärischen Bedarf entwickelt (und gebaut), von leichten Beobachtungsflugzeugen bis zu zweimotorigen Bombern. Der erste Typ war ein Nachbau eines österreichischen Phönix-Doppeldeckers, der wiederum der deutschen Hansa-Brandenburg B.I, entwickelt von Ernst Heinkel, nachempfunden war und erschien 1919 als Aero Ae-01. Auf seiner Basis wurden später mehrere andere Typen der 1600-kg-Klasse weiterentwickelt, unter anderen die erfolgreichen, über 300 Mal in verschiedenen Ausführungen gebauten Typen A-11 und A-12.
1920 erschien dann die erste eigene Produktion, das einmotorige Doppeldecker-Jagdflugzeug Aero Ae-02. Zur Serienfertigung kam es zunächst nicht, das Muster diente aber später für einige Konstruktionen der 1000 kg Klasse. Bis 1938 wurden bei Aero fast 40 verschiedene Flugzeugtypen entwickelt, die meisten davon waren militärisch, doch es gab auch zivile Flugzeuge wie den Aero A-38, der ab 1929 gebaut wurde. Ab 1935 wurde in französischer Lizenz der Bomber MB-200 gebaut.
Nach der Okkupation der ČSR 1939 produzierte das Werk Aero unter deutscher Aufsicht hauptsächlich die Siebel Si 204 sowie eine Zeit lang die Lizenzversion der sowjetischen SB-2 (B-71), deren Baurechte von der tschechoslowakischen Regierung 1938 erworben worden waren.
Nach dem 2. Weltkrieg baute das Werk noch bis 1949 die Si-204 unter der Bezeichnung C-3 für die tschechoslowakischen Streitkräfte weiter. Der erste eigene Typ nach der Befreiung war das zweimotorige Reiseflugzeug Aero Ae-45 von 1947, welches in über 500 Exemplaren gebaut wurde.
1959 wurde für das Militär der Jet-Trainer L-29 Delfin entwickelt und im gesamten Warschauer Pakt verwendet. Auch "befreundete" Regierungen wurden beliefert. Zum Kampfeinsatz kam er 1967 im nigerianischen Bürgerkrieg. In Dezember 1998 wurde im Rahmen der Operation Desert Fox eine Halle in Irak angegriffen und zerstört, in der L-29 zu Drohnen umgebaut werden sollten. Die Weiterentwicklung Aero L-39 Albatros wurde ab 1971 gebaut.
Sein Nachfolger L 159 ALCA (Advanced Light Combat Aircraft) wird zur Zeit (2004) weltweit angeboten.
Aero-Automobile wurden erst ab 1929 gebaut. Sie waren ausnahmslos mit Zweitaktmotoren ausgerüstet. Zuerst ein Einzylinder 500 cm³, 7 kW/10 PS, dann die Zweizylinder 662 cm³, 12 und 13 kW/(16 und 18 PS) und 1000 cm³, 15 kW/20 PS.
Seit 1934 wurden sportlich gezeichnete Fronttriebler mit der Typenbezeichnung Aero 30 (1000 cm³, 22 kW/30 PS) und 1936 dann ein Vierzylinder Aero 50 (2000 cm³, 37 kW/50 PS) hergestellt.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde ein Zweizylinder (616 cm³, 15 kW/20 PS) gebaut, der während des Kriegs in der Firma JAWA konstruiert und unter den Bezeichnungen Jawa-Minor und Aero-Minor vertrieben wurde. Für seine Zeit war das ein geräumiges und auch sportlich erfolgreiches Fahrzeug. Berühmt wurde eine Sahara-Durchquerung hin und zurück, wobei die Etappe Cotonou (Benin) - Algier mit einem Tagesdurchschnitt von 426 km bewältigt wurde. Die Produktion wurde 1951 eingestellt, nachdem die Fertigungsanlagen für Militärbedarf beansprucht wurden.
Aero | Flugzeughersteller | Automobilhersteller | Ehemaliges Unternehmen | Unternehmen (Tschechien)