Giovanni_Battista_Tiepolo_038.jpgAeneas (lateinisch; griechisch Αινείας, Aineias; deutsch auch Äneas) ist eine bedeutende Figur in der griechisch/römischen Mythologie und Frühgeschichte. Er entstammt einer Nebenlinie des trojanischen Herrschergeschlechtes, Sohn des Anchises mit der Göttin Aphrodite (röm. Venus) und Vetter des Priamos.
Die Reise des Aeneas von Troja wird vom römischem Dichter Vergil in der Aeneis erzählt, der ausführlichsten Darstellung der Aeneas-Sage, die schließlich zur Gründung der Stadt führte, aus der eines Tages Rom hervorgehen sollte.
So erzählt Vergil, dass die Trojaner (Dardaner) zuerst eine Fahrt auf schnellen Schiffen nach Samothrake machen, aber, durch ein schauderhaftes Vorzeichen von diesem Ort abgeschreckt, nach anderen Ländern und anderen Inseln streben. Von der Göttin Juno verfolgt, legen sie eine lange Irrfahrt zurück, unter anderem auch nach Nordafrika mit dem Besuch des neu gegründeten Karthago, wo Aeneas Dido kennen lernt, die sich in ihn verliebt.
Schließlich befiehlt ihnen Apollon durch ein Orakel, die „alte Mutter“ aufzusuchen, die sich als Italien herausstellt. Im sechsten Buch der Aneis schildert Vergil, wie Aeneas in den Hades reist (dort trifft er auch Dido wieder, die ihn nicht wiedererkennt) und dank eines magischen Mistelzweiges wieder in die Welt der Lebenden zurückkehren kann.
Von Latinus, dem König von Latium, wird Aeneas freundlich aufgenommen und wirbt um dessen Tochter Lavinia. Nachdem er sich im Zweikampf gegenüber seinem Nebenbuhler und bisherigen Bräutigam der Lavinia, Turnus, durchsetzt, heiratet er sie und gründet zu ihren Ehren die Stadt Lavinium. Sie schenkt ihm einen weiteren Sohn Silvius.
Später noch nimmt er die jüngere Schwester Didos (Anna Perenna) auf, die dann aber Selbstmord begeht, als sie die Eifersucht Lavinias erkennt.
In einer Schlacht soll Aeneas in den Himmel verschwunden sein und wurde zum Gott (Indiges) erklärt.
Später gründet sein Sohn Iulus die „Mutterstadt“ Roms Alba Longa. Auf ihn und die mythologische Abstammung von der Liebes-Göttin berufen sich auch die Julier, bis hin zu Gaius Iulius Caesar und seinem Adoptivsohn Octavian.
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